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niemeyer's AHA!-Erlebnisse - aus Tradition aktuell

—  August  2005  —

 

August  –  Segelzeit

 

Horst Janssen, Backhuizen

Janssen, Horst (1929 Hamburg 1995). Backhuizen grüsst Stubbe / zum 7. 6. 1988 Liebster alter Freund Wolf Stubbe – ich habe heute so gar keine Lust auf A. Waterloo (-) aber dies vo(n?) Herzen. Holländische Herrenjacht mit geblähten Segeln, großer Flagge am Spiegel + Wimpel am Mast auf bewegtem Wasser. Links seitlich von dieser eine kleine andere. Am Ufer winziger Angler. Kaltnadelradierung in Blau + Schwarz. Hs. signiert, ebenso in der Platte und dort ansonsten bezeichnet wie vor. 23,1 x 14,2 cm.

Kruglewsky 97. – Trockenstempel Griffelkunst. – Auf Japanbütten. – Herrlicher gratiger Druck mit schönem Plattenton und dem vollen Rand von 1,9-3,2 cm. – Janssen’s intimer Geburtstagsgruß für den Direktor des Hamburger Kupferstichkabinetts em. und Sammler Wolf Stubbe (Stettin 1903 – Hamburg 1994), für den Kunst unteilbar war und im Zweifelsfall ein „Wagen Sie etwas!“ dazugehörte, wie sich Ernst Nolte gelegentlich der Teilauktion seiner Sammlung im Juni 2000 ebenso erinnerte (H+N 348, S. 6).
Angebots-Nr. 28.603 / EUR  390. / export price EUR  371. (c. US$ 479.) + Versand

 

Großformatige , ebenso  schöne  wie  detailreiche

Darstellung  eines  holländischen  Schiffes  auf  Reede

Hollar, Wenceslaus (Prag 1607 – London 1677). Nauis Bellica Hollandica. Dreimastiger Eindecker mit ausgerannten Kanonen vor Anker nach rechts. Die Fock gefiert, an Deck zahlreiche Matrosen. Rechts in Mittel- und Hintergrund paarweise vor Anker vier weitere Dreimaster, ganz links am Horizont ein fünfter unter Segeln. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: WHollar fecit / 1647, ansonsten wie vor. Blattgröße 14,4 x 23,4 cm.

Wenzel Hollar, Nauis Bellica Hollandica

Aus der 12blättrigen Folge holländischer Schiffe Parthey 1261-72 ( Davidsohn 509 [1920]:

„ Sehr  selten “

und  komplett  kaum  vorkommend )

von 1647, hier vorliegend im ersten Zustand  vor  Adresse + Numerierung. – Nicht in der reichen Hollar-Passage bei Baron Lanna (1895), der neben einer mutmaßlichen Kopie des Titels lediglich zwei Blatt der Folge besaß, davon eines zudem nur im zweiten Zustand mit der Nummer unten rechts, und auch fehlend im 1984er Berliner Ausstellungskatalog, der nur drei andere Blätter der Folge aufführt. – Vgl. die Zeichnung eines gleichfalls nach rechts vor Anker liegenden Dreimasters mit gefierten Rahen (Abb. Frontispiz zu Hollar’s Journey on the Rhine, Prag, 1965). – Großes Wappen-Wasserzeichen. – Warmtoniger, gleichmäßig schwach gebräunter Abdruck mit bis zu 2 mm breitem umlaufenden Papierrändchen um die Einfassungslinie. Links oben von alter Hand in Tinte „500“. –  Selten + begehrenswert .
Angebots-Nr. 28.779 / EUR  1480. / export price EUR  1406. (c. US$ 1816.) + Versand

 

Kriegsschiff der Hansa 17. Jhdt.

