English page

Widerrufsrecht
Impressum
Pferde + Reiten
Katalog
Fischen + Angeln
Tiere, Jagen, Umwelt
Joseph Georg Wintter
Die Familie Rugendas
45 Jahre
Kunsthandlung + Seltenheitsantiquariat

Kataloge
Kartographie
William Hogarth
Das AHA!-Erlebnis Dezember 2008
Künstlerindex
Homepage
e-mail
Datenschutz
Geschäftsbedingungen
Info / FAQ
über uns
empfohlene Links
Offene Worte
Referenzen
 

lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Hippologica

17. – 20.  Jahrhundert

Pferde  –  Pferderennen  –  Jagdreiten  –  Pferdekutschen

 

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Oberer Pferdekiefer eines alten Tieres von der Unterseite gesehen. In Grau und Braun aquarellierte originale Bleistiftzeichnung. Ca. 1765. Links unten von alter Hand in Bister bezeichnet: Oberer Pferdekiefer. 257 x 145 mm.

Provenienz :
Boguslav Jolle, Dresden und Wien,
dessen ligierter Monogramm-Stempel in Blau (Lugt 381a)
in der unteren linken Ecke;

Hugo Helbing, München, Katalog XXXIV,
Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, (1900), Nr. 1554.

erlebnis ridinger, 1998, Nr. 66 nebst Abb.

Abbildung :
WELTKUNST Jg. LXIV, Seite 2688
(Redaktioneller Teil von Heft 20 vom 15. 10. 1994).

Unter säurefreiem Passepartout mit 23karätig goldgeprägten Künstler-Daten. – Voll durchgeführte Studie auf feinem, leicht getöntem Bütten. – Neben einer „Tierkiefer-Zeichnung“ von 1718

thematisch  einzigartige ,

voll  durchgeführte  anatomische  Studie

von ganz außerordentlichem künstlerischen und sammlerischen Reiz, konkurrenzlos im überlieferten zeichnerischen wie graphischen Œuvre. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.861  /  Preis auf Anfrage

 

Wundervoll  gezeichnet

die  herrlichen  Pferde  der  Epoche  der  großen  Victoria

Henry Barraud (1811 – London 1874). Punchestown 1868. Royal Visit. Vor der impressionistisch schemenhaft dicht gefüllten Tribüne posieren auf der Bahn im Vordergrund in portraithafter Schärfe die Herren nebst Pferden, Jockeys und Trainern. Kolor. Stahlstich von Thomas L. Sangar bei Thomas Cranfield in Dublin. 1870. Signiert, datiert, bezeichnet. 48,6 x 101,4 cm.

Auf leichtem Karton. – Namentlich im linken weißen Seitenrand knitterspurig und mit hinterlegten kleineren, nur in einem Fall bis an den Bildrand reichenden Einrissen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.288 / EUR  2400. / export price EUR  2280. (c. US$ 2950.) + Versand

 

Huchtenburgh, Jan van (Haarlem 1647 – Amsterdam 1733). Eine Kavallerie-Attacke / Der Kampf der beiden Reiter. Dominiert vom auslaufenden Zweiergefecht vorn, dessen Knäuel sich ein lediges Pferd beigesellt hat. Radierung nach Adam Frans van der Meulen (Brüssel 1632 – Paris 1690). Bezeichnet: AF. V. Meulen, jn, et ex, cum priuilegio Regis. / V. HB. f. Blattgröße 15,4 x 19,3 cm.

Nagler, Monogramm., V, 1210 unter Nennung des Blattes; Katalog Davidsohn II, 830. – Brillanter , wenngleich etwas zeitspuriger Abdruck der Sammlung J. H. Anderhub, teils mit fein(st)em bis gar 5 mm breitem Rändchen, teils auf Plattenkante oder, so tlw. oben, bis zur Bildeinfassung geschnitten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.612 / EUR  298. / export price EUR  283. (c. US$ 366.) + Versand

 

Alfred Jean-Marie Paris (Tarbes, Hautes-Pyrénées, 1848/49 – Paris/Fontaine-Bonneleau, Oise, 1908). Nice. Je zwei Herren und Trainer im Gespräch am Rande des Rennplatzes. Hinter den beiden Gruppen ein von dem Jockey vorgeführtes Pferd sowie reiche Staffage. Aquarellierte Federzeichnung. Hs. ligiert monogrammiert und datiert: AP 12.4.79, bezeichnet wie oben, oben rechts numeriert „IV“. 210 x 281 mm.

