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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Die  direkte  Wiederanerkennung

des  4.  Septembers  als  Jagdaufgang

Verordnung Carl Wilhelm Ferdinand’s, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1735-1806, Reg.-Antr. 1780, Neffe Friedrich’s des Großen) die diesjährige Eröffnung der Jagd wegen verspäteter Ernte bis auf den 26. September hinausrückend. Gegeben Braunschweig 30. Juli 1805. 35 x 42 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Marke gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. L. von Bötticher.

Für  den  Maueranschlag

( „daß solche gehörigen Orts angeschlagen werde“ )

bestimmter  rahmungsreizvoller  Einblattdruck

von unbenutzter Frische. Nur zwei winzige Einstiche im weißen Rand an der Bugfalte. – Zwei Wasserzeichen.

Verordnung, den Jagdaufgang wegen verspäteter Ernte verschiebend

Von  grossem  Belegwert  der eindeutige Hinweis auf den 4. September, also dem Bartholomäustag des alten Kalenders, als dem Termin für den Jagdbeginn, der dieses Mal „in Rücksicht der Feldjagd“ verschoben werden müsse. Mit 1785er Verordnung hatte der Herzog hierfür indirekt den 24. August nach neuem Kalender unterstellt. Und noch mit Verlegungs-Verordnung vom 23. 8. 1799 hatte er den 4. September noch nicht wieder eigens mitgenannt.

Reizvoll aber auch die Erwähnung der Koppeljagden seitens der „auswärtigen Interessenten“, denen er vertraute, daß sie sich anschließen würden.

Zu Carl Wilhelm Ferdinand siehe ADB XV, 572 ff., in der P. Zimmermann namentlich sowohl der künstlerischen und reformerischen Verdienste hinsichtlich des in Rom mit Winckelmann gepflogenen engen Umgangs und der Berufung des späteren preußischen Staatskanzlers Hardenberg zum braunschweigischen Geheimrat (1782-90) gedenkt als auch der generell überragenden militärischen, um schon eingangs gelegentlich der 1766er Reise als Erbprinz nach Frankreich zu resümieren: Sein Auftreten war fürstlich, entsprechend dem Ansehen seines Hauses und dessen Familienverbindungen.

Die große V-Initiale in der Version mit Fürstenhut und dem Niedersachsenroß ohne Wappenschild, hier nun aber auch ohne die zusätzliche kleine Krone, die sonst nur bei Vorhandensein des Wappenschildes fehlte. Hier durchgelaufene Verordnungen zwischen 1705 und 1749 ohne all diese Attribute.

Unbeschadet der schon relativen Spätzeit nochmals

Typographisch  besonders  wirkungsvoll  und  unbeschnitten  breitrandig .

Angebots-Nr. 12.558 / EUR  289. / export price EUR  275. (c. US$ 383.) + Versand

 


 

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(Mr. D. D., July 23, 2004)

 

Die  Auslese  des  Tages