Hansa im 17. Jahrhundert, Kriegsschiff der. Kämpfend mit schweren Brechern, das Besansegel zerfetzt, doch unverändert stolz der Wappen-Spiegel mit dem doppelköpfigen Adler. Holzstich des Monogrammisten O. H. nach Gustav Schönleber (Bietigheim 1851 – Karlsruhe 1917) bei A. Cloß, Stgt. (1880-81.) Bezeichnet: G. Schönleber / A. Closs. X. I. O. H. sc., ansonsten wie vor. 23,5 x 18 cm.
Angebots-Nr. 8.259 / EUR  95. (c. US$ 123.) + Versand

 

Eine  Seekarte  aus  der  Zeit  des  Sonnenkönigs :

Die  Nordseekarte  des  Neptune  françois  –

dem  größten  +  schönsten  Seeatlas

Carte de la mer d'Allemagne

d’Allemagne, Carte de la Mer, Contenant les Bancs Isles et Costes Comprises depuis Bergen et les Isles Schetland jusque au Pas de Calais. Mit zwei Windrosen, 5fachem Längenbezug sowie engl., franz. und deutschem Meilenzeiger. Kolor. Seekarte in Mercatorprojection 1 : 1,55 Mill. in Kupferstich von Herman van Loon. (Paris, Imprimerie Royale, 1693). Bezeichnet. 61,2 x 85,9 cm.

Vgl. Koeman M. Mor 1, 5 + Phillips 517 + 2848. – Auf besonders festem Bütten mit großem figürl. + mehrzeil. typogr. Wzz. – Vereinzelte winzige Randeinrisse namentlich in den breiten weißen Seitenrändern sowie zwei stecknadelkopfkleine Löcher in Bugnähe am oberen Kartenrand säurefrei hinterlegt. Hier auch ein sich zunehmend verjüngender, 28 cm ins Bild hereinreichender, indes nur wenig bemerkbarer, da weitgehend den Küstenlinien folgender Wasserrand. In der unteren Kartenhälfte unbedeutende vom Druck herrührende Quetschfalten. Ansonsten von unverbrauchter Frische, wie denn schon Koeman zum gesamten Neptune konstatiert:

„ Its charts are larger and more lavishly decorated than those of any preceding book of this kind … This magnificent work was intended more as show-piece than something to be used by the pilots at sea. “

Abdruck von der französischen Originalplatte mit dem von drei Lilien geschmückten Anker-Signet des 1720 gegründeten Depot des Cartes et Plans de la Marine, das die Platten des Neptune françois 1751 übernommen hatte (Lex. d. Kart. Bd. C2, S. 734) und dem Preisvermerk „trente Sols“. Auf der gleichzeitigen Amsterdamer Kopie Pieter Mortiers erschien an Stelle von Signet und Preis dessen „Faite par Ordre du Roy, à Paris 1693“, alle späteren Ausgaben tragen Mortiers eigene Adresse.

Eine der Windrosen mit der Sonne Ludwigs XIV. – Unter den Sänden herausragend die Doggerbank, besonders instruktiv aber die von zahlreichen Tiefenangaben erschlossene Darstellung der Watten Nord-, Ost- und Westfrieslands sowie der Sände im Kanal, dem Mündungsgebiet der Themse und in The Wash. – Die norwegische Küste von etwa Nordfjord auf 62° nördl. Breite bis zum Oslofjord, die dänische noch mit Skagen und Randers im Kattegatt. Deutscherseits Elbe und Weser bis Hamburg bzw. Bremen + Delmenhorst, auf holländischer Seite die gesamte Zuyderzee und weiter über Zeeland einschließlich Antwerpen bis Cap Gris-Nez. Die englische Ostküste von den Orkneys über Cape Strathy – Dornoch – Firth of Forth bis hinauf nach Stirling – die Themse bis London sowie die Kanalküste bis etwa Hastings.

Eine  klassische  Karte  hiesiger  Gewässer  –  instruktiv + großartig  zugleich .

