John Keats. Unpublished Poem To His Sister Fanny, April 1818. Faksimile der Handschrift nebst typographischer Transkription. Einleitung von Charles C. Hurd. Boston, The Bibliophile Society, 1909. Kl.-4°. 22 (recte 20) SS. incl. radiertem Titel und radiertem Impressum. OHpgt.-Bd. mit goldgeprägtem Rückentitel. Unbeschnitten.
Erste Ausgabe . – Eins von 489 Exemplaren auf Pergament ,
herausgegeben ausschließlich für die Mitglieder der Bibliophile Society ,
die das Original zwecks Zueignung an William K. Birby kurz zuvor erworben hatte. Gedruckt auf Doppelblätter, deren Paginierung fehlerhaft ist, nämlich Titelei und Hs.-Faksimile einschließlich weißer Innenseiten zählt, den übrigen Text indes nur mit seinen bedruckten Seiten. Die Faksimileblätter zudem an den Schluß verbunden. – Titel mit Portrait-Medailllons Keats’ und Fanny’s sowie reicher Ornamentik. Vortitel in ausführlicher Gestaltung Wahlspruch der Bibliophile Society, Sinnbilder des Bücherfreundes sowie Impressum enthaltend. – Unbeschadet seiner für alteuropäische Verhältnisse außerordentlich hohen Pergament-Auflage praktisch nicht am Markt vorkommend.
„ Ein Gedichtblatt Keats’ bleibt insolange nichts als ein armes Blatt Papier, insofern in uns nicht schon bei der bloßen Anrufung dieses Namens ehrfürchtige Erinnerung aufklingt an heilig schöne Verse, die wir von ihm gelesen haben und die unserer Seele so wirklich und gegenwärtig sind … “
(Stefan Zweig gelegentlich eines Keats-Autographs).
Heftung etwas gelockert, Einband minimal unfrisch. Die radierte Titelei vom Druck her gewellt, sonst tadellos frisch. Angebots-Nr. 13.091 / EUR 998. / export price EUR 948. (c. US$ 1225.) + Versand
… und zu gleicher Zeit im alten Europa
in ganzen 2 Exemplaren
in Pergament
und auf nur pergamentartigem Papier ,
nicht „auf Pergament“ à la Impressum:
Die Nr. I des Barons
( aus der österreichischen Rothschild-Linie )
der nur zwei römisch numerierten Exemplare
Ridinger – von Gutmann – Schwarz, Ign(az). Katalog einer Ridinger-Sammlung. 2 Bände. Wien, Selbstverlag, 1910. 4°. XX, 210; XI, 169 SS. Mit (innerhalb des Textes über die gedruckten)
zahlreichen aufmontierten Abbildungen
+
118 aufmontierten Tafeln ,
davon 6 farbig + 1 doppelblattgroß.
Orig.-Kalb-Pergament-Bände auf 5 Bünden mit zwei dunkelroten, goldgeprägten Rückenschildern und ebensolcher Fleural-Ornamentik nebst Goldfileten in den freien Feldern, selbst noch
goldenen Kapitalbändern ,
zweifacher Doppelfilete mit Eckfleurons am inneren bzw. Rosette im äußeren Karée, alles in Gold, dem
goldgeprägten Supralibros Ritter von Gutmann’s
nebst Wahlspruch
„Semper Progrediens“
auf allen vier Deckeln ! ,
marmoriertem Farb-Vorsatz à la Pompadour-Parts der legendären Marjoribanks Folios Gutmann’s in farbig marmorierten, mit Moiré gefütterten Orig.-Schubern. Goldschnitt.
Die unnahbar elitäre
Nr. I/II Exemplaren
in adäquaten Pergament-Bänden von betörend schlichter Eleganz ,
begleitet von einzigartigem Pedigree, dem Begleitbrief vom 6. September 1951, mit dem der Antiquar Robert Alder in Bern das Exemplar „Im Auftrag von Herrn von Gutmann“ an Frau Dr. Waeckerlin in Zürich überstellt.
Als Manuskript gedruckt in nur 202 Exemplaren, davon 200 arabisch numerierte mit den Illustrationen in Mitdruck und in lediglich Interimsumschlag als Ordinärausgabe und 2 römisch numerierte auf pergamentartigem Papier (also nicht impressumgemäß „auf Pergament“) ist dieser von 6 (!) Indices erschlossene Privatdruck die nobelste Verneigung der Literatur vor dem Œuvre Ridinger’s
und mit der Nr. I von nur zweien ein bibliophiles non plus ultra .
Verfaßt vom Doyen der Wiener Antiquare und von Rudolf R. von Gutmann
„ In Treue (s)einer Mutter “
gewidmet. – Schuber minimal berieben, die Pergament-Rücken zu Altweiß verblichen, sonst
erstrahlend in nahezu tadelloser , unberührter Frische .
Rudolf (1880-1966) war der zweite Sohn von Wilhelm Ritter von Gutmann und dessen Frau Ida, einer geborenen Freiin von Wodianer. Der das Glück hatte, daß der ältere Bruder Max die wirtschaftliche Führung eines Imperiums übernahm, dessen Kern jene von der österreichischen Rothschild-Linie rund dreißig Jahre zuvor geerbten Rechte bildeten, die noch unerschlossenen Kohle- und Eisenvorkommen in Witkowitz bei Mährisch-Ostrau in Böhmen auszubeuten, welcher Ort erst kurz zuvor von Gutmann und Rothschilds gegründet worden war. Sie gediehen zu den größten Eisenwerken der k.k. Monarchie und erlaubten eine Ausdehnung der Familieninteressen auf Schwerindustrie und Banking. Eingefaßt von runden 50000 ha Ländereien. Entsprechend war die Ridinger-Sammlung eingebettet in eine solche noch ganz anderer Dimension. Darunter der schlesische Hedwigs-Codex, der später über die Sammlung Ludwig in Aachen ins Getty Museum gelangte. Und damit zurück nach Amerika. Denn dorthin war der Codex dem Baron gefolgt, als dieser „aus Wien nach Vancouver gekommen (war), etwa so weit fort von Hitler, wie es nur möglich war“ (H. P. Kraus in „Die Saga von den kostbaren Büchern“).
Ein Teil all dieses geistigen und wirtschaftlichen Glanzes denn, es sei wiederholt, anstehende
Nr. I als das einst persönliche Exemplar des Barons
in Pergament
mit den gegenüber den mitgedruckten der Papierausgabe offensichtlich handverlesenen montierten Illustrationen. Damit aber eine absolute édition de luxe für die Vitrine. Im Nebeneinander mit einem einfachen für den Alltag, für die so unendlich beglückende Beschäftigung in und mit der Sammlung. Angebots-Nr. 28.886 / Preis auf Anfrage
… und dieses Kräfteverhältnis besteht fort ,
ob es strammen Alt-Europäern paßt oder nicht .
“ Just received the James Figg item safely today. I have a couple questions. Art in general is new to me so I‘m asking you to educate me on this item … First of all I‘m happy with the item, just trying to understand it better … Thanks again ”