Atmosphärisch sehr reizvolle Arbeit, geschaffen vermutlich als Illustrationsvorlage. – Auf festem Papier. – Vier- und Zweizeiler im Unterrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.275 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 547.) + Versand

 

…  und  zurückgehend  auf  gemeinsame  Augsburger  Tage ,

da  sie  sich  gemeinsam

beim  großen  Pferdemaler  Rugendas  vervollkommneten

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1740. Ist dises noble Pferd so ein Schim(m)el mit liecht und dunckel braunen auch grauen Flecken gesprengt, mit Schwarzen extremiteten an Ohren Maul und Schencklen gezeichnet in dem Keÿserl. Reitstall zu Wien nach dem Leben gemahlt worden. Auf einer Koppel nach rechts schreitend. Im Hintergrund drei weitere Pferde, teils liegend, teils grasend oder stehend. Radierung und Kupferstich nach dem nach dem Leben gemalten Bild von August Querfurt (Wolfenbüttel 1696 – Wien 1761). (1745/46.) Bezeichnet: 44. / Aug. Querfurth. pinx. / J. El. Ridinger Sc: et excud., ansonsten wie vor. 34,7 x 27,9 cm.

Thienemann + Schwarz 286. – Blatt 44 der Wundersamsten Hirsche und anderer besonderlicher Thiere. – „Die sechs Pferde, welche in dieser Sammlung enthalten sind, wurden später auch besonders verkauft.“ – Bildseits kaum bemerkbarer rückseitiger Braun- oder Stockfleck in der Himmelspartie. – Sehr schöner toniger Abdruck auf leichtem, oben und unten 6,2-6,5 cm breitrandigem Bütten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.600 / EUR  860. / export price EUR  817. (c. US$ 1057.) + Versand

 

Ausritt  mit  dem  großen  Pferde-Rugendas

Zwei  seltenste  zeichnerische  Gegenstücke  aus  der  Spätzeit

Rugendas d. Ä., Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Sammeln zum Ausritt. Zwei große Gesellschaften in Aufbruchsbewegung. Zwei Pinselzeichnungen in differenziertem Grau bis Braun über Bleistift. Nicht vor 1730. 190-193 x 237-238 mm.

Auf getöntem leichten HONIG-Bütten, davon eines mit der angeschnittenen Wortmarke C & I HONIG wie seit 1730 im Verkehr und von Rugendas auch für seine aus dem Nachlaß überlieferte Augsburger spektakuläre signierte 1738er zeichnerische „Reiterschlacht vor einer Festung“ benutzt (Biedermann, Meisterzeichnungen des Dt. Barock, Augsburg 1987, Nr. 173 + Rugendas-Katalog Augsburg, 1998, Abb. 22), dort zusätzlich mit Lilien-Wappen und der für den franz. Partner Jean Villedary (dessen Eigenmarke „IV ILLEDARY“ auf hiesiger 1736er Zeichnung des jüngeren Georg Philipp) stehenden Gegenmarke IV.

Rückseits unten links alt in Bister mit 191/92 numeriert, doch wohl kaum einem Skizzenbuch entstammend („Alle Zeichnungen [in Augsburg] stammen aus aufgelösten Skizzenbüchern“, Held, Gg. Ph. Rugendas, 1996, S. 121, wie nach des Brasilianers Johann Moriz‘ Tod mit dem Familiennachlaß 1855 nach dort gelangt), wenngleich formatmäßig mit solchen korrespondierend als Gode Krämer hierfür namentlich zwei offenbare Rugendas’sche Standardformate von ca. 18 x 25 bzw. ca. 20 x 33 cm mitteilt (a. a. Rugendas-Katalog S. 27). Als durchweg und vielfach beidseitige ledigliche Detailstudien kommen sie überdies nicht in Betracht, auch fehlt jenen Blättern jegliche frühere Numerierung.

Der vom Wasserzeichen vorgegebene zeitliche Aspekt hingegen

bereichert  den  Bildreichtum  anstehender  Pendants

um  einen  Seltenheitsfaktor  von  Graden .