Angebots-Nr. 28.019  /  Preis auf Anfrage

 

Prachtvoller  Abdruck

der  großformatigen , reichbewegten  Darstellung

des  letzten  Treffens  im  ersten  Holländisch-Englischen  Krieg ,

zu  dessen  Beginn  Admiral  Marten  Tromp  fiel

Tromp – Abbildung deß Bludigen See Treffens zwischen den Holländern, und Engeländern, so drey tage gewehret, Geschegen im augusto, Anno. 1653. Überaus dichtes Geschehen während der Seeschlacht bei Scheveningen unter den Admiralen Tromp und Monck. Im Vordergrund im Wasser und in Booten Überlebende der sinkenden Pellican, im Hintergrund die Küste von Egmont op Zee, Wijck op Zee und Zandvoort. Titelbanderole oben in der Himmelspartie sowie Legendenschriftband A-T und 1-20 am Unterrand. Kupferstich bei Merian Söhne. Ca. 1663. 29,8 x 38,7 cm.

Seeschlacht bei Scheveningen 1653

Wüthrich III, 199. – Aus dem Theatrum Europaeum (1629-1718). – Unten links von alter Hand in Bister „5“. – Die zwei vertikalen Bugfalten in der Mitte bzw. rechts wie auch eine ebensolche, wohl vom Falz herrührende leichte Quetschfalte bei der mittleren weitgehend, das noch die Einfassungslinie der rechten Oberecke betreffende Eselsohr gänzlich geglättet. Einige wenige kleine Einrisse im weißen Oberrand und kleine dünne Stelle im früheren Falz säurefrei hinterlegt. – Die im Aufbau ähnliche Wiedergabe des Geschehens durch Visschers „Laeste Zee-Slacht des manhaft. Ridders M. H. Tromp“ – wenngleich seitenverkehrt; vgl. Abb. Chatterton, Old Ship Prints, Tafel zw. SS. 70/71 – hier deutlich verdichtet.
Angebots-Nr. 28.784 / EUR  780. / export price EUR  741. (c. US$ 957.) + Versand

 

Der  spektakuläre  Seesieg  vom  13.  August  1704

in  der  Schlacht  von  Málaga ?

Baston’s  Verbrennung  einer  feindlichen  Flotte

in  lavierter  Federzeichnung  auf  Pergament

als  Feinstes  vom  Feinen

Baston, Thomas. Furit Imissis Vulcanus habenis, Transtra per et remos et pictas abjete puppes. Verbrennung einer Flotte durch Granaten britischer Schiffe. Vorne links ein brennender Dreidecker mit gekröntem Löwen als Galionsfigur. Auf dem Wasser zahlreiche teils mit mit Musketen bewaffneten Seesoldaten besetzte Kutter. Grau lavierte Federzeichnung auf Pergament. Unten rechts bezeichnet: TBaston F. 1720. sowie aus Vergil’s Æneis wie oben. 182-191 x 283 mm.

Sehr  fein  ausgeführte , atmosphärenreiche  Arbeit  Baston’s

zu Blatt 21 der „Twenty-two Prints of several of the Capital ships of his Majesties Royal Navy with Variety of other Sea Pieces after the Drawings of T. B.“, die 1721 „unter seinem Namen nach seinen Zeichnungen, aber von verschiedenen Künstlern gestochen“ bei T. Bowles in London erschien und erst Thieme-Becker III, 27 mit 22 Blatt komplett bekannt war. Nagler I, 317 kannte Baston als Zeichner und Stecher, aber nur 9 Blatt der auch im Scheepvaart Museum fehlenden, erst in jüngster Zeit mit US$ 20.000 hochbezahlt verhandelten Folge.

Mit  dem  zugehörigen  zeitgenössischen  Kupfer  im  Gegensinn

von Elisha oder Elizabeth Kirkall (Bezeichnet: 21 / TBaston delin. / E. Kirkall Sculp., ansonsten wie die Zeichnung nebst Zusatz „Vergil“. 21,7 x 31,7 cm). Ersterer (Sheffield um 1682/92 – 1742) arbeitete nach Baston das kgl. Schiff „Britannia“ in Schabmanier. Seine Gattin Elizabeth (bis nach 1707) stach lt. Walpole u. a. vier Seestücke; vgl. Thieme-Becker + Nagler).

