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Hirsche / Stagssiehe auch Damwild
Als naturkundliche große Rarität denkbar seltenDieser Hirsch von 14 Enden, welcher noch ein End unter der Rose hat, so ein 3 Läuffer, u: welchen man 1 ganzes Jahr in dieser Figur herum lauffen sehn, ist 1748. d. 12 7brs. von Ihro Hochfürstl: Durchl: dem regierenden Herrn Land Grafen zu Hes=sen Darmstadt im Forst windhaußen im Kriegel Kopf bey meiches (Lautertal/Vogelsberg) in denen Loggen eingestellt geschoßen worden. durch wel=chen Zufall er um seinen Fuß gekom(m)en? wird wohl niemand so gleich errathen. ist es durch ein Schuß vor Zeiten geschehe(n) oder hat er ihn in einem Sprung abgebrochen. u: wie hät sich daß weesen so besonders selber geheilet u: der andere Rumpf vom Leibe getren(n)et, welcher Mensch mag sich selber so gut helfen oder curieren. / Detto zu Geißlingen (Steige) Ao. 1739 d. 20. Decbr. ist dieses mit 3 Läufen abgemahlte Hirsch=Kalb, im Ziegelwald geschoßen worden, von Joh. Martin Bückle, Holz=wart zu Ambt=stetten. so von natur also wunderbar gefallen, u: nur die Spur von einer Klauen, an der Brust zeigete. Des weiteren ein zweites Kalb mit gelähmten Vorderfüßen. In weiträumiger Parklandschaft vor einem zurückgesetzten Plateau mit Freitreppe und hoher Fontaine. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). 35,7 x 26,8 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 356. – Zu Blatt XIII der „Besondere(n) Ereignisse und Vorfallenheiten bei der Jagd“, so Schwerdt, „the rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“.
Ein Hirsch von 8. änden, welcher ganz vertraülich geht, und gen Holz ziehet. Breitseits in malerischer Auenlandschaft mit Gewässer jenseits eingerissener Netze. In jenem Knopfspießer. (1736.) 34 x 42,4 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 199. – Blatt 4 der Betrachtung der wilden Thiere mit den 15zeil. Brockes-Versen. – Prachtvoller Druck mit stecknadelkopfkleiner Unsauberkeit in der Decke des Hirschen. Säurefrei hinterlegter Minimaleinriß im weißen Unterrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein Rudel Edelwild beim Mondschein. 16ender mit 7köpfigem Serail oberhalb des Starnberger Sees, einem Nebenbuhler am anderen Ufer antwortend. 32,7 x 23,1 cm. – Menzler; erlebnis ridinger 73. – Vgl. Thienemann 241, Mitternachtsblatt der „Vier Tageszeiten der Hirsche“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Wie die Hirsche (und das Wild) nach Französischer art angesprochen werden. In schönen Waldpartien Trupps von 8 benumm. Hirschen + Wild verschiedenen Alters liegend, stehend, äsend + von 6 (5 benumm.) Hirschen und jeweils per 7zeil. Untertext erschlossen. Folge von 2 Blatt. 25,3 x 36,2-36,3 cm. – Ridinger. – Thienemann 236-237. – „Sehr interessante, seltene Folge“ (Helbing, 1900). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Die Neuburger HirscheAnno 1678. ist diser grosse und starcke Hirsch bey Neuburg an der Donau in der sogenanten Grü(n)en Aue: von 3. Teutschen jagt Hunden gesprenget und so lange gejaget auch endlich forciert worden, sich samt ihnen über einen Felsen in die Donau zu stürzen und ist derselbe darin von 2. Hunden noch lebendig gefangen und auf der anderen seite an das ufer gebracht worden. Radierung mit Kupferstich. 38 x 30 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 266. – Blatt 24 der Folge der „Wundersamsten Hirsche“.
Kaempffende Brunfft Hirsche Nach der Natur in der Grün Au bey Neuburg (an der Donau) Anno 1722. gezeichnet. Radierung mit Kupferstich. (1743/4.) 34 x 25,8 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 271. – Blatt 29 der „Wundersamsten Hirsche“.
Birck Hirsch. Eine Anhöhe hinabschreitender ungerader Vierundzwanzigender. (1738.) 18,4 x 15,5 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 437. – Blatt 47 des Entwurfs einiger Thiere, hier im Abdruck für die 1825er Ausgabe bei Engelbrecht-Herzberg mit der in 21 geänderten Numerierung. – Angeschnittenes typograph. Wz. (T)hurneisen. – Unauffällige geglättete diagonale Druck- oder Faltspur durch die obere linke Bildecke. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Gesprengt= oder überfliehender Hirsch. In dichtem Wald nach rechts über einen gestürzten und geborstenen Baumstamm setzender ungerader Achtender. (1738.) 18,4 x 15,5 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 438. – Blatt 48 des Entwurfs einiger Thiere, hier im Abdruck auf Thurneisenpapier für die 1825er Ausgabe bei Engelbrecht-Herzberg mit der in 22 geänderten Numerierung. – Säurefrei hinterlegter Einriß im breiten weißen Rand unten rechts. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Kämpfende Brunft-Hirsche. 1722 in der Grün=Au bei Neuburg (Donau). Der Ausgang von etlichen, teils in mittlerer Distanz stehenden oder gelagerten Tieren beobachtet. – Menzler. – Vgl. Thienemann 271. – Blatt II, 25 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Vielleicht schönste Naturfolge der alten GraphikDie vier Tageszeiten der Hirsche. Folge der 4 Radierungen mit Kupferstich, wobei nach hiesiger jüngster Erkenntnis lokalmäßig das Morgenblatt Nymphenburg, Abend + Mitternacht Starnberg zuzuordnen sind. Zwischen 1743/4 + Oct. 1763. 34,8-35,1 x 28,4-28,9 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 238-241.
