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„ Der allgegenwärtige Meister – hier aber entschlüpft der Kenntnis seiner Werkbearbeiter “ lautete einer der roten Fäden der hiesigen Jubiläums-Schrift zum 300. Ridinger-Geburtstag zu des Zeitgenossen Mellin „Versuch einer Anweisung zur Anlegung … der Wildbahnen“, den letzterer vor 226 Jahren zeitüberdauernd unternahm, nicht zuletzt, eben, dank eines Ridinger’schen Schweißhundes, der „eben so unentbehrlich ist (wie der vorbeschriebene Leithund), wenn er Wildpret zu pürschen hat“. Und indem die ridinger handlung im nun auslaufenden Jahr zunehmend um Bildrechte aus des Meister’s Œuvre auch seitens durchaus entlegenerer Interessentenkreise angegangen wurde – so etwa eines englischen Universitätsprofessors für sein in amerikanischem Universitätsverlag erscheinendes Werk, an Hand des Parforce-Jägers mit der Meute (Th. 115) aus der Falconiers-Suite „to document the art to play with the one hand the ‚Trompe Dauphine‘ or ‚Cor Dampierre‘ and by the other to control the horse“ , eines bayerischen Kurortes, in waldiger Höhe seiner Seilbahnstation mittels Plakatierung der Ursprungszeichnung zur Wolfsgrube Th. 41 der Fürstenlust-Folge an wieder aktuell werdende frühere Mitjäger zu erinnern , in Amerika dieselbe Zeichnung zur Illustrierung einer Übersetzung von Löns’ „Werwolf“ zu nutzen oder anderwärts mit Hirsch + Sau Warenetiketten aufzuwerten – so sind all dies gute Markt-Signale für eine sehr erfreuliche Weiterentwicklung des Bekanntheitsgrades der Marke Ridinger. Doch auch zum politischen Zeitgeschehen erwies sich der Meister à jour indem er ach so weit entfernt scheinende statements wieder aufs Tapet brachte, die wir aus anderem Munde brandfrisch gehört zu haben meinen. Wie etwa
Und Reichsminister a. D. Dr. Scholz von der Deutschen Volkspartei hieb in die Kerbe „einer neuen Kleinstaaterei“, in der man
Analogisierend gemünzt auf die Zersplitterung der deutschen Parteienlandschaft. Aufs heute übertragen, könnte es auch aufs Krebsgeschwür allgegenwärtig wuchernden Maut-Procederes zielen, dem selbst Zeitungsmacher die Fahne vorantragen, die sich für kluge Köpfe halten, doch auf den Schultern zunehmend Hölzernes tragen, unempfindlich für die Schönheit der Freiheit als solcher und somit denn auch des Reisens auf längst und fortdauernd täglich aufs neue selbstbezahlten Straßen. Vorgenannte kleine Sammlung entstammt der Rubrik „Aus dem Wahlkampf“ des Würzburger General=Anzeigers vom 3. September 1930, zu Tage gefördert 75 Jahre später gelegentlich der Entrahmung von Ridinger’s schönem Falken-Blatt mit Castell-Provenienz Th. 347, auf daß es in Übersee eine kontinuierlich wachsende Sammlung bereichere und damit jene von innerer Freiheit getragene Freude mehre, die das Umsichversammeln von Kunst begleitet. In diesem Sinne recht schöne Weihnachtstage voll Harmonie und sammlungszugewandter Muße. Und alles Gute zum neuen Jahr, Gesundheit und Wohlergehen rundum, eine Vielzahl guter Stunden und Chancen zu lustvollem Pirschen und glücklichem Erjagen manch reizvollen Stückes, in welcher Gestalt auch immer.
(Mrs. D. H., June 17, 2002) |