Thomas Baston, Verbrennung der feindlichen Flotte

Die Zeichnung dreiseits knapp außerhalb der Einfassungslinie geschnitten und lediglich unten mit gleichmäßigem Rändchen von 3-4 mm. Die von der Handwärme des Künstlers herrührende minimale Wellung – vgl. Meder, Handzeichnung, 169 – kaum wahrnehmbar und lediglich im Untertextfeld zu einer Quetschfalte verlaufend. Im übrigen hier und da ganz geringfügig berieben.

Das Kupfer in frühem, kräftigem Abdruck auf besonders schwerem Bütten mit großem Lilienwappen mit Krone. Dessen überaus üppiger Papierrand in den Außenpartien tlw. zeitspurig und mit etlichen säurefrei hinterlegten Randeinrissen.

Von  absolut  unübertroffenem  Reiz  für  jede  Sammlung

die  Gegenüberstellung  von  Ursprungszeichnung  und  Kupfer :

Erscheinen die Flammen der brennenden Schiffe im Kupfer nahezu gegenständlich, die Einzelheiten der Schiffe in scharfer Klarheit, so vermeint man auf der Zeichnung die flimmernde Hitze geradezu zu spüren.

Solche Gegenüberstellung indes – bedingt sowohl durch den Unikatcharakter einer Originalzeichnung als solche wie auch die häufige Unauffindbarkeit –

eine  nur  äußerst  selten  sich  bietende  Gelegenheit

und  absolute  Bereicherung  nicht  nur  jeder  maritimen  Sammlung .

Angebots-Nr. 28.821  /  Preis auf Anfrage

 

Die  prachtvolle  Panoramaansicht

Amsterdam

mit  zahlreichen  Schiffen  im  Hafen

Amsterdam. Mit Wappen. Gesamtansicht von See. Von 2 Platten gedruckter Kupferstich bei Caspar Merian (Frankfurt/Main 1627 – Holland 1686). (1654.) Bezeichnet. 21 x 71 cm.

Mit 24 Objektkennzeichen. – Eine der begehrtesten Ansichten aus dem Merianschen Topographiewerk, dem von Matthäus’ jüngstem Sohn Caspar herausgegebenen Band der Niederlande. – Mit den zwangsläufigen Bugfalten, im übrigen sehr schöner, breitrandiger Abdruck.
Angebots-Nr. 8.581 / EUR  1176. / export price EUR  1117. (c. US$ 1443.) + Versand

 

Kadettenausbildung :

Schiffstypen  und  Strategien  der  französischen  Marine

Ozanne, (Nicolas). Marine militaire ou recueil des differens vaisseaux qui servent a la guerre suivis des Manœuvres qui ont le plus de raport au combat ainsi qua l’ataque et la defense des ports. A. Paris. Chez l’auteur, rue S. Thomas du Louvre. la 4e. Porte Coch. à gauche en entrait par la rue S. Honoré, (1762). 4°. 2 Bll. gest. ornament. Titel und illustr. Wappendedikationsradierung, 50 Bll. mit

50   ( 1 doppelblattgroßen )   ganzseitigen   Radierungen ,

davon 45 mit reizvoller, auf den radierten Text bezogener Schiffs- bzw. Flottenillustration im oberen Drittel und – meist – Kursskizze, Legende oder kleiner Vignette im Unterrand sowie 5 ganzseitigen Textradierungen, darunter Dedication, Einleitung + Tafelverzeichnis. HPgt.-Bd. m. kalligraph. Rückentitel „Marine Militaire a la Guerre“.