Ein starker Brunfthirsch von 18 Enden in der Suhlung. Am Wasser im Wald liegend nach links. – Menzler. – Vgl. Thienemann 204. – Blatt III, 13 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein starker Zwanzigender, der im Zorn mit den Läuffen in den Boden scharrt und mit dem Geweih einen Ameisenhaufen durchwühlt. 26,6 x 29,7 cm. – Menzler. – Vgl. Thienemann 205. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
RIDINGER in der Frühzeit der PHOTOGRAPHIEbei Wiedergabeeines Nahezu-Unikats als Ergänzung zu den „Wundersamsten“Ridinger – Laifle, J. Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von KOBELL. Lief. I (von 5). Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4°. 4-Blatt-Folder Titel, Vorwort + Inhalt des Gesamtwerks. Mit 9 (statt 10) auf Karton gewalzten Albumin-Abzügen in ihrem Facettenreichtum herrlichen Hell-Dunkels (16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm), jeweils mit Nummer, Verlag + „Photographirt von J. Laifle“ auf dem Untersatz-Karton. OHlwd.-Mappe mit einseits verkürzter Schlaufe. Von superber Seltenheit , fehlte das Album in jeglicher Form bereits 1889/90 auf Coppenraths eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Und unbeschadet der Inhaltsauflistung über das auf fünf Lieferungen zu je 10 Tafeln konzipierte – und so auch tatsächlich erschienene und hier durchgelaufene – Gesamtwerk und entsprechender Aussage zur zukünftigen Tafel 50 findet sich in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie bis hin zum „Gesamtverzeichnis des dtsprach. Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, nur die hier anstehende 1. Lieferung. Doch selbst schon für diese Fehlanzeige in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten! Hiesige Photographien nach Blättern der „Wundersamsten Hirsche“, nämlich Thienemann 248 (Brandenburg-Ansbach) – 244 (Württemberg) – 243 (Tübingen) – 250 (Tübingen) – 277 (Steiermark) – 260 (Augsburg/Allgäu) – 256 (Tübingen) – 249 (Wttbg./Serbien/Tübingen/Kirchheim). Dazu auftrumpfend mit kostbarer Ergänzung zu den Wundersamsten indem es mit dem „46“-Ender von Coburg-Saalfeld Thienemann 1299 dokumentiert (nachtragsweise Seite 289), von Thienemann kommentiert mit den Worten
Lt. Coppenrath befinden sich die Druck-Platte zu 1299, Decke + Geweih des Hirschen sowie ein Öl, diesen, von einem Hunde verfolgt, in voller Flucht darstellend, in Coburg; ein Probedruck vor der Schrift, die von Ridinger dann hs. eingesetzt ist, seinerzeit in der freiherrlich von Dalberg’schen Slg. auf Datschitz in Mähren. Laifle’s Photographie von Thienemann 1299 (Tafel 2) solchermaßen von hohem Belegwert . Es fehlt Tafel 5, Th. 247, der 66-Ender in Moritzburg. – Rückenbezug leicht altersspurig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Die verfolgten Hirsche. Zum einen 22er Berghirsch von vier Luchsen, zum andern 10er von drei Hunden. Oberhalb des Ufers des Walenstadter Sees im Kt. St. Gallen bzw. vor Sturz in denselben. Folge von 2 Blatt. Schabkunstblätter. 35,4 x 27,5-27,6 cm. – Ridinger. – Thienemann 1145-46. – Die ganz seltenen Pendants der verfolgten Schweizer Hirsche. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Jäger im Anstand auf 10-ender / Der tot verbellte 10-ender. 2 Blatt auf 1. (1777.) Bezeichnet: I bzw. 2 + (Bl. 1) Wintter ex Monachi. 10,6 x 12,8 cm. – Wintter. – N. 10, 1+2. – Die schönen Eingangs-Pendants der 6blätt. stimmungsreichen frühen Suite. – Der breite weiße Rand dreiseits minimal bis etwas stärker stockig. – Siehe auch das Mittel-Pendant mit Hauptschwein. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Wie der Hirsch durch seuchtes Wasser mit par force Hunden forciret wird. / Wie die Sauen im frijen auf den ball gehäzt und mit einer gantzen hatz Hunde forcirt werden. Folge von 2 Blatt. 26-26,1 x 34,3-34,4 cm. – Ridinger. – Thienemann 65-66. – „Very attractive … full of swift movement“ (Schwerdt). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Die ImperialenDie Par Force Jagd eines Hirschen und wie er erlegt wird. / Wie das Wild-Schwein gehaezt und Ihm der Fang Gegeben wird. Pendants. Radierungen mit Kupferstich. 54,1-54,6 x 75,6-75,8 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 67-68.
