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niemeyer's AHA!-Erlebnisse - aus Tradition aktuell

—  Januar  2003  —

 

Auch  als  Tier  des  Jahres  2003

begegnet  man  ihm  besser  nicht  in  unseren  öffentlichen  Wäldern

Denn  Wolf  bleibt  Wolf

Heimlich  +  scheu ,

aber  auch  ausdauernd , aggressiv  –  und  blutrünstig

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wölffe von 3. bis 4. Iahren und ausgewachsenen Alter haben auf einmahl 8. bis 9. Iunge, leben bis 20. Iahr. Von Felsen umgeben fünf heulende Wölfe in abwechselnder Stellung. Radierung und Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: Cum Priv. Sac. Caes. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. Sculps. et excud. Aug. Vind. 34,5 x 42 cm.

Thienemann + Schwarz 216. – Blatt 21 der Folge Betrachtung der Wilden Thiere. – Titel in dt.-franz.-lat. Paralleltext. – 14-Zeiler von Brockes in Deutsch.

Johann Elias Ridinger, Wölfe

Das gerade auch landschaftlich außerordentlich schöne Szenarium – Thienemann’s „schauerliche Scene“ allenfalls gedanklicher Art – in überaus breitrandigem (dort schwach altersspurig), warmtonigem Abdruck mit typograph. u. kleinem figürlichem Wasserzeichen. – Schwarz’ vorangestellte Signaturangabe mit „inv.“, „pinx.“ + „s“culps. statt, wie hier, „invent.“, „delin.“ + „S“culps. wohl nur irrtümlich pauschalierend.
Angebots-Nr. 28.091 / EUR  660. / export price EUR  627. (c. US$ 810.) + Versand

– Dasselbe als nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin. Ca. 1900-20.
Angebots-Nr. 28.466 / EUR  29. (c. US$ 37.) + Versand

 

EIN  WINTER  FÜR  WÖLFE

Joseph Georg Wintter, Hirsch von Wölfen angegriffen

Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Der von Wölfen angefallene ungerade 20-Ender. In bergiger Winterlandschaft mit Gatter und zurückgesetztem Gehöft hat einer der beiden Wölfe das Tier an der Drossel gepackt, indes der halb verdeckte andere rückseits operiert. Radierung. Blattgröße 11,8 x 15,9 cm.

Niemeyer 127. – Keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 21-24, Hirsche + Sauen, angefallen von Hunden, gehörig. – Auch nicht in die frühestens 1821 erschienene 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a („Rare“) eingegangen. Die 137blätterige Komplettausgabe Weigel 21336 („Die meisten Blätter sehr selten“, 1857!) hier anderwärts nicht nachweisbar.

Wintter’s „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger. Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler, im 1863er Bd. III, Nr. 68, des Monogramm.-Lexikons seinerseits auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinweisend). – Kontrastreicher Abdruck auf festem Bütten. – Unten auf Plattenkante, sonst hart auf Bildkante geschnitten.
Angebots-Nr. 14.113 / EUR  190. (c. US$ 245.) + Versand

 

Wölfe im Nebel. Deren zwei bei durchgekommenem Mond vor nur schemenhaft erkennbarem Gehöft. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Paris nach 1882) nach Ernest Bellecroix (tätig 1863-1877? in Frankreich). Ca. 1870. Bezeichnet: Er. Bellecroix / Huyot., ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm. – Abdruck von 1873. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.221 / EUR  65. (c. US$ 84.) + Versand

 

Tempesta, Antonio (Florenz 1555 – Rom 1630). Die Bejagung des Wolfes. Vorn links mittels Gewehr unter Darstellung auch der Handhabung des Ladestockes, dabei schon ein erlegter. Im Mittelgrund folgen zwei dem von Reiter geschleiftem Schafluder, beobachtet von einem im Baum ansitzenden Schützen. Zurückgesetzt soll ein im Wolfseisen gefangener erschlagen, alternativ mit dem Spieß erledigt werden. Radierung von Egbert Jansz (Ende 16. Jhdt.)? 10,5 x 14 cm.

Antonio Tempesta, Bejagung des Wolfes

Aus Sammlung EK (nicht bei Lugt) mit rückseits deren Rundstempel, nahezu identisch der Marke CK (L. 583) der für Gemälde, Zeichnungen und Kunstgegenstände stehenden Sammlung Carl König in Wien. – Nr. 12 der hier unter Nummernwiederholung vorliegenden 18blätt. Sammlung eines zeitgenössischen, wohl niederländischen Kopisten mit Provenienz EK auf einheitlich feinem, breitrandigem Bütten, teils mit einseits von Löwen flankiertem Wz. des Amsterdamer Wappen. Unten überwiegend mit breitem weißen Plattenrand, in dem sich nur rechts die Numerierung findet, was auf

Frühdrucke  vor  der  Schrift

deutet. Zumal in den wenigen Fällen nur schmalen Randes die Numerierung unmittelbar im Bild selbst erscheint.