Nicolas Ozanne, Marine militaire

Cat. Nederl. Scheepvaart Mus. 750; Cat. gen. 128, 786; Kat. Ornamentstich-Slg. Bln. 1463; Polak 7234; Cohen-R. 778. – Spätere Ausgabe mit der zusätzlichen Adresse „Chés J. François Chereau rue S. Jacques auec 2. Pilliers d’Or“ im Unterrand des Titelkupfers. – Typograph. + figürl. Wzz.-Fragmente. – Dediziert Duc Etienne-François de Choiseul (1719-1785), Generalleutnant und Kriegs- + Marineminister sowie Ritter vom Goldenen Vlies. Sein Wappen von Kette, Krone und Königsorden sowie maritimen Insignien wie Segel, Flagge, Spiere, Blöcken und Netz umgeben. – Ganz vereinzelte Tafeln gleichmäßig schwach gebräunt, zwei Lagen mit leichtem Wasserrand in weißen Unterrand. Von der etwas stärker betroffenen Titelei + Dedication sowie einer Tafel mit größerem hellen Braunfleck in der Bildpartie abgesehen nur hier und da kleinere Farb- oder Braunflecken und gesamthaft

sehr  schönes  sauberes  Exemplar

dieses  überaus  reizvollen  Lehrbuches .

Einleitend Darstellung und Beschreibung der verschiedenen in der Marine verwendeten Schiffe von 120, 90, 80, 74, 64, 50, 40 und 12 Kanonen, ferner Brander, Fleute, Bombardiergaleote, Schaluppe, Galeere + Galeasse, Brigantine, Schebecke und Boote.

Hieran anschließend die zahlreichen für Marsch, Gefecht, Verfolgung oder Rückzug, Angriff oder Verteidigung eines Hafens festgelegten Geschwaderbewegungen illustrierend, erläuternd und aufzeigend. Darunter neben der klassischen erstarrten Linie der Kampf Bord an Bord liegender Schiffe, das Einbrechen in die feindliche Linie sowohl nach Luv als auch nach Lee, dem Gegner den Wind zu nehmen, ihn zum Gefecht zu zwingen oder ihm auszuweichen, die Erzwingung einer Durchfahrt, auf der Reede, Anlandung von Truppen an einem Brückenkopf sowie allgemeine Anordnungen für die Marschfahrt.

Und  somit  all  die  taktischen  Bereiche  des  Seekrieges  abdeckend ,

die  die  Kadetten  lernen  müssen ,

um  als  Offiziere  zunächst  die  Ordres  der  Kommandeure  erfüllen ,

später  auch  selbst  solche  geben  zu  können .

Angebots-Nr. 28.783  /  Preis auf Anfrage

 

Allein  schon  die  Illustrationsfülle

das  anregendste  Vergnügen

und  das  ganze  Buch

einfach  eine  Zierde  im  Bücherschrank

Ruyter – Blok, P(etrus). J(ohannes). Michiel Adriaanszoon de Ruyter. Mit großen Vignetten, zahllosen Initialen sowie 100 Abbildungen im Text und auf 54 (8 dblgr., 3 kleinen, 2 mitpag.) Tafeln. ‘s-Gravenhage, Martijnus Nijhoff, 1928. Gr.-4. XX, 454 SS. OLwd.-Bd. mit detaillierter Marine-Goldprägung und marmor. Vorsatz. Kopfgelbschnitt. Zweiseits unbeschnitten.

Titel in Rot + Schwarz. – Rücken verblichen, namentlich der Rückdeckel ganz minimal berieben. Frontispiz + Titel großflächig von früherer Einlage gebräunt, doch, da jeweils gesamtes Bild bzw. Satzspiegel umfassend, diese nicht wesentlich beeinträchtigend. – Zweiseits herrlich breitrandig.

Besonders schön der goldgeprägte prächtige Dreimaster mit zwei Decks auf dem Vorderdeckel, ferner große Hecklaterne und Ankerwappen auf dem Rücken, das aus Kreuz, Reiter, Dreimaster und Kanone gebildete persönliche Wappen mit dem Wahlspruch PUGNANDO auf dem Rückdeckel und die zu Knoten gebundene Tampeneinfassung.