Das Aufbrechen des Hirschen. Sowie des Hasen. Folge von 2 Blatt. 36,2 x 28,1 cm. – Ridinger. – Thienemann 99-100. – Die bildlich herrlichen, zudem jagdgeschichtlich interessanten, höchst instruktiven Gegenstücke. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Aus Ridinger’s Par Force Jagd des Hirschenals einem für Stubbe, bis 1969 Hauptkustos des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle,Absolutum an Harmonie und reifer Meisterschaftin „alte(n) jetzt nur selten vorkommenden Abdrücke(n)“ (Weigel 1847!)Die Vorsuche mit den Leit=Hunden zur Par Force Jagt! Vorne rechts kommt einer der Besuchknechte mit seinem Leithund aus dem Wald, in Bildmitte zwei weitere Knechte, der eine die Fährte lesend, der andere den Hund auf den Armen haltend. Ganz links ein weiterer den Hund auf die Fährte bringend. 30,9 x 48,2 cm. – Ridinger. – Thienemann 49. – Blatt 1 der Parforce Jagd-Folge mit dem ganzen Bildreichtum dieser „späten stattlichen Serie“ (Stubbe) und jeweils instruktivem Untertext. – Abdruck auf an den Seiten 4,5-5, oben und unten 6-8 cm breitrandigem festen, rechts und im rechten Oberrand unbeschnittenem Linienpapier mit typograph. Wortmarken-Wzz. – Im linken Seitenrand Spuren früherer Bindung. Namentlich im etwas zeitspurigen rechten weißen Rand säurefreie Hinterlegungen. Der Oberrand zudem an der Ecke rechts auf 7 cm ca. 1,5 cm breit abgerissen, doch angesichts der Breite des Papierrandes ebenso unwesentlich wie ein ganz schwacher Braunfleck rechts unten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Die Par Force Pferde werden auf den Rendevous aufgeführet. Endloser Zug von meist in Dreiergruppen von den Reitknechten aus dem Wald auf die Lichtung geführter gesattelter Pferde. Von rechts kommen zwei Jagdwagen hinzu. – Ridinger. – Thienemann 51. – Blatt 3 der Folge. – Leuchtender Abdruck auf an den Seiten 4,7-5, oben und unten 3-4,8 cm breitrandigem festen Linienpapier. – Im linken Seitenrand die zwei verlagsseitigen Durchstiche. Im Oberrand ein bis an die Plattenkante heranreichender Einriß wie auch einige weitere kleinere säurefrei hinterlegt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Der Anjagts Hirsch wird mit dem Lancier Hunde gesprenget! Rechts geht der ungerade Sechzehnender in hohem Satz über ein Gesträuch ab, hinter ihm der an langer Leine vom Besuchknecht mit aller Kraft zurückgehalten der Leithund. Von links kommen drei geschnallte Meutehunde hinzu, vorne links ein Piqueur mit dem Horn das Signal gebend. – Ridinger – Thienemann 56. – Blatt 8 , als „eines der großen Blätter seiner Hirschhatzfolge“ doppelblattgroß abgebildet in Solms-Laubach’s 1961er „Schönsten Jagdbilder aus europäischen Sammlungen“. – Herrlicher Abdruck dieses von Stubbe als beispielhaft für sein résumé besonders herausgestellten Blattes. – Auf an den Seiten 5,7, oben und unten 6-8 cm breitrandigem festen, rechts und im rechten Oberrand unbeschnittenem Linienpapier mit Wortmarken-Wz. WANGEN. – Im linken Seitenrand Spuren früherer Bindung, namentlich rechts im weißen Rand unwesentliche säurefreie Hinterlegungen, oben größere, unten kleinere Blauspur sowie schwacher Braunfleck bzw. Wasserrand im weißen Rand. Bildseits nicht wahrnehmbare diagonale Knickspur rechts. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Der Hirsch wird von dem Piquer aufgenom(m)en die gantze Meute bey denen brüchen auf die fæhrte gebracht u: nach ihren Harden gelöset. – Ridinger. – Thienemann 57. – Blatt 9. – Die Seitenränder mit Faltspur von früherer schmaler Umlegung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Der Hirsch stellt sich, und kæmpfft die Hunde ab! Am Fuße einer mächtigen Eiche, zwei Hunde mit Gehörn bzw. Läufen niederhaltend, derweil die Piqueure die Meute zurückhalten und der Fürstenruf geblasen wird. Die übrige Jagdgesellschaft von rechts und aus dem Mittelgrund herankommend. – Ridinger. – Thienemann 60. – Blatt 12 mit seiner „rokokoheitere(n) Lichtdurchschimmerung der ganzen weiten Szene auf d(ies)em