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Die Unschuld vom Landeoderein Gänschen für die lieben VetternHogarth, William (1697 London 1764). Ankunft in London. Mary Hackabout, Unschuld vom Lande und soeben dem Postwagen entstiegen, wird vorm Gasthaus Zur Glocke von der berüchtigten Mother Needham begutachtet, indes im Eingang des Etablissements der nicht minder einschlägig bekannte Colonel Francis Charteris – beide werden ihr verdientes Ende finden – sich seine Gedanken macht. Vorne rechts überdies eine vom Adressanhänger – „Für meinen lieben Vetter in der Themse-Straße in London“ – fast strangulierte Gans. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Pl. I. / Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook / London, Published by G. G. & J. Robinson, Paternoster Row, April 1st. 1798. sowie Serientitel. 36,5 x 41,2 cm.
Harlots Progress I. – Harmonischer Abdruck von schöner Hell-Dunkel-Wirkung auf festem Papier. In der rechten unteren Ecke des Papierrandes ganz schwacher Wasserstreifen. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand. – Das erste Blatt des Weges einer Dirne:
(Lichtenberg). Die um 1730 entstandenen malerischen Originale dieser insgesamt sechs Stationen umfassenden Buhlerin-Suite fielen übrigens schon um 1755 einem Feuer zum Opfer.
– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung im 1744er 3. Zustand. Bezeichnet: A Harlots Progress Plate 1. / † / Wm. Hogarth invt. pinxt. et sculpt. 32 x 39,9 cm.
Nagler 17, 1; Abbildungen Hogarth-Katalog der Tate Gallery, 1971/72, 57 (4. Zustand), Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 13 (dieser Zustand), Bindman, Hogarth and his Times, 1997, 32 (1. Zustands). – Schöner, kontrastreicher Abdruck, vielleicht aus der von Boydell von 1790-1809 herausgegebenen Gesamtausgabe auf festem Papier. In den geradezu extrem breiten Rändern minimal stockstippig, oben rechts ganz schwacher Wasserrand. Verschiedene kleinere Einrisse unten säurefrei hinterlegt.
– – – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung, wohl von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). – Auf festem, überaus breitrandigem Papier.
– – – Dasselbe in Kuperstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) Bezeichnet: 7. / A Harlots Progress Plate 1. 21 x 26,8 cm.
– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). Bezeichnet: 7. / A Harlot’s Progress Plate 1. / W. Hogarth inv. pinx. Riepenhausen f. 19,7 x 24,5 cm. – Abdruck auf besonders festem Papier, wohl um 1850. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden nicht zuletzt der Seitenrichtigkeit wegen den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen.
– – – Dasselbe in Lithographie. (1833/36.) Bezeichnet: 13. / Der Weg einer Buhlerin. 1tes. Blatt. 19,8 x 21,3 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
Komplette Exemplare der Folge sowie weitere Einzelblätter verfügbar .
(Mr. D. D., July 23, 2004) |