Die  monumentale  neuzeitliche  Monographie  des  legendären  Admirals

(Vlissingen 1607 – Syrakus 1676) – in Holländisch – , auf schwerem Bütten, unter Einbezug praktisch des gesamten zeitgenössischen Illustrationsmaterials als da sind Portraits, Seekarten, Gefechte, Veduten + Lokalitäten, Urkunden, Wappen, Siegel etc. – Unterteilt in 16 Kapitel, bilden die drei holländisch-englischen Kriege zwar einen Schwerpunkt, doch nicht minder detailreich die weit ausgreifenden übrigen Stationen dieses großen Lebens, in dem sich zugleich die Weltgeltung dieses kleinen Landes in seinem größten Jahrhundert widerspiegelt, da Seemacht, Wirtschaft und Kunst einen Dreiklang bildeten. – 10seit. Detail-Register.
Angebots-Nr. 28.810 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

 

„ … the most spectacular type of maritime cartography ever produced “

Carte Nouvelle des Costes de Hollande, Zeelande, Flandre, Picardie & Normandie, depuis la Brille jusques à Dieppe, auec une Partie des costes d’Angleterre, depuis l’emboucheure de la Tamise, et les Isles Voisines jusques à Brevesier, ou l’on Voit tous les Ports de Mer, Bancs des Sable & Rochers. A L’Usage des Armées de sa Majesté Britannique. Dressé sur les Memoirs les Plus Nouveaux. Mit

pyramidal  aufgebauter , reichstgeschmückter  Kartusche  zur  Rechten

(25,8 x 30,5 cm), unter dem vom Kurhut überwölbten bayerischen Wappen, zu dessen Seiten zum einen Poseidon nebst der wehrhaften Athene als Beschützerin der Städte, zum andern  Merkur  als  Förderer  des  Handels  und  der  Wohlfahrt ,

seewärtige  Hafen-  und  Stadtansichten  von  Dünkirchen + Calais

(8,6 x 26,2 bzw. 6,5 x 18 cm) präsentierend, und als Gegengewicht

Dedicationskartusche  für  Maximilian II. Emanuel  von  Bayern  zur  Linken

(16 x 21 cm) verziert mit der Zirbelnuß des Augsburger Wappens und abermals Athene, doch hier als Göttin der Weisheit, sowie 2 Puttos, deren einer Zirkel und Karte (?) hält, 2 Windrosen und dreifachem Meilenzeiger. Auf dem Wasser schließlich zahlreiche teils in Gefechten engagierte Schiffe. Sparsam kolor. Seekarte in Mercatorprojektion 1 : 400.000 in von 2 Platten gedrucktem Kupferstich von Romein de Hooghe (1645-1708) bei Pieter Mortier in Amsterdam. 1693 (recte nicht vor 1694, s. Koeman S. 427, Sp. 2). Signiert, datiert, bezeichnet. 60 x 94,8 cm.

Carte Nouvelle des Costes Hollande

Koeman M.Mor 5, 1. – Vgl. Phillips 2835. – Auf festem Bütten. – Links unter knappem Anschnitt der Breitengrade innerhalb der Einfassungslinie geschnitten, rechts mit schmalem, oben und unten breiterem weißen Papierrand. Namentlich die linke Hälfte mit schwachem von der Faltung herrührendem Bräunungsabdruck der gegenüberliegenden Seite.

Die erste Karte aus dem als zweiter Teil zum gleichen Jahres nach französischen Vorlagen bei Mortier erschienenen Neptune François gedachten Atlas Maritime mit 9 Karten de Hooghe’s:

„ the  most  expensive  sea-atlas  ever  published  in  Amsterdam

in  the  17th  century . Its  charts  are

larger  and  more  lavishly  decorated

than  those  of  any  preceding  book  of  its  kind “

(Koeman, Atlantes Neerlandici, Bd. IV, S. 424).