eindrucksvollen Zeugnis von Ridingers reifer Stecherkunst“ wie von Stubbe als einem graphischen Zenit des weiteren eigens gefeiert. – Oben links bis nahe der Bildeinfassung reichender Einriß sowie im linken Seitenrand noch den breiten weißen Plattenrand tangierende (Aus-)Rissigkeit an den vier verlagsseitigen Durchstichen ebenso säurefrei hinterlegt wie minimaler Unterrandeinriß sowie eine dünne Stelle im oberen linken Eckbereich. Die Seitenränder mit Faltspur von früherer schmaler Umlegung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Die Hirschjagd. Lichte Waldlandschaft mit ausgedehntem Sumpf, durch den im Vordergrund die Parforcejagd geht. Sepiagetuschte Umrißradierung von Adrian Zingg (St. Gallen 1734 – Leipzig 1816) nach Jacob van Ruisdael (Haarlem 1629 – Amsterdam 1682) und – Tier- + Figurenstaffage – Adriaen van de Velde (1636 Amsterdam 1672). Blattgröße 43,3 x 57,5 cm. – Zwecks optisch größtmöglicher Annäherung an das Original unter Fortfall der Schrift auf Bildkante geschnitten wie bei den farbig ausgegebenen Exemplaren häufig. Unbeschadet der bei diesen Formaten immer wieder hinzunehmenden Zeitspurigkeit gesamthaft gleichwohl noch immer schön, ansehens- und rahmungswürdig. – Nach dem Bild in Dresden und von Goethe als „Vortrefflich und das beste von diesem Meister allhier“ ausgezeichnet. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Das berühmte ,das geradezu legendäre SujetThe Stag at Bay. Imperialer Vierzehnender mit herrlicher Mähne im flachen Uferwasser. Einer der Hunde abgewehrt auf dem Rücken liegend, der andere aus sicherem Abstand verbellend. Rechts felsiges baumbestandenes Ufer, links und im Hintergrund unter düsterer Bewölkung der bis zum Horizont reichende ruhige See im schottischen Hochland. Kreidelithographie nach Sir Edwin Landseer (1802 London 1873) im Gegensinn bei S. Lipschitz, Hamburg + London. Ca. 1865. 45 x 55,8 cm. – Auf leichtem unbeschnittenen Karton von schöner Breitrandigkeit. – Einer der gesuchtesten Highland Landseers . – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Anno 1731. Habe dise Vorstellung in dem Parc von Nymphenburg gegen Stahrenberg (Starnberg) nach der Natur gezeichnet. Zweier par force gejagte Hirsche, von denen einer sich bäumt, der andere ins Wasser geht. Radierung mit Kupferstich. (1745/46.) 35,1 x 28,1 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 287: „Ein reiches Blatt“. – Blatt 45 der „Wundersamsten Hirsche“.
Hier erstmals auftauchendEin großer farbiger RidingerDie Hirsch Hetze. Am Waldrand sich inmitten der ihn von allen Seiten anfallenden elfköpfigen Meute bäumender ungerader Kronensechzehnender. Links Waldstaffage, rechts Blick über bewaldete Anhöhen. Lasiert kolor. und weißgehöhte Kreidelithographie nach Joh. El. Ridinger von C. F. Herms bei J. G. Schwab, Hannover. Ca. 1830. Bezeichnet: J. E. Ridinger del. / in der lithogr. Anstalt v. J. G. Schwab in Hannover. / auf Stein gez. C. F. Herms., ansonsten wie vor. 41,6 x 47,9 cm. Vgl. Thienemann 143. – Ganz wesentlich vergrößerte spiegelbildliche Wiedergabe des „Edlen Hirsches“ als Blatt 5 (28 x 25 cm) der Folge der von verschiedenen Arten der Hunde behätzen jagdbaren Tiere von 1761. – Die rückseitige leichte Stockstippigkeit ebenso wie kleine Knitterspuren bildseits fast nur im weißen Rand bemerkbar. Dessen äußerste rechte Oberecke abgerissen. – Hier weder für Lithograph/Verleger noch sonst nachweisbares höchst seltenes großes dekoratives , farbschönes Blatt . Angebots-Nr. 14.393 / EUR 700. / export price EUR 665. (c. US$ 929.) + Versand Diser Hirsch von 28. Enden Ist von Ihro Hoch=Fürstl: Durchl. dem regierenden Herrn Landgrafen (Ludwig VIII.) zu Hessen Darmstatt 1742. den 10ten. 8bris bey Battenberg in dem Forst gleiches nahmens geschossen worden. Radierung mit Kupferstich. 34,9 x 25,2 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 299. – Blatt 57 der „Wundersamsten Hirsche“. – Thematisches Pendant zum gleichfalls hier verfügbaren Kupfer des „stumpf-ohrichten Hauptschweins“.