Höchst  instruktives  und  auch  malerisches  Blatt ,

geschaffen nach einer der zahlreichen Tempesta-Folgen, etwa der gleichformatigen Primo libro di Caccie varie („Diese Folge wurde auch schön copirt“, Nagler), erscheint der Sammlerverweis auf den ersten/zweiten der insgesamt vier Christoffel van Sichems (ca. 1546-1624 bzw. ca. 1581 – vor 1658) unter vorsorglichem Einschluß auch des gleichzeitigen Karel nach deren hiesiger Werkkenntnis nicht plausibel. Eher interessieren könnte diesbezüglich der in seinen Lebensverhältnissen wenig bekannte Egbert Jansz, von dem bei den de Brys in Frankfurt/M 1598 eine Sammlung „Icones Venantum Species Varias … per Antonium Tempestinum“ erschien, die Schwerdt I, 266 mit 11 Blatt, Thieme-Becker mit 12 und Wurzbach nur mit 6 Blatt führt. Nicht ausgeschlossen, daß es auch noch mehr sind. Diese mit 12 x 17 cm gleichwohl etwas größer und auch ohne Platten-Numerierung. Im übrigen Schwerdt: Egbert Jansz was perhaps the best of those engravers who reproduced these and similar hunting scenes by Tempesta.
Angebots-Nr. 28.558 / EUR  135. (c. US$ 174.) + Versand

– – – Dasselbe , hier nächst einer Schafherde vor Baulichkeit unter Gebrauch des Schwertes und von Spießen, der Verfolgung zu Pferde und des Treibens ins Netz. In der großen Gruppe vorn geht der schon attakierte Wolf noch das Pferd an. Ganz zurückgesetzt ein Kirchdorf. Radierung wie vor. 10,8 x 14 cm. – Blatt 9. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.559 / EUR  125. (c. US$ 161.) + Versand

– – Wolfsrudel unter den Rindern, Ziegen und Schafen einer Alm nächst einem Anwesen, vor dem zwei Hirten nebst Hund von all dem keine Notiz nehmen. Radierung wie vor. 9,3 x 14,7 cm. – Blatt 10. – Mit dem Wasserzeichen des Amsterdamer Wappen mit Löwe. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.560 / EUR  99. (c. US$ 128.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in dem Schlag-Eisen. Das an einer Kette befestigte Eisen schnürt den Hals zu. Radierung und Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 24,9 x 36,4 cm.

Thienemann + Schwarz 85; Schwerdt III, 135, 17 („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“). – Blatt 17 der Fangarten-Folge, von Halle in München 1928 als die „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ angesehen (LXVIII/323). – Instruktiver 6zeil. Untertext. – Kontrastreicher Abdruck. – Ausbesserungen im Rand links und links unten, teils auch noch den weißen Plattenrand tangierend.
Angebots-Nr. 28.010 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 546.) + Versand

 

Isegrimm. Vor winterlichem Stangenholz mit Blick auf den Betrachter. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – nach 1882) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). Ca. 1870. Bezeichnet: Jhuyot. / Jules Gélibert, ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm.
Angebots-Nr. 11.220 / EUR  65. (c. US$ 84.) + Versand

 

Sennenhunde im Kampf mit einem Wolf. Der Wolf ist schon an der Kehle gepackt, vom Haus kommt der Senn mit Gewehr hinzu. Getönter Holzstich nach August Specht (Lauffen am Neckar 1849 – Stuttgart 1923) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875/76.) Signiert, bezeichnet. 27,3 x 20,3 cm.
Angebots-Nr. 9.549 / EUR  84. (c. US$ 109.) + Versand

 

Die  „ Malerische “  Wolfsgrube

als  Zeichnungs-Unikat  von  höchster  Güte

Johann Elias Ridinger, Der Wolf in der Grube zu fangen mit dem Schafe

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in der Grube zu fangen mit dem Schafe. Im Vordergrund einer baumbestandenen Gebirgslandschaft eine Wolfsfalle mit aufragendem Stamme nebst Wagenrad an der Spitze, auf dem ein Lamm liegt, dessen Blöken vier Wölfe herbeigelockt hat, deren erster bereits in die Grube stürzt. Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung. Rückseits mit Graphit hs. bezeichnet wie vor. 292-295 x 422-423 mm.

