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In der Schönheit des Wonnemonds :
WILLIAM HOGARTH’S( 1697 London 1764 )„ ANALYSIS OF BEAUTY “inmitten ihres Umfelds
Das Selbstportrait mit„The Line of Beauty“Gulielmus Hogarth. Selbstportrait in halber Figur als Spiegelbild über – außerhalb des Ovals – Folianten mit seinem Hund Trump und Palette, eingefaßt von Draperie als spiegelbezogenem Sinnbild des Geheimnisvollen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Painted by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook / Published June 1st 1801 by G. G. & J. Robinson Paternoster Row London, Titel wie vor. 38,7 x 29,2 cm. Das schöne Selbstbildnis mit der Wellenlinie nebst „The Line of Beauty“ auf der Palette als dem in seiner „Analysis of Beauty“ von 1753 verdeutlichtem künstlerischen Credo. Hier folgend dem 1749er Stich, der seinerseits auf dem zu diesem gegenseitigen Öl von 1745 (Farbabbildung s. Hogarth Catalogue der Tate Gallery von 1971/72, S. 73) fußt. Auf jenem wie auf dem Öl die Palettenbezeichnung noch mit den Zusätzen „And Grace“ + „WH 1745“. Die Folianten hier unbetitelt geblieben.
(Cat. Tate Gallery S. 74). Infolge 1763er anderweitiger Nutzung der Portraitplatte von 1749 (siehe „The Bruiser“) und der sich daraus ergebenden Seltenheit von Abzügen gewinnt anstehendes Cook-Blatt an zusätzlichem Wert. Zumal sich Cook „auch einen Namen als Hogarth-Stecher machte“ (Thieme-Becker). – Von schönem Hell-Dunkel bestimmter Abdruck. – Schmaler Ausriß im breiten weißen Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
– Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1809., Titel wie vor. Bildgröße 15,4 x 12 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser schwach altersfleckig.
– Dasselbe in Punktierstich des Bartolozzi-Schülers Benjamin Smith (gest. ca. 1810). Bezeichnet: Painted by W. Hogarth. / Engraved by Benj. Smith. / William Hogarth. / From the Original in the Collection of John & Josuah Boydell. / Published June 2. 1795 by J. & J. Boydell … at the Shakespeare Gallery Pall Mall. 39,5 x 30 cm. Nagler 33 und, Smith, 4. – Postume Stichfassung des malerischen Selbstbilnisses von 1745 für die von Boydell besorgte erste Gesamtausgabe (1790-1809), nachdem deren ursprüngliche von 1749 infolge besagter anderweitiger Verwendung von deren Platte untergegangen war. Im Gegensatz zum 1749er Stich seitenkonform zum Öl. Im übrigen mit der vollen Palettenbezeichnung „The Line of Beauty / And Grace / WH 1745“ und lesbaren Titeln für zwei der drei Folianten: Shakespeare bzw. Swift Works. – Späterer Abdruck auf starkem Papier („Selbst diese sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970). – Noch den rechten Bildrand tangierende diagonale Randquetschung sowie eine nur einige cm schwach sichtbare horizontale oberhalb der Folianten. Verstärktes Eselsohr oben rechts. Der breite weiße Rand stockstippig und mit schwachem Wasserrand unten links.
– Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: William Hogarth. 14,3 x 10 cm. – Seitenkonform zum 1745er Öl, auch mit der vollen Palettenbezeichnung, doch anstelle des dortigen „WH 1745“ nur ein sich verlierendes „Will…“. Die Folianten titellos. – Horizontale Knickspur unterhalb des Bildes selbst.