Denn nach Krämer gilt die „Tatsache, daß sich außer dem Berliner Konvolut (von mit der Schabblattproduktion in Verbindung stehenden Rötelzeichnungen), einiger kleinerer und großer Zeichnungen für große Thesenblätter und ihnen ähnlicher Vorzeichnungen zu Fürstenporträts

praktisch  keine  Zeichnungen  nach  1720  gefunden

haben; und vor allem aus dem Fehlen jeglicher zeichnerischer Vorbereitung zu den ab 1735 wieder begonnenen Gemälden“. Mit Ausnahme eben obiger Reiterschlacht als „Ganz am Ende seines zeichnerischen Werks (stehend) … durch Signatur und Datierung 1738 gesichert“ (a. a. O., S. 34/III).

Aber auch „Kompositionsstudien – und eben um solche handelt es sich hier – haben sich nicht sehr viele erhalten und keine die mit einer späteren  Ausführung direkt zu verbinden ist“, so Gode Krämer zuvor abschließend zur Gruppe kleiner Skizzen von Gestalten und Teilen von Gestalten in Kreide und Bleistift (S. 28/I) und wie letzteres offenbar auch auf hiesiges Paar zutrifft. Dennoch sind Rückgriffe auf frühere Arbeiten unverkennbar.

Die  zweite  der  Zeichnungen  bietet sich in ihrer optischen Bezogenheit auf die erste in Komposition, Technik, Format und Papier als Gegenstück an, gestützt auch von der rückseitigen Numerierung. Vor allem aber dominiert sie derselbe „General“, hier aber im Schritt nach links geradeaus und solchermaßen mit sichtbarem Degen. Mangels linksseitiger Nachbarschaft blickt er in die dortige Ferne. Und konträr zu dem einen Schecken reitenden General der Belagerungs-Radierung hier denn

Wouwerman  zitierend  auf  beiden  Blättern  auf  einem  Schimmel

als Dominanzmerkmal. Rechtwinklig seitlich zu ihm eine Dame im Damensitz, deren ausgestreckte Linke, aber auch nur diese, die auf einem Maultier reitende Marketenderin der Belagerungs-Radierung Teuscher 35 zitiert. Und ganz marginal erinnert die ausgestreckte Rechte des Reiters linksaußen an jene des linken Reiters auf Teuscher 32.

Nach hiesigem Kenntnisstand, dem sich nach Fotoansicht Dr. Krämer, Kustos em. der Städtischen Kunstsammlungen Augsburg und Kurator obiger 1998er Rugendas-Ausstellung, per mündlicher Äußerung zugleich mit dem Hinweis anschloß, daß, wie hier, die nah und groß gesehene Gruppe auch ein Charakteristikum der späten Öle sei, handelt es sich nach allem Obigen um

zwei  jener  seltenen  autonomen  Zeichnungen  des  Meister’s

im Sinne der Literatur.

Und wenn Held hinsichtlich der Qualität seiner Malerei „seiner schon früh ausgeprägten Begabung für

sanfte , atmosphärische  Stimmungen ,

die den (dortigen) martialischen Gehalt seiner Bildinhalte mildert“ (S. 142) gedenkt, so bestimmt eben auch anstehende Zeichnungen

die  Weichheit  ihrer  Pinseltechnik ,

mit Bedacht noch potenziert durch den tonigen Papiergrund. Letzterer denn auch die zumal rückseitige Bräunung von etwa 4 cm des jeweils rechten Bildrandes sowie beim zweiten Blatt 3 cm am Unterrand bildseits zu einem gut Teil auffängt und als nicht ungebührliche Patina dreier bewegter Jahrhunderte vermittelt. Im übrigen von makellos letzter Frische.

Daß diese Rugendasse zudem  zivilen Bildinhalts sind, macht sie dem heutigen Pferdefreund zwangsläufig zusätzlich (sonnenabgewandt!) wandtüchtig und dem Sammler angesichts zeitbedingt mehrheitlich kriegerischer Szenarien besonders begehrenswert. Denn

„ Rugendas‘ Interesse für Pferde ist … (eben) nicht nur durch die kriegerische Thematik seines Œuvre bedingt. Es ist auch Folge eines seit dem 16. Jahrhundert wachsenden