Neben verschiedenen Erläuterungen örtlich vorherrschender Meeres- und Gezeitenströme die zahlreichen Sände insbesondere innerhalb Zeelands sowie vor Flandern und in der Themsemündung sowie Tiefenangaben und Ankerplätze verzeichnend. Darüberhinaus noch nach Vorbild der Schetskaarten mit der

Vertonung  sämtlicher  Küsten .

Die Kartuschen ganz in ihrem tiefen Schwarz belassen, wie in den altkolorierten Kartenwerken jener Zeit bis hin zum legendären Atlas des Großen Kurfürsten für Karl II. von England immer wieder bewußt gehandhabt. Auch heute noch betrachten besonders kenntnisreiche Sammler jegliches Kolorit als ein Sakrileg gegenüber der Schönheit der eigentlichen Graphik, deren hiesiger kontrastreicher früher Druck selbst noch schwache Schriftlinien erkennen läßt.

Die kontinentale Küste von Zeeland mit Dordrecht und Brielle über Oostende , Dünkirchen , Calais bis Dieppe , britischerseits von den Seven Cleaves in der Nähe von Hastings über Rye , Dover , New Foreland über die Themsemündung bis Walton-on-the-Naze . Die Themse selbst hinauf bis Halfwegsboomen westl. Detfords . Landeinwärts bis Antwerpen – Mecheln – Gent – Tourcoing – Lille – Abbeville reichend . – Und somit nicht nur die Ereignisse jener Jahre widerspiegelnd, sondern auch und vor allem die

gleichermaßen  dekorative  wie  instruktive  Karte

eines  ebenso  vielbefahrenen  wie  schwierigen  Seegebietes .

Angebots-Nr. 28.017 / EUR  1892. / export price EUR  1797. (c. US$ 2321.) + Versand

 

Herrliche  Drucke

und

„ a  noted  engraver  of  perspective  views “

Todeschi, Pietro (tätig Bologna 1670-90). Schiffbruch im Sturm an der Küste. Jeweils drei Schiffe, darunter zwei Galleeren, werden vom Sturm auf die Küste geworfen. Dort jeweils Kastell mit Turm sowie mit der Bergung von Treibgut beschäftigte kleine Figurinen. 2 Blatt. Kupferstiche bei Giuseppe Longhi (tätig Bologna um 1644-80). Bezeichnet: Pietro Todeschi fecc. / Giosef Longhi forma. Blattgröße 13,9-14,3 x 20 cm.

Pietro Todeschi, Schiffbruch im Sturm I

Dreiseits auf oder knapp innerhalb der Bildeinfassung geschnitten, unten unter teilweisem Anschnitt der Signaturen im breitem weißen Plattenrand. Ein Blatt verso braunstippig. –  Herrliche  Drucke.

Pietro Todeschi, Schiffbruch im Sturm II

Todeschi – „a noted engraver of perspective views“ (Library of Congress), in seinen Lebensverhältnissen indes weitgehend unbekannt – stach etliche Karten holländischer Kartographen nach, darunter 1673 Blaeu’s vier Wandkarten der Kontinente. – Von Longhi ist neben Curti’s um 1644 erschienenem „Ad Vivum Exprimebat“ mit 31 Nachstichen nach Robert’s „Variae ac multiformes florum species“ der gemeinsam mit Carlo Scotti um 1680 verfertigte Nachstich der 1660er Erstausgabe von Frederick de Wits großer Welt-Wandkarte bekannt.

Hier  denn  aber  zwei  Arbeiten  eigener  Erfindung ,

zwei  Marinen  aus  frühem  großen  Jahrhundert .