Der Subskriptionsbeleg zur„ Analysis of Beauty “als zugleich eine„ Parodie auf Leonardo’s ‚Abendmahl‘ “Columbus breaking the Egg. Columbus’ Antwort an die Schmäher seiner Leistung. Kupferstich von Thomas Cook wie eingangs. Bezeichnet: Engraved by T. Cook., Titel wie vor sowie Adressenrest Paternoster Row August 1st. 1800. 15,8 x 19,2 cm. Der 1752er Subskriptionsschein zur „Analysis of Beauty“, deren Kern, die Wellenlinie, die beiden Aale nebst Eiern in der Ovalform des Tellers im Vordergrund symbolisieren. Nach Peter Bexte, William Hogarth – Analyse der Schönheit, 1995, nutzte Hogarth die Szene zugleich für eine Parodie des Abendmahls Leonardo’s: „Christus (wird) durch Columbus ersetzt, und aus den verwunderten Jüngern sind überrumpelte Gelehrte geworden“. – Columbus’ Wendung vom Betrachter aus gesehen nach rechts folgt H.’s eigener Radierung, die gegenüber dessen Vorlage indes, wie wiederholt, spiegelbildlich sein könnte. – Zweiseits innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten, dabei oben nur schmales Rändchen.
– Dasselbe als Hogarth’s Eigen-Radierung im 1753er Zustand im Abdruck von der von James Heath (1757 London 1834, kgl. Kupferstecher) um 1822 überarbeiteten Platte. Bezeichnet: Design’d & Etch’d by Wm. Hogarth Decem 1. 1753. 16,5 x 19,5 cm. – Zu Columbus’ Körperhaltung siehe zuvor. Abbildungen Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 78 + FAZ, 23. 1. 1996 (Friedmar Apel, Verfolgung einer Wellenlinie). – Auf festem Papier. – Breitrand.
– Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1807., Titel wie vor. Bildgröße 14,1 x 17 cm. – C’s Körperhaltung wie vor. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. In diesem einige kleine Flecken.
– Dasselbe in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) 18,9 x 20 cm. – C.’s Körperhaltung vom Betrachter aus gesehen nunmehr nach rechts, wie auch bei den ff. Blättern, wobei Riepenhausen dafür bekannt ist, H.’s gestochene Spiegelbildlichkeiten geheilt zu haben. – Oben rechts Platten-Nr. 49.
– Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, dortiger Univ.-Kupferstecher). Bezeichnet: 49 / W. Hogarth inv. 18,3 x 23 cm. – Früher, toniger Abdruck. – Breitrandig.
– Dasselbe von Riepenhausen auf leicht getöntem minderen Papier. – Einige Stockfleckchen und leichte Quetschung im weißen Unterrand.
– Dasselbe von Riepenhausen in einem Abdruck um 1850 auf besonders festem Papier.
– Dasselbe in Lithographie von C. F. Heintz. (1833/36.) Bezeichnet: 53. / Columbus stellt ein Ey auf die Spitze. / Lith. v. C. F. Heintz . 21,8 x 17,8 cm. – Ausführlicher deutscher Untertext.
– Dasselbe in Stahlstich um 1840. 13,5 x 18 cm. – Mit Titel in Deutsch + Englisch.
Das „ungeheures Aufsehen erregende“künstlerische CredoAnalysis of Beauty. Folge von 2 Blatt in Kupferstich von Thomas Cook wie eingangs. Bezeichnet: Plate I. (II.) / Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook / London Published by G. G. & J. Robinson Pater-noster Row August 1st 1798., Titel wie vor. 40-41,3 x 51,2-51,6 cm. Catalogue Tate Gallery 191 f. + Katalog Zürich 76 f., jeweils die Hogarth-Fassung nebst Abbildungen.
