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niemeyer's AHA!-Erlebnisse - aus Tradition aktuell

—  Juni  2005  —

 

Hundert  Jahre  Unabhängiges  Norwegen

Gratulation  aus  Deutschland

und  dankbares  Gedenken

für  jahrzehntelanges  Wirken  in  Dresden

des „bis  heute  größte(n)  Landschaftsmalers  Norwegens“,

Johann  Christian  Clausen  Dahl

(Bergen 1788 – Dresden 1857, 1934 umgebettet nach Bergen),

hier  denn

Arbeiten  des  Tiermalers  Siegwald  Johannes  Dahl

(1827 Dresden 1902)

des Sohnes aus der Ehe mit Emilie von Block, der Tochter des ehem. Kustos des Grünen Gewölbes, die bei dessen Geburt stirbt. 1847 gemeinsame Reise von Vater + Sohn nach Paris, um letzteren „in die Künstlerwelt einzuführen“. 1850 malt dieser den Vater in ganzer Figur (Museum Bergen), ein radiertes Porträt folgt 1854.

(Thieme-Becker VIII, 1913, 270 ff. + 274 f.)

 

Rehbock im Winterwald

Öl auf Holz. Bezeichnet: Siegwald Dahl 1880 (unten rechts) + Siegwald Dahl, Dresden Blasewitzer Str. 1. (rückseits oben). 54,5 x 63,5 cm. Unter schwerem, reichst ornamentiertem 12 cm breiten vergoldeten Rahmen d. Zt.

Siegwald Johannes Dahl, Roebuck in Winter Forest

Literatur

Boetticher, Malerwerke des 19. Jhdts., Dahl, 49
( „Rehbock im Winter“ ).

Ausstellung

Dresden, Kunstverein, 1880.

Das literaturdokumentierte stimmungsvolle Bild, von Dahl 1882 für die Verlosung des 1867 von Carola von Sachsen, Gemahlin König Albert’s von Wettin (1833-1907, Tochter des österreich. Feldmarschalls Prinz Gustav Adolf von Wasa + der Prinzessin Luise von Baden), zunächst namentlich für die Verwundeten des 1866er Krieges gegründeten Albert-Vereins (Rotes Kreuz) gestiftet.

Schon als 37jähriger Ehrenmitglied der Dresdner Akademie, war Siegwald Schüler seines Vaters, des Tiermalers Joh. Frdr. Wilh. Wegener und 1843/45 der Dresdner Akademie. „1851 besuchte er London, wohin Edwin Landseer ihn zog, wiederholt Paris und besonders  Norwegen , die Heimat des Vaters, die auch ihn zu mehreren Kompositionen anregte“ (Boetticher 1891).

„ D. ist in erster Linie Tiermaler; seine norwegischen und deutschen Landschaften stehen schon technisch hinter den

trefflichen  Darstellungen  aus  dem  Leben  der  Hunde , Pferde , Rehe , Vögel

zurück. Diese Genreszenen können sich hinsichtlich der liebevollen Beobachtungen mit denen Edw. Landseers messsen …

an  farbigem  Reize  übertreffen  sie  jene  sogar .

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluß hat D. in dieser Beziehung auf einen älteren Kunstgenossen, den genialen Ferd. v.  Rayski  ausgeübt, mit dem zusammen er alljährlich auf den Gütern ihrer Freunde … Naturstudien machte “

(Ernst Sigismund in Thieme-Becker).

Anstehenden  Bockes  Lichter  aber

heften sich gleich raffinierten Werbeblickes von der Litfassäule (etabliert 1855 in Berlin unter Mitwirkung des Circusdirektors Renz) an jeglichen Ihrer Blickwinkel, machen sein Wittern geradezu fühlbar, verhelfen Ihrer Pirsch zu seltener Höchstform von Erlebnis.