Anfahren auf Edelwild. Vorne am Rande der Waldwiese zwei Zehnender mit drei Tieren, aufmerksam den weiter hinten in der Wiese fahrenden Jagdwagen beäugend. Mit beigefarbener Tonplatte gedruckte Kreide-Lithographie von Eugen Krüger (Altona 1832 – Düsternbrook/Kiel 1876). (1861-62.) 24,9 x 31,1 cm. – Rückseits etwas stockfleckig, doch bildseits fast nur im weißen Rand wahrnehmbar. – Aus der ersten Ausgabe der 22blätt. Folge „Die Jagd“. – Nicht bei Schwerdt! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Hirschjagd inmitten baumreicher Landschaft. Im Mittelgrund Fluß mit Werft. Kupferstich nach Hans Bol (Mecheln 1534 – Amsterdam 1593) von Hans Collært (wohl I, gest. ca. 1581) in Antwerpen. Signiert. 20,3 x 24,4 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Dieser Edel=Hirsch von 58 Enden, ist 1675 in dem Walde, die obere Hart genannt, bei Basel auf der Birsch geschossen worden. – Menzler. – Vgl. Thienemann 260: „Im flüchtigsten Laufe“ über einen Bach hinweg. – Blatt III, 8 der Folge. – Einziger Basel-Bezug im Ridinger-Œuvre. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein Zwölfender nimmt um des prächtigen Zaums die Last eines Maultiers auf sich in „Die aus Liebe zur Pracht ergriffene Dienstbarkeit soll man gedultig ertragen“. 33,5 x 25 cm. – Ridinger. – Thienemann 782. – Blatt 18 der Fabeln und damit den von Martin Elias nach Vorlagen des Vaters gefertigten letzten vier Blättern der Folge angehörend. – Selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Diser Hirsch an dem das rareste daß er auf beyden Seiten gleich gefleckt ware, ist An(n)o 1726. … bey obern Steinbach (Waldenburg) in der Pfremig genan(n)t, in dem Hohenlohischen gefangen worden. Liegend nach rechts vor Gesträuch. (1766-67.) 31,5 x 21,7 cm. – Ridinger. – Thienemann 330. – Blatt 88 der „Wundersamsten Hirsche“ in breitrandigem, etwas zartem Abdruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Jagdschloß Kranichsteinin einer seiner frühesten AnsichtenDieser Hirsch mit 3. Stangen wurde den 11. Aug. 1753 von Sr. Hoch=Fürstl. Durchl. dem Regierenden Herrn Landgrafen Ludwig VIII. zu Hessen-Darmstadt. Radierung mit Kupferstich nach Georg Adam Eger (Murrhardt 1727 – 1808). (1767/68.) 37 x 24,9 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 339. – Blatt 97 der „Wundersamsten Hirsche“.
Edelhirsch zur Brunftzeit. In der Aue röhrender Kronensechsender. In der Luft Reiher. 16,6 x 26 cm. – Hlzst. – Mit beiliegendem Textblatt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Rufender ungerader 8-ender zur Brunftzeit. Am bewaldeten Ufer eines angedeuteten Gewässers stehend und nach gegenüber blickend. Blattgröße 10,2 x 15,8 cm. – Wintter. – Offenbar keiner der Nagler-Folgen zuordbar und auch nicht in der Schwerdt-Ausgabe. Könnte in Folgenbezug stehen zum hier früher durchgelaufenen gleichformatigen Gegen Felsen liegender erlegter ungerader 14-Ender. Thematisch korrespondiert das schöne Sujet mit dem Mitternachtsblatt der Ridinger-Folge der „Vier Tageszeiten der Hirsche“, dessen beide Nebenbuhler hier in einem Tier vereint sind. – Herrlicher früher Bütten-Abzug mit dem großen Torso eines figürl. Wasserzeichens und meist noch feinem Rändchen um die Darstellung. Nur in der Himmelspartie bemerkbares geglättetes Fältchen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Dieser Hirsch von 32 Enden, dessen Gewichte … ist im Jahre 1721 vom Kurfürsten Franz Ludwig von Trier bei Käffenthal (Mannheim-Käfertal) geschossen worden. – Menzler. – Vgl. Thienemann 315: Er fliegt gleichsam über einen querliegenden Baumstamm und zeigt sein majestätisches Geweih. – Blatt III, 22 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
3 Hirsche aus Württemberg + Serbien. Geschossen in den Jahren 1728, 1737 + 1738 von Carl Alexander Herzog zu Würtenberg bei Jagodin bzw. (2) Maria Augusta Herzogin zu Würtenberg bei Tübingen + Kirchheim, letzterer mit einem Lyrageweih. Radierung + Kupferstich. (1738/40.) 37,3 x 29,5 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 249. – Blatt 7 der „Wundersamsten Hirsche. – Fast nur im weißen Oberrand schwacher Anflug von Stockigkeit, zudem in der äußersten rechten Unterecke des oben + unten 4,5-7 + an den Seiten 2 cm breiten Papierrandes. – Herrlicher Abdruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. „ Der Hirsch mit den Schlappohren “Disen Hirsch mit Schlappohren haben des Regier: Herrn Landgrafen von Hessen Darmstadt Hochfürstl: Durchl: (Ludwig VIII.) den 20ten. Aug: 1754. in der gegend von Darmstadt („im Arheilger Forst gegen der Mörsbach bei dem Hirtenhause“) geschossen. Radierung mit Kupferstich. Ca. 1754/55. 34 x 25,6 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 305. – Blatt 63 der „Wundersamsten Hirsche“ als einem der sympathischsten Motive der Suite. – Pendant zum „Hasen mit angedeuteten raren Zähnen“.