H.’s unter geistigen Beistands seiner Freunde Hoadly, Townley, Morell u. a. an Hand zahlreicher Beispiele aus Kunst und Geschichte entwickelte Theorie über Schönheit und Stil („Natur ist, was immer dem Auge gefällt und es unterhält“) erschien unter Beifügung zweier verbildlichender Kupfer (Statuary’s Inn Yard + Country Dance) 1753 und „erregte ungeheures Aufsehen“ (Thieme-Becker), nicht zuletzt unter seinen Kritikern. Sie bildet sein künstlerisches Credo „worin er die Wellenlinie (The Line of Beauty) als die angenehmste Form für das Auge darstellte und sogar die Linien bestimmen wollte, welche die Form des Schönen enthielten“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl.). Diesbezüglich indes ist, so Nagler, „nicht alles neu, wie die Idee von der Wellenlinie. Er versinnlichte dieses durch eine gestochene Palette mit einer gebogenen Linie (siehe diese auch obigem Selbstbilnis mit Hund), und als man ihm später sagte, dieses hätte man schon gewußt, (verwies) er (auf obiges) Blatt mit Columbus und dem Ei“. Résumé des Ganzen bildet die kleine Linienskizze 71 über die Haltung der Tänzer innerhalb der Randdarstellungen des zweiten Blattes. Alles duchnumeriert, zeigt Blatt I die verschiedensten Figuren – darunter der ein Todesurteil unterzeichnende Richter Bathurst (wiedererscheinend in „The Bench“ von 1758), dem ein mit einem Galgen bewaffneter Knabe die Schleppe trägt – , Köpfe, Gliedmaßen, Pflanzen und sonstige Dinge. Als Vorbild der Lokalität diente der Skulpturenhof des Freundes Henry Cheere Ecke Hyde Park, „recalling Clito’s yard which was the setting of Socrates’ discussion of beauty in Xenophon’s Memorabilia“ (Cat. Tate Gallery).
Gleichermaßen eingefaßt Blatt II mit seiner schönen ballmäßigen Darstellung des Englischen Tanzes (24-28,5 x 42,8 cm), an Hand dessen das Ideal von Schönheit + Anmut verdeutlicht wird. Und hier besonders dominant durch das vorn links ein wenig isoliert tanzende Paar, dessen Eleganz sich von dem eher bäuerischen Auftritt der übrigen Gesellschaft abhebt. Den Herrn übrigens verwandelte H. im 3. Zustand, nicht ohne Erwartung, in ein Portrait des zukünftigen George III. Auf dem Tanzboden, von den abgelegten Hüten der Herren tlw. verdeckt, auch das seidene Kissen als notwendigem Zubehör eines jeden Balles wegen des sogenannten Kissentanzes (cushion dance), einer Art von Cotillon. Als Vorbild dieser reichen Szenerie diente das Öl „The Dance“ von ca. 1745 als Bild VI von „The Happy Marriage“. Bezüglich des geistigen Hintergrunds macht der Katalog der Tate Gallery u. a. – generell siehe dort SS. 74-76 nebst auch Vergleichsabbildungen – auch auf folgenden Aspekt aufmerksam :
Der Oberrand auf Plattenkante geschnitten. Rückseits nur sehr partiell schwach stockig und nur auf Blatt II an zwei Stellen bildseits durchschlagend (ganz minimal links außen und nur unwesentlich mehr oberhalb des Tanzsaales). Beiliegt: The Analysis of Beauty. Written with a view of fixing the fluctuation ideas of taste. (London 1803.) Gr.-2°. SS. 17-44 (cpl.). Ungebunden in Kartoneinschlag. – „Readers … find a richer and subtler book than current ideas if it lead one to expect“ (Tate Gallery a. a. O.). Gleichwohl begegnete Lichtenberg dem Werk und seinem verschiedentlichen Aufscheinen auf anderen Blättern mit dem Bemerken, Hogarth „soll eine größere Eitelkeit hinsichtlich (der gemachten Entdeckung) gehegt haben, als auf jene Kunstwerke, die seinen Namen unsterblich machten“. Doch auch Friedmar Apel als Rezensent in der FAZ (23. 1. 1996) übersieht den Charakter eines sich seit spätestens 1745 (Selbstbildnis, siehe eingangs) durch das Werk ziehenden Credos mit seinen gewichtigen letzten beiden graphischen Ausklängen, siehe unten.
– Dasselbe in Kupferstich Riepenhausen’s. Bezeichnet: 87. (88.) / Designed by W. Hogarth. (1753.) / Riepenhausen (d.) S(s)c. / Plate I. (II.), Titel wie oben. 24 x 30,5-30,7 cm. Ohne Textbeigabe. – Riepenhausen’s Arbeiten nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden tlw. sogar den H.’schen Stichen vorgezogen. – Auf leicht getöntem minderen Papier. Blatt II gereinigt und mit vertikaler Quetschfalte außerhalb der linken Bildeinfassung.