Der qualitätvolle Malträger mit der Markenprägung „Tachet brevete à Paris“ von Dahl umlaufend 4,5 cm angerändert,

wie  als  Zeichen  schöpferischer  Fortentwicklung  während  der  Arbeit

nicht ungewöhnlich und geradezu exemplarisch von Rubens bekannt. So denn auf unterem/oberem Teilstück auch erst bezeichnet. Mit der gleichwohl zwangsläufigen Folge von auch bildseits bemerkbarer Nahtrißbildung infolge des arbeitenden Holzes. Sonstige feine Rißbildungen im Unterbereich der Stammtafel selbst bildseits unauffällig. Der Zustand der Malerei ausgesprochen gut, der vergilbte Altfirnis unter teilweiser Aussparung der Signatur entfernt.
Angebots-Nr. 14.555  /  Preis auf Anfrage

Wo  die  Dominanz  des  zeitgenössischen  Rahmens

als  das  Ambiente  störend  nicht  willkommen  ist  alternativ

in 3teiligem zeitlos handwerklichen Holzrahmen nach Art des Hauses in Nachbildung einer Eigenfertigung eines Expressionisten per
Angebots-Nr. 14.555a  /  Preis auf Anfrage

 

Eingespannt

Siegwald Johannes Dahl, Eingespannt

Munter ausschreitender junger Einspänner in leicht umrissener Landschaft mit Reisig (?) im Wagen und dem Spitz vorneweg. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 179 x 228 mm.

Auf Zeichenkarton. – Thieme-Becker’s Wertung seiner Porträtzeichnungen

„ Zeichnungen  von  z. T.  außerordentlicher  Feinheit “

entspricht auch der hiesigen und den folgenden.
Angebots-Nr. 14.556 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 424.) + Versand

 

Begleitet  die  Mutter  bei  der  Arbeit

Siegwald Johannes Dahl, Begleitet Mutter

Fohlen linksseits der allein an zweispännigen Milchwagen geschirrten Stute in beidseits munterem Lauf und dem Spitz auf dem Bock. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 182 x 232 mm.

Auf dünnem Papier, aufgelegt auf Zeichenkarton, von dem sich die linke weiße Unterecke gelöst hat.
Angebots-Nr. 14.557 / EUR  370. / export price EUR  352. (c. US$ 455.) + Versand

 

Zusammengebrochen

Siegwald Johannes Dahl, Zusammengebrochen

Der Ulan bei seinem früherem, jetzt vor einem zweispännig gezogenem, hoch mit Steinen beladenem Fuhrwerk zusammengebrochenem Pferd. Bedrückte Alte + Junge bilden die Kulisse. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder) + vierzeilig in Bleistift: Zusammengebrochen u. … von dem Ulanen … wieder erkan(n)t, welcher aber vom Kutscher weggewiesen wird! 173 x 225 mm.

Auf leichtem Zeichenkarton. – In allen Partien von reicher Erzählkraft.
Angebots-Nr. 14.558 / EUR  378. / export price EUR  359. (c. US$ 464.) + Versand

 

Kann  sich  nicht  mehr  lagern!

Siegwald Johannes Dahl, Kann sich nicht lagern

Zwei Pferde im Stall, deren linkes es dem rechten nicht mehr gleichtun kann. Jenseits eines von Hühnervolk besetzten Mauersimses die Treppe zum Heuboden. Lavierte Pinselzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Pinsel), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 175 x 225 mm. – Auf leichtem Zeichenkarton. – Warm empfundenes Sujet.
Angebots-Nr. 14.559 / EUR  370. / export price EUR  352. (c. US$ 455.) + Versand

 


 

„ vielen Dank für die schnelle Zusendung des Buches ‚Der Ahorn‘. Ich freue mich insbesondere, weil dieses Buch mein Opa geschrieben hat und es somit für mich eine große Bedeutung hat. Viele Grüße aus Berlin “

(Frau U. C., 7. Juni 2004)