Ungerader 20ender in Winterlandschaft von Wölfen angefallen siehe Wölfe, Angebots-Nr. 14.113
La Chasse, Jagd auf Hirsch und Wolf siehe Wölfe, Angebots-Nr. 14.411
Waldedelleute. Von 8ender auf eine Lichtung getriebenes Rudel. 27,5 x 18,4 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
(La chasse au cerf.) Folge von 24 Blatt in Kupferstich von Gamble (ca. 22 x 30 cm) nach Antoine Charles Horace Vernet. Ca. 1804-14. Hldr.-Bd. d. Zt. m. Rückenvergoldung und braun marmor. Deckelbezügen (mehr oder weniger stark beschabt bzw. bestoßen, doch nicht unproper und als zeitgenössisch durchaus das schöne Äußere des thematisch „zu den gesuchtesten Werken“ der Jagdgraphik zählenden, jagdhistorisch ganz herausragenden Szenariums der französischen Jagd. – Siehe schriften der ridinger handlung 14. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Disen Hirsch von ungeraden 24. Enden haben Ihro hochfürstl. Durchl. Herr Marckgraff Wilhelm Friderich zu Brandenburg-Onolztbach – der legendäre Ansbacher Nimrod – Ao. 1719 auf Gunzenhauser Wildfuhr Saussenhofer Löhlein … geschossen. Von vorne. (1768.) Blattgröße 35,6 x 28,2 cm. – Ridinger. – Thienemann 248. – Blatt 6 der Folge der „Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Von reichem Hell-Dunkel-Kontrast. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Der „RUNDE“ oder „SPIEGEL“-HirschDieser große starcke Hirsch von 16. Enden, dessen Gehörne oben so zusam(m)en gewachsen war, daß man mit keinem Messer=rücken hindurch gekont, ist von Ihro Hoch=Fürstl. Durchl. dem Regierenden Herrn Landgrafen Ludwig (VIII.) zu Hessen Darmstadt den 23. Aug. 1740. in dem Ruppen Fang geschossen worden, deme auch unter der Rose, noch ein Ende ausgewachsen war. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). (1767/8.) 34,9 x 26,1 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 332. – Blatt 90 der „Wundersamsten Hirsche“.
Drei Hirsche. Einer von Herzog Carl Alexander von Württemberg 1728, die beiden anderen von Herzogin Maria Augusta 1737 bzw. 1738 bei Tübingen bzw. Kirchheim geschossen. Ersterer mit Perücke, letzterer mit Korkenziehergehörn. 34,7 x 22,9 cm. – Menzler. – Vgl. Thienemann 249. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Auf der Treibjagd. Hirschrudel in voller Flucht die sich entsetzt in Deckung bringende Treiberkette durchbrechend. 18,6 x 24,2 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Diser Hirsch von 24 Enden … der König genannt. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin Ca. 1900-20. – erlebnis ridinger 110. – Nach Blatt 93 (Thienemann 335) der Folge der „Wundersamsten Hirsche“.
Hirsch mit Trompetengehörn. 1728 von Herzog Carl Alexander v. Württemberg in Serbien geschossen. 33,7 x 23,1 cm. – Menzler. – Vgl. Thienemann 251. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Zwei Hirsche. 1710 bei Urach bzw. 1721 bei Leonberg von Herzog Eberhardt Ludwig zu Württemberg geschossen. 34,7 x 23,2 cm. – Menzler; erlebnis ridinger 73. – Vgl. Thienemann 263. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Anno 1674. (recte 1746) den 15. Novemb: Ist dießer getygerte Hirsch von zwölff Enden, von Ihro Hochfürstl: Durchl: Herrn Herrn Willhelm Heinrich regierenden Fürsten zu Nassau-Saarbrücken etc. im Neunkircher Forst, im so genannten Becker-Wäldgen in einem Keßel-Jagen geschoßen worden. Verstählte Radierung mit Kupferstich. 25,7 x 34,1 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 296. – Blatt 54 der „Wundersamsten Hirsche“.
Absolut einzigartig :Zwei beispiellose Ölmalereienschönster Farb- + BildwirkungDie Relais werden von dem Commandeur der Jagd ausgesetzt. / Der Hirsch stellt sich im Wasser, die Hunde werden gestopft u(nd) ihme der Fang gegeben. Ölmalereien in den Farben Hessen-Darmstadts von oder um Georg Adam Eger (Murrhardt 1727 – 1808) über der in ihrem reinen Bildformat auf grundiertem Zinkblech gedruckten Radierungen des 5. bzw. 13. Blattes (Thienemann 53 + 61) der Folge der „Par Force Jagd des Hirschen“. Ca. 3. Viertel des 18. Jhdts. 26,2 x 47,2 cm. In Grün-Glanzgold-Rahmen. – Siehe die ausführliche Beschreibung.
Hirschhatz. Von 6 Hunden attackierter 12ender in voller Flucht. Kohlezeichnung des Monogrammisten WHL. (18)34. Hs. ligiert monogrammiert und datiert. 406 x 545 mm. – Auf dünnen grauen Karton montiert. – Sehr schönes Blatt von großer Bewegung und Stimmung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Der im Schlageisen gefangene Hirsch. 12-Ender in dichter Waldpartie. 25 x 35,7 cm. – Ridinger. – Thienemann 75. – Blatt 7 der Fangarten-Folge und eines der vier rätselhaften Blätter dieser Folge, die schon frühzeitig die Adresse von Martin Engelbrecht in Augsburg tragen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Eine Hirschhatz. Flüchtender 12ender, von wütender Meute gepackt. 17,4 x 23,9 cm. – Tischbein.
Ein Hirsch von 12. Enden, welcher in voller Flucht ist. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin Ca. 1900-20. – erlebnis ridinger 104. – Nach Blatt 6 (Thienemann 201) der Folge der „Betrachtung der wilden Thiere“ mit den Brockes-Versen.