– Dasselbe in Stahlstich um 1840. 13 x 15,5-15,9 cm. – Ohne Textbeigabe. – Blatt I leicht stockstippig und mit säurefrei hinterlegtem Kleineinriß im breiten Seitenrand.
(Statuary’s Inn Yard.) Kupferstich. Bezeichnet: Analysis of Beauty. Plate I. / Designed, Engraved, and Published by Wm. Hogarth, March 5th 1753, according to Act of Parliament. 39 x 50,5 cm. Das Eingangsblatt der Suite im Heath-Abdruck wie oben. – Oben rechts mit schwachem, die alleräußerste Bildecke noch tangierendem Wasserstreifen im breiten weißen Rand. Ein ganz minimaler weiterer in der linken oberen Papierecke. Zwei säurefrei hinterlegte Kleineinrisse im Außenrand.
(Country Dance.) Kupferstich von Thomas Cook gemeinsam mit seinem Sohn. Bezeichnet: Pl. II. / Analysis of Beauti. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1808. Bildgröße 14,4 x 17,8 cm. Das Schlußblatt, hier in der Cook’schen kleineren Wiederholung. – Innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. Dessen Randpartien schwach stockig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Das Selbstportraitmit der „ Analysis of Beauty “(Hogarth painting the Comic Muse.) Selbstbildnis in ganzer Figur vor Staffelei sitzend. Kupferstich. Bezeichnet: William Hogarth. 1764 . 40,5 x 35,5 cm. Nagler 43 + Kat. Zürich 95 m. Abb., beide 1758er Erstfassung gelegentlich der Ernennung zum Hofmaler Georg II, geschaffen unmittelbar nach dem Öl (Farbabb. Cat. Tate Gallery, S. 11). „Das Blatt wurde stark verkauft, so daß der Künstler wiederholte Ausgaben dieses Blattes veranstalten konnte … Einzelne Veränderungen … bei den verschiedenen Ausgaben …“ (Lichtenberg). Anstehende von 1764 mit dem Zusatz „Comedy 1764“ innerhalb der Säule rechts des Bildes auf der Staffelei, ansonsten mit aktualisiert-kurzem Untertext, nachdem Georg II. 1760 verstorben war. Bedeutsam gegenüber dem Öl die Aufnahme der „Analysis of Beauty“. Unten rechts gegen die Staffelei gelehnt, schaut aus dem Buch das erste der beiden Kupfer. Der darin entwickelten Schönheitstheorie mit der Wellenlinie als Kern entsprechen auch die Formen der Muse. Das Portrait unterstreicht somit in noch viel stärkerem Maße als das 1749er vorangegangene, wie langfristig immer wichtiger werdend Hogarth die „Analysis“ war. Ohne ihm darin beizupflichten, resümiert Lichtenberg gleichwohl über das Bild als solches:
Heath-Abdruck wie vor. – Der breite weiße Rand leicht stockstippig.
– Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: William Hogarth. 19,1 x 14,2 cm. Ohne „Comedy 1764“ und an den Seiten etwas verkürzt. Der Pinseltopf auf der Erde entsprechend zur Bildmitte versetzt. – Rechts auf Einfassungskante geschnitten.