Angebots-Nr. 28.815  /  Preis auf Anfrage

 

Ebenso  instruktiv  wie  farblich  dekorativ

Orlogs oder Kriegs-Schiffs mit völligen Tow oder Seilwerck Flaggen u. Wimpel auch Vor und Hintertheil, ingl. eines Boots und Chalouppe und anderes mehr, Vorstellung eines. Der obere Teil dominiert von der mit zahlreichen Nummern versehenen Darstellung eines Dreimasters mit Takelage, Flaggen und Wimpeln, doch ohne Segel. Zu den Seiten seitliche und Frontalansicht des Bugs sowie kleinere Heckansicht. Ferner Seekompaß, Kompaßrose mit den Bezeichnungen der Himmelsrichtungen und Booten bei Ankerwache und Einholen des Ankers. Im unteren Viertel

Orlogs oder Kriegs-Schiff mit völligen Tow oder Seilwerck Flaggen u. Wimpel

„ Profil  eines  Capital  Kriegs  Schiffs  so  96  Canonen  führet “

bis hin zu Tauen, Fässern und Säcken in den Lasten. Seitlich davon Schiffskamele und Schaluppe + Boot in Aufsicht, Durchschnitt sowie von vorn und hinten sowie Grad- und Spiegelbogen. Kolor. Kupferstich. Bezeichnet wie vor. 19,8 x 23,4 cm.

ARCHITECTURA MARINA V. – Posthorn-Wz. – Oben + unten 0,7-0,9, an den Seiten 2,1 bzw. 1,3 cm Papierrand. Vereinzelte kleine, ganz schwache Stockstippen im Bild, lediglich einer im rechten Platten- + Papierrand etwas größer. – Zwei völlig geglättete Längsfalten, eine bildseits unsichtbar. – INSTRUKTIVES  REICHES  BLATT  VON  ZUDEM  SEHR  SCHÖNER  FARBWIRKUNG .
Angebots-Nr. 28.858 / EUR  498. / export price EUR  473. (c. US$ 611.) + Versand

 

Das  Lexikon  des  Ostindienfahrers

in  bibliophiler  französischer  Bindung

Bourdé (de Villehuet, Jacques Pierre). Manuel des Marins, ou Dictionnaire (II: Explication) des Termes de Marine. 2 Bde. L’Orient, Le Jeune fils, 1773. 271; 278 SS., 1 Bl. Errata. Zeitgenöss. delikat hellbraun marmor. Ldr.-Bde. m. goldgepr. Rücken, Stehkantenvergoldung sowie marmor. Innenspiegeln + Vorsätzen und blauen Lesebändchen. Rotschnitt.

Erste Ausgabe. – Nicht bei Polak, Bibliographie maritime française. – Im Katalog des Nederlands Scheepvaartmuseum nur die postume 1799er 2. Ausg. – Gedruckt in der Imprimerie de la Veuve de Jean Nicolas Galles in Vennes. – Verblaßter Name auf Titel von Bd. I. – Bd. I, S. 270 fehlpaginiert als „370“. – Deckel und Stehkanten von namentlich Bd. II nur wenig bemerkbar etwas berieben. Dieser auch mit Papierquetschungen im breiten weißen Rand unten rechts anfangs bis S. 28, dann wieder ab S. 137 sowie Eselsohr S. 23 oben rechts. Ansonsten in beiden Bänden verschiedentliche ganz schwache Biegespuren in der rechten oberen Ecke. Mit Ausnahme von sehr vereinzelten papierbedingten stecknadelkopfkleinen Rostfleckchen und einem schwachen kleinen Braunfleck im Text von I, 137/8

blütenreines , breitrandiges  Exemplar

dieses  seltenen  Marine-Lexikons

in  zudem  augenschmeichelndem  französischen  Einband .

Angebots-Nr. 28.554 / EUR  790. / export price EUR  751. (c. US$ 970.) + Versand

 


 

„ im Internet habe ich in Ihrem Katalog das vorgenannte Werkverzeichnis … gefunden …

Mit Interesse habe ich auch Ihren offenen Brief an die Herausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.7.2003 gelesen, zumal ich (bei früherer Gelegenheit) … mir … von der Frankfurter Allgemeine Zeitung den Vorwurf des ‚Kulturglobalisten‘ gefallen lassen mußte … “

(Herr A. G., 8. Dezember 2003)