Auf leichtem Bütten mit umlaufend bis zu 17 mm breitem Rand. – Stecknadelkopfkleines Löchlein, geglättete Längs- und Querfalte und gesamthaft etwas zeitspurig, die Bildwirkung indes praktisch nicht beeinträchtigend. Vom früheren Unterlagekarton ganz schwach durchgeschlagene Stockflecken bis auf einen nur rückseits wahrnehmbar.

Malerisch  ganz  vollkommen  durchgeführte , herrliche  Arbeit

als Ursprungszeichnung  vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für die gleichnamige Radierung Thienemann 41 als der großen Version der beiden Wolfsgruben-Blätter der ab 1729 erschienenen „Fürsten Jagd-Lust“ und in solch vollendeter Ausarbeitung in Verbindung mit einer Graphik

heute  auch  im  Ridinger-Œuvre  zu  den  größten  Seltenheiten  zählend .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.976  /  Preis auf Anfrage

 

Ernst Philipp Thomann von Hagelstein, Wolfsjagd

Die  Wolfsjagd  als  erstes  Lehrstück

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm.

Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohman’s Exemplar; „A complete and interesting set“). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte.

Bildlich  +  instruktiv  prächtige  Folge

von  complett  allergrößter  Seltenheit

(hier nur das Schwerdt-Baillie-Grohman’sche Exemplar nachweisbar) in den schönen Drucken eines umfassenden alten Bestandes, reich nuanciert in seinem Hell-Dunkel und, wie alle Schabblätter Ernst Philipp’s – „eine(r) der besten Künstler seiner Zeit“, Nagler – , auch nur einzeln, wie hier in über 45 Jahren gleichfalls noch nicht vorgelegen, außerordentlich selten. So denn auch nur ein anderweitiges Blatt unter den rund 27600 der Abt. I-XXVIII des Weigel’schen Kunstlager-Catalogs (1838/57; per 6.211 das Portrait Rauner als auch Nagler einzigbekanntes Blatt + per 19.715 vom Sohn Tobias Heinrich „Marder, Taubennest ausnehmend“).

Wolfsjagd

Im Vordergrund drei Wölfe beim angepflockten, von zwei Schützen gedeckten Ziegenbock als Köder, davon einer bereits erlegt; im Mittelfeld von Reiter geschleiftes Luder mit von drei Schützen begrüßten gleichfalls zweien; zurückgesetzt bei Anwesen die Hatz auf einen seitens Meute und Jagdhelfern, letztere bewaffnet mit Pike, Dreschflegel und Netz. – Seitlich rechts ganz leicht berieben und ein haarfeines kleines Fältchen.

Ferner Fuchsjagd , Hasenjagd sowie Dachs- + Igeljagd.

Über obige individuellspezifische Seltenheit hinaus von zugleich genereller als Ausfluß der Schabtechnik selbst. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50 oder 60“ (!). „(H)ernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. Entsprechend denn 1856 Thienemann auf Ridinger bezogen :

„ Die  Schwarzkunstblätter  sind  im  Handel  fast  gar  nicht  mehr  …
zu  bekommen  …  und  (deren)  bei  Weitem  größten  Theil  …
(habe  ich)  allein  (im  Kupferstichcabinet  Dresden)  gefunden. “

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.415  /  Preis auf Anfrage

 

Wolfsjagd  unter  dem  Sonnenkönig

Meulen, Adam Frans van der (Brüssel 1632 – Paris 1690). La Chasse. Die Jagd auf Wolf und Hirsch in tiefgestaffelter Waldlandschaft erreicht ihren Höhepunkt. Meute wie Reiter haben die Tiere eingeholt. Vorn den Wolf, tiefer im Bild den Hirsch. Radierung von Andries Frans Bauduins (Dixmuijde 1640 – Paris 1700). Signiert bzw. monogrammiert. 32 x 45,8 cm.

Nagler, Monogrammisten, I, 562. – Bildseits kaum wahrnehmbarer kleiner Braunfleck im rechten Bildrand. Im breiten weißen Rand hier und da ganz schwach braun- bzw. wasserrandig.