Der Bär als Antithese zur„ Line of Beauty “Hogarth’s doppeldeutiger„ The Bruiser “ vor dem Finis(The Bruiser C. Churchill … in the Character of a Russian Hercules.) Der Literat Charles Churchill, dessen „Epistle to Hogarth“ den Meister ergrimmt hatte, in Gestalt eines kräftigen Bären, dessen einzige Nahrung würziger Porter zu sein scheint, dessen Krug er fest an sich drückt, vom frischen Schaume schleckend. Der Epistel hingegen besorgt es Lieblingshund Trump auf seine Weise. Zur Rechten weitere zeitpolitische Anspielungen. Kupferstich von Thomas Cook wie eingangs. Bezeichnet: Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook. / London Published by G. G. & J. Robinson Paternoster Row June 1st. 1800. 37,8 x 28,9 cm. Catalogue Tate Gallery 220 (2. Hogarth-Zustand, ohne Palettenüberlagerung entsprechend auch hiesiger Cook-Fassung) + Katalog Zürich 91 (7. Zustand mit der überlagernden Stich-Illustration), jeweils nebst Abbildung. Selteneres Blatt, für das in der Eile (August 1763) das 1749er Selbstportrait (siehe oben) herhalten mußte, aus dem H. sich selbst flugs herausnahm, um an seine Stelle den Widersacher ins Oval zu setzen. Einiges fügte er noch hinzu, die beiden Folianten-Titel – der dritte Band auch hier titellos – wurden angepaßt: Great George Street A List of the Subscribers to the North Britons + A new way to Pay old Debts, a comedy by Massenger. Auch „The Line of Beauty“ auf der Palette fiel angesichts eines solchen Rohlings dem Schliffe zum Opfer. – Ohne den Untertext der H.-Fassung. Churchill, ein heruntergekommener dichtender Geistlicher, war ein Parteigänger John Wilkes, an dessen North Briton-Gazette er mitarbeitete, die hier als lügenbestückte, die Karikatur erschlagende Keule versinnbildlicht wird. Indes, wie häufig, wuchs die Arbeit weit über ihren Anlaß hinaus. Zunächst führte die Fortnahme der „Beauty Line“ direkt zum Analysis Complex:
Zum andern der zu später Zeit vorgenommene Bildaustausch zu geistiger Reflexion:
Und ‚Was daraus folgen mag, weiß Gott. Finis.‘ meditierte er in diesem Zusammenhang. Doch
(Alles Cat. Tate Gallery S. 89.) ‚The Bruiser‘ als somit vorletzte Arbeit. Herrlicher Abdruck von strahlendem Hell-Dunkel auf festem Papier. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
– Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: C. Churchill. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1807. Bildgröße 17,5 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dessen Außenkanten leicht stockig.
Hierist selbst das Ende aller Dinge am EndeUnzerstörbar indes die beiden Konen zur„Analysis of Beauty“Davon die eine hier erstmalsTail Piece / The Bathos or Manner of Sinking, in Sublime Paintings, inscribed to the Dealers in Dark Pictures. Das Ende aller Dinge. Kupferstich von Thomas Cook wie eingangs. Bezeichnet: Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook. / Published by G. G. & J. Robinson Pater-noster Row December 1st. 1708. (recte 1808), ansonsten wie vor. 34 x 36,7 cm. Cat. Tate Gallery 222 + Kat. Zürich 94, jeweils die 1764er H.-Fassung und mit Abb. – Ausführlicher Untertext mit, neben Versen von Tacitus + Maximus Tyrius, wichtiger Bezugnahme auf die „Analysis of Beauty“ mittels zweier konischer Figuren in den beiden Außenfeldern. Während die rechte deren Figur 21 zitiert, ist die ähnliche linke neu, da
Es ist
Diese Konen haben in ihrer Unversehrtheit nur scheinbar mit dem Hauptbild über ihnen nichts gemein. Denn