Diese 2. Hirsche einer von 14. der andere von 12. Enden sind d. 18.ten Novembrs. 1756. an der Bergstrasse Hessen=Darmstädtischen Gebiets in der seeheimer (Bickenbacher) Tanne am sogenanten Tabacks-Acker im Graben, also liegend, mit dem Gehörn vest ineinander verwickelt, und wovon einer noch lebend, der andere aber todt war, gefunden worden. In reicher, in die Bildtiefe führender Landschaft, „wo im Hintergrund ein Stück Bergstraßenlandschaft sichtbar wird“ (Weitz). In der Luft sechs heranrudernde Vögel. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780) nach Georg Adam Eger (Murrhardt 1727 – 1808) im Gegensinn. (1763/65.) 35,7 x 26,8 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 319. – Blatt 77 der „Wundersamsten Hirsche“.
Hirschrudel. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger wie vor. – erlebnis ridinger 103. – Nach Blatt 1 (Thienemann 187) der großformatigen wilden Tiere mit den kleinen Spuren im Unterrand.
Ein Hirsch. Achtender, sich am Hinterlauf leckend. 12 x 13,4 cm. – Tischbein.
Parforcejagd. In hartem Kampf in dem Meer der Hunde. 23,1 x 34 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Hirschjagd. Von Sechsender (Virginia-Hirsch?) geführtes Rudel vor von zwei Jägern gelegten Bränden. 22 x 31 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Eintritt in einen Hirschgarten. Zu 5 teils ruhenden kapitalen Hirschen tritt ein sechster durch den Palisadenzaun. Hellbraun lavierte Federzeichnung über Bleistift in der Nachfolge Ridingers. 242 x 165 mm. – Aus der Zeichnungssammlung Richard von Kühlmann, Berlin. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Wie die Hirsche in einem Thiergarten gepürschet werden. In weiter, vielfältig inszenierter und reichst besetzter Anlage die beiden Jäger hinter ihrer bewuchsverdeckten künstlichen Wand mit Öffnungen. 25 x 35,6 cm. – Ridinger. – Thienemann 74. – Blatt 6 der Fangarten-Folge und eines der vier rätselhaften Blätter dieser Folge, die schon frühzeitig die Adresse von Martin Engelbrecht in Augsburg tragen. – Nicht einmal als Einzelblatt in Helbings Mammut-Offerte von 1900! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein Hirsch von 6 Enden, der angeschweist und flüchtig ist. Über einen morschen Stamm setzend. 32,5 x 22,9 cm. – Menzler; erlebnis ridinger 73. – Vgl. Thienemann 198. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Das Ausweiden des Hirschen. Reiche Szenerie auf dem Hofe beim Brunnen nach Rückkehr von der Jagd. Dabei Meuten + Gespann. Schabkunstblatt in Braundruck von Ernst Philipp Thoman(n) von Hagelstein (1657 Augsburg 1726). Blattgröße 36,2 x 48,5 cm. – Blatt IV der Folge der Elemente. – Auf Bildkante geschnitten. Unauffälliger 3 x 1,5 cm-Ausriß im linken Bildrand hinterlegt und nachgezeichnet, gleichfalls hinterlegt Ausriß der rechten Unterrandecke außerhalb der Schrift und kleine Randeinrisse. Der nur ganz wenig beriebene Druck selbst sehr schön. Von großer Seltenheit – hier wohl erstmals beschrieben . Angebots-Nr. 12.434 / EUR 1178. / export price EUR 1119. (c. US$ 1563.) + Versand
Am 20ten Tag Monats August: Ao 1653. ist durch … Ferdinand Carl Ertz Herzogen zu Österrich … im Thal und Gebürg zu Mittenwald (recte Mittewald) zwischen Brixen und Sterrin im Aimer … dieser Hirsch mit so wunderbarlichem Gestemb gefällt, und auf Insprug geliefert worden. Liegend nach links am Ufer der Eisack. (1766-67.) – Ridinger. – Thienemann 329. – Blatt 87 der Folge der „Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Dieser Hirsch mit so wunderbarem Gestemm ist 1653 von Erzherzog Ferdinand Carl von Österreich bei Mittewald/Tirol geschossen worden. Am Ufer der Eisack liegend mit mächtigem Perückengehörn. 34,2 x 22,5 cm. – Menzler. – Vgl. Thienemann 329 (vorige Position). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein sich äsender Hirsch. Sechsender. 17,1 x 21,6 cm. – Tischbein.