Die  ganze  Erregung  +  Spannung  des  Augenblickes  vermittelndes  Blatt

mit kgl. Privileg auf bis zu 9 cm breitrandigem schweren Bütten mit Wz. Großer bekrönter Doppeladler, ähnlich Briquet 942. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.411 / EUR  1175. / export price EUR  1116. (c. US$ 1442.) + Versand

 

Rein  immer , raus  nimmermehr

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767).  Der einsprung eines Wolffs Garten. In mondhellem dichten Wald von hohen Palisaden umgebener Raum mit dem Wolf am toten Schaf, zu einem noch auf dem Absprung stehenden zweiten hinaufgiftend. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: Avec privil de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinxit Sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor nebst mehrzeil. dt.-frz. Untertext. 34,4 x 42,8 cm.

Thienemann + Schwarz 40; Weitz, Aus der Jagdgschichte des Vogelsberges, Museum Jagdschloß Kranichstein, 2006, blattgroße Abb. S. 11.

Johann Elias Ridinger, Einsprung eines Wolfsgartens

Das  instruktive  malerisch  schöne  große  Blatt

28 der Fürsten-Jagd-Lust als Ridinger’s erster selbst in Kupfer übertragenen und zudem selbst verlegten, lehrbuchartig konzipierten Jagd-Folge in herrlichem Druck von auch schönster Breitrandigkeit: 3,5-6 cm oben + unten, 8,5-9,5 cm seitlich, dabei im Außenbereich, namentlich unten und rechts, leicht stockstippig. Vereinzelte Kleinsteinrisse im Unterrand säurefrei unterlegt.

„ Es hat diser mit dem einsprung des Saugartens (Blatt 20) fast gäntzliche gleichheit … vermercket er seinen arrest, hebt er nach verzehrtem raube und seiner gewohnheit jäm(m)erlich an zu heulen wordurch man in die weise sonderlich des nachts seinen arrest vernehmen, denselben lebendig einfangen oder mit grosser plaisir zum Schuß bringen kan, diese invention ist sehr gut viele miteinander zu fangen, Weydmännische wörter von ihme sind zum theil diese … und dergleichen mehr. “

Angebots-Nr. 15.017 / EUR  970. / export price EUR  921. (c. US$ 1190.) + Versand

 

Im  Kampf  gegen  Wölfe  und  Luchse :

Das  Straußen-Paar  der  „ Besonderen  Vorfallenheiten  … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Strauß + Casuar, von erhöhtem Standpunkt einer souveränen Landschaft sich gegen jeweils  drei  Wölfe  (recte wohl eher Schakale als die in den Sagen gleichpositionierten Füchse der Bibel, Th.; als Füchse auch bei Weigel, s. u., angesprochen) + Luchse verteidigend, deren letzterer einer erledigt ist. 2 Blatt . Radierungen mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Bezeichnet: XXVI./XXVII. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger, sculps. A.V. 30 x 24,7-24,9 cm.

Thienemann + Schwarz 369/70. – Das oben bogenförmig geschlossene Paar XXVI/XXVII – „wenn (die Nummern) fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th. – der von Martin Elias nach 1764er väterlicher Vorlage (Ridinger-Appendix des 1869er Weigel’schen Handzeichnungs-Katalogs 396 + 395) radierten und 1779 postum abgeschlossenen extrem seltenen ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt III, 140; 1928 ) 46blätt. Folge der Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd, von der sich in der umfassenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden. 13 fehlten an Vollständigkeit dem Coppenrath’schen Bestand (Katalog 1889, 1546 + 1890, 1956), je eines Schwerdt und Baron Gutmann’s Zweitexemplar (?) innerhalb der hier durchgelaufenen Pompadour-Bände der Marjoribanks Folios und drei 1900 bei Helbing (Katalog XXXIV, Ridinger, 1554 Nrn.), darunter die anstehenden beiden in jeweils nur einem Exemplar, davon Th. 370 sonders als „Sehr selten“ qualifiziert und gleichbewertet dem sich selbständig anschließenden Paar Th. 389/90 mit den von Kudern bzw. Füchsen bedrängten Enten, die gleichfalls bei Faber-Castell fehlten und ihrerseits bei Coppenrath als „selten“ figurierten (1889, 1547; hier aufliegend per 13.006) – Mit jeweils 6zeiligem Untertext. – Mit typograph. Wz. – Seitlich mit 1,4/2,3-3,4 cm breitem Rand, oben + unten jeweils 5-6 cm. Hier wie im weißen Textfeld partiell etwas angestaubt und einige schwache Kleinflecken. Blatt 2 linksseits mit rückseitigem Falzstreifen.
Angebots-Nr. 14.123 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1693.) + Versand

 

Sie  tun , was  sie  immer  taten

Erst  jüngst  auch  wieder  in  der  Oberlausitz / Sachsen :

27  Schafe  in  einer  Nacht

Aber  natürlich  gar  keine  Gefahr  ( für  den  Menschen )

Wölfe massakrieren eine Schafherde

Loups au Carnage, Les. In Berglandschaft von Wölfen überfallene Herde Schafe und Ziegen. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Paris nach 1882) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). Ca. 1870. Signiert. 22 x 32 cm.