(Cat. Tate Gallery). Und die FAZ vom 8. 11. 1997: „ Selten hat sich ein Künstler so ergreifend von der Welt verabschiedet. “ Es ist Hogarth’s letzte graphische Arbeit, sieben Monate vor seinem Tode. Künstlerisch ein Rückgriff auf Salvator Rosa, fußt der Titel auf Pope’s poetischem Gegenstück „Peri Bathous“ als seinerseits „a parody of Longinus’s ‚Peri Hypsous‘“. Entsprechend übergewichtet Lichtenberg („Verspottung der sogenannten akademischen Malerschule“) diesen Aspekt gegenüber der schlußendlichen Botschaft. Die Szenerie selbst von unerhörter Radikalität. Denn betroffen vom Verfall sind auch und besonders jene Attribute, die sonst ihrerseits das Ende der Zeit signalisieren. Wie Sense und Sanduhr, die hier ebenso zerbrochen sind wie Krone, Pfeife, Palette, Flasche, Glocke, das Wirtshaus „The Worlds End“ mit der brennenden Weltkugel als Schild, die Kirche sowie etliche andere Vanitassymbole. Die Uhr hat die Zeiger verloren, die Bäume sind so tot wie der Gehenkte – und Phoebus im brennenden Himmelswagens mitsamt seiner Pferde, allesamt in den bodenlosen Abgrund stürzend. Zu allem Überfluß haucht Saturn selbst als Gott sowohl der Zeit, sprich Tod, als des im Ackerbau begründeten Wohlstandes sein letztes „Finis“, derweil ihm das von den drei Parzen – Clotho, Lachesis, Atropos – bezeugte Testament entgleitet: alles dem Chaos. Kurz, „H. Nature Bankrupt“. Mit Ausnahme des Mannes in der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes, der sich noch ein wenig Lebens zu erfreuen scheint. Wie denn auch der Galgen noch steht. Denn „(d)en scheint auch die künftige Welt nicht entbehren zu können“ (so auf nachfolgender Heintz-Lithographie). Untergemischt schließlich verschiedene Wortspiele wie Schusterriemen + – leisten, im Englischen cobler’s end bzw. last, sowie das Tau-Ende und der Lichtstumpf (candle’s end). Herrlicher, nur wenig späterer Abdruck von strahlendem Hell-Dunkel und adäquater Breitrandigkeit und Frische dieses schönen Blattes Cook’s, der „sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ machte (Thieme-Becker) und als einziger der postumen Ausgaben das Originalformat wahrte. – Mit Wz. „1811 W Balston“; vgl. die Doppelmarke „J Whatman & W Balston 1813“ Heawood 117. – Im rechten Außenrand zwei kleine schwache Wasserränder. Die rückseitige partielle schwache Stockkigkeit bildseits nur an zwei Stellen der Himmelspartie ganz minimal wahrnehmbar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
– Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich. Bezeichnet: Design’d and Engrav’d by Wm. Hogarth. / Published according to Act of Parliamt. March 3d. 1764, ansonsten wie vor. 32,3 x 33,5 cm. – Heath-Abdruck wie oben.
– Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: The Bathos. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1807. Bildgröße 15,6 x 17,2 cm. Im Unterrand neben dem Titel nur noch die beiden konischen Figuren, unkommentiert, auch ohne den Verweis „Fig. 21“. – Sehr schöner Abdruck. – Innerhalb des sehr breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der am Unter- und rechten Seitenrand etwas altersgebräunt ist.
– Dasselbe in Kupferstich von Rahl wie oben. 19,5 x 23 cm. – Nur noch die reine Bildversion, wie auch die folgenden, und damit auch ohne den Analysis-Bezug.
– Dasselbe in Kupferstich von Riepenhausen wie oben. Bezeichnet: W. Hogarth inv. / R. d sc f. 21,5 x 23,5 cm. – Früher Abdruck .
– Dasselbe von Riepenhausen wie vor, doch auf leicht getöntem minderen Papier. 22 x 23,8 cm.
– Dasselbe von Riepenhausen wie vor im Abdruck von der im textlos gebliebenen Unterrand verkleinerten Platte um 1850 auf besonders festem Papier. 19,7 x 23,5 cm.
– Dasselbe in Lithographie von Heintz wie oben. Bezeichnet: 34. / Das Ende aller Dinge. / lith. v. C. F. Heintz. 20,5 x 20,7 cm. Mit ausführlichem dt. Untertext à la Lichtenberg: „… Nur eines hielt aus – Der Galgen. Den scheint auch die künftige Welt nicht entbehren zu können, darum bleibt er gleich stehen …“ – Die ganz schwachen Stockflecken fast nur gegen das Licht bemerkbar. – Gesamthaft zwar kräftiger, aber nicht ganz gleichmäßig zeichnender Abdruck.
– Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: Das Ende aller Dinge. 13,5 x 15,5 cm. – Auf leicht gebräuntem Papier.
(Frau U. C., 7. Juni 2004) |