Fehlend im graphischen Œuvre!Hier die Hirschjagd mit dem LockrufRidinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (Den Hirsch mit dem Hohlen Hafen zu pürschen.) Rechts tritt der Zehnender, dem vermeintlichen Rivalen Bescheid rufend, zwischen zwei Steinen hervor. Links hinter einem Baum und auf Steinen kniend und abgestützt der Jäger im Anschlag. Sein Gehilfe im Unterholz am Fuße des Baumes und damit in Bildmitte in den Hohlen Hafen rufend, den Hirsch dabei gleichfalls im Blick behaltend. Reiche Waldstaffage, vorne rechts Tümpel mit Schilf. Grau lavierte Bister-Feder-Zeichnung. Ca. 1758. 214 x 357 mm. Nicht im Stich ausgeführte Zeichnung , thematisch die Fürstenjagdlust ergänzend , wenngleich in den reinen Bildmaßen in der Höhe um etwa 5, in der Breite rund 4 cm hinter deren Querformaten zurückbleibend und zudem auch erst 30 Jahre nach jener geschaffen. Offensichtlich nicht im mit ca. 1849 Blättern außerordentlich umfangreichen zeichnerischen Nachlaß, den 1830 J. A. G. Weigel in Leipzig übernahm und erweiterte. Vgl. hierzu sowohl Thienemann SS. 271 ff. als auch Weigels Nachlaßkatalog, Catalog einer Sammlung von Original-Handzeichnungen, SS. 181-231 (1869). Nicht nachweisbar aber auch in anderen renommierten Zeichnungsbeständen. Anstehende voll durchgeführte Arbeit scheint somit noch von Ridinger selbst oder doch bald nach ihm abgegeben worden zu sein. Dies nicht zuletzt – siehe die ausführliche Beschreibung – gestützt von einer bemerkenswerten Aufmachung, wie sie sich auch auf einem hier mit hereingekommenen Rehblatten-Pendant findet. An der feinen Bister-Einfassungslinie geschnitten und alt, möglicherweise durchaus schon zeitgenössisch, auf Linienpapier mit grün getuschter, von feinen Linien in Bister gefaßter Paspelierung montiert. Die Zeichnung zusätzlich von schmalem Goldpapierstreifen gefaßt. Eine montagebedingte gewisse Bräunung namentlich im Waldbereich links beeinträchtigt weniger die Bildwirkung als daß sie ihr vielmehr eine sehr schöne authentische Patina verleiht. Und dazu ein für Ridinger JAGDTECHNISCHES FAST-UNIKAT von zugleich OPTISCHEM GLANZ . Angebots-Nr. 28.288 / Preis auf Anfrage
Das Thier (nebst großer Fährte, auf einer Lichtung liegend nach rechts, den Kopf erhoben). – Menzler. – Vgl. Thienemann 167. – Blatt I, 10 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Das Thier. Mit emporgewachsenen Schalen, 1736 in Württemberg im Kirchheimer Forst gefunden worden. 33,7 x 23,2 cm. – Menzler. – Vgl. Thienemann 246. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Eine äsende Hirschkuh. In vernis mous nach Joh. Hrch. Roos (Otterdorf, Pfalz, 1631 – Frankfurt/Main 1685). 18,1 x 15,6 cm. – Tischbein. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Besuch Knecht der den Hirsch mit dem Leit Hund sprengt. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin Ca. 1900-20. – erlebnis ridinger 95. – Nach Blatt 22 (Thienemann 134) der „Jäger und Falkoniers“.
Der Kampf des Hirsches mit dem Luchse. Im Jahre 1718 ist dieser Achter im Gebirge ¾ Stunden hinter der Clause in Tyrol von einem Luchse angefallen worden, er hat denselben aber, da er ihm zwischen das Geweih gekommen, an einem Felsen gespießt. Beide wurden auf dem Platze verendet gefunden. – Menzler. – Vgl. Thienemann 303. – Blatt II, 12 der Folge. – Landschaftlich besonders schön. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein Hirsch, welcher von zwei Leoparden angefallen wird. Dem Alttier setzt ein dritter nach. 19,2 x 23,9 cm. – Tischbein. – Gereinigt. – Spannungsvoll. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Zehnender, den Hunden, doch auch einem der beiden Pferde, dessen Reiter abgeworfen ist, schwer zusetzend. 21,9 x 31,7 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Eine Hirschjagd im Wasser als Teil der extrem seltenen 4blättrigen Folge der Hetzjagden siehe Jagd allgemein, Angebots-Nr. 28.885
Ein todter Hirsch. Zehnender. 19,5 x 26,5 cm. – Tischbein.
– Zehnender. 1788. 12,5 x 25,8 cm. – Tischbein.
Kopf eines Zwölfenders. Nach links. Reich schraffierte Bleistiftzeichnung von Ludwig Voltz (Augsburg 1825 – München 1911). Hs. signiert: Lud. Voltz. 206 x 135 mm. – Rahmungswürdiges schönes Studienblatt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ein Hirschkopf. Achtender. 13,2 x 20,8 cm. – Tischbein.
– 16ender. 10,4 x 7,7 cm. – Tischbein. – In feinem Braundruck.
– 12ender. 19,8 x 19,4 cm. – Tischbein. – Gereinigt.
Ein merkwürdiger Thierkopf. Tier mit Zweiender zwischen den Lauschern. 13,4 x 15,7 cm. – Tischbein. – In feinem Braundruck.
Starker Hirsch in Landschaft + 2 Skizzenbücher mit aufgeschlagenem Hirsch bzw. Hundekopf als Umgebung zur Silhouette des Münchner Galerie-Direktors Georg von Dillis (Grüngiebing/Wasserburg 1759 – München 1841) auf einer Tafel unterhalb einer Urne. 14,5 x 9,5 cm. – Wintter. – Nagler 1: Der Hirsch „ist von Winter, das Uebrige von Dillis“. – Noch mit feinem Plattengrat. – Der breite weiße Rand zweiseits außen etwas stockig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
(Herr A. W., 24. Oktober 2007)
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