Thieme-Becker XIII, 365; AKL LI, 198 f.: „(Gélibert malt) fast ausschließlich realistische Tier- und Jagd-Darstellungen, die sich auf das Hauptmotiv konzentrieren“.
Angebots-Nr. 6.149 / EUR  118. (c. US$ 152.) + Versand

 

Johann Elias Ridinger, Umherstreichender Wolf

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein umher streichender Wolff. Vor felsigem Umfeld. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. A.V. / N.68., Titel wie vor. 18,5 x 14,5 cm. – Thienemann + Schwarz 458. – Blatt 68 des Entwurfs einiger Thiere. – Großes figürl. Wz. – Herrlicher, breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe.
Angebots-Nr. 7.314 / EUR  175. (c. US$ 226.) + Versand

 

Johann Elias Ridinger, Wolf

– – – Der Wolf. Nach rechts auf bewaldeter Felsklippe stehend. Darunter die aufgeschlüsselten großen Spuren auf weichem bzw. hartem Boden nebst Spezifizierung der Krallen, Geäfter und Ballen. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35 x 23,1 cm.

Blatt I, 16 aus Menzler’s 80blätt. Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album, in dem er die Vorlagen – hier Blatt 8 der Jagdbaren Thiere, Thienemann 170 – teilweise frei oder deren Kernthema komprimierend wiedergibt, woraus sich eine Sammlungsbereicherung allerersten Ranges ergibt. – In der Bildwirkung entsprechen die Arbeiten der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Manier. – Abgesehen von der links unterhalb des Bildes zum Untertext hinreichenden Quetschung im festen breitrandigen Papier von tadelloser Frische.
Angebots-Nr. 28.434 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 424.) + Versand

 

– – – Der Wolff. In dichtem Wald bedrängt von 9köpfiger Meute, deren einer erledigt ist. „Er wehrt sich tapfer, aber er wird … unterliegen“ (Thienemann). Radierung + Kupferstich. (1761.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A.V. 28,7 x 25

Johann Elias Ridinger, Wolf

Thienemann + Schwarz 145. – Blatt 7 der „Von verschidenen Arthen der Hunden behaezte jagtbare Thiere“. – Instruktiver ausführlicher Untertext unter namentlicher Aufzählung der hierfür geeigneten verschiedenen Hunde.

Silbrigtoniger Abdruck mit angeschnittenem Basler Thurneisen-Wz., wohl aus der qualitativ hochwertigen Augsburger Engelbrecht-Ausgabe um 1824. Die Breitrandigkeit für oben und unten 5-7,5, für die Seiten 2,3-5 cm messend.
Angebots-Nr. 28.116 / EUR  483. / export price EUR  459. (c. US$ 593.) + Versand

 

– – – Eine Wolfshatze. Nach rechts aus dem Bergwald hervorbrechend und von neun Hunden verfolgt und gerahmt. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Bln. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 33,2 x 22,9 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolfshatze

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album II/17. – Nach vorstehendem Blatt der von Hunden behätzten jagdbaren Thiere, Thienemann 145, doch ohne dessen ausführlichen Untertext. – Aus dem als 2. Abteilung geführten „Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder“. – Auf festem breitrandigen Papier von tadelloser Frische. – Gegenüber der Radierung die obige Rundung hier zum Rechteck erweitert und dadurch als Sammlungsbereicherung zusätzlich reizvoll.
Angebots-Nr. 28.450 / EUR  330. / export price EUR  314. (c. US$ 406.) + Versand

 

Loups, Une Battue aux. Im Vordergrund hat einer der Jäger einen Wolf an einem Hinterlauf gepackt und legt auf ihn an. Die Meute kommt hinzu. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Paris nach 1882) nach Jean Edouard Dargent, gen. Yan’Dargent (St.-Servais, Bretagne, 1824 – Paris 1899). Ca. 1870. Signiert. 31,5 x 21,7 cm.
Angebots-Nr. 6.150 / EUR  118. (c. US$ 152.) + Versand

 


 

“ Thank you Mr. Niemeyer, The prints (you are delivered two weeks ago) are being framed right now. My framer is very particular (works for the National Gallery … ) and I am having a perfect frame made for the large Ridinger (the imperial stag hunt Th. 67). Best regards ”

(Mr. J. R. L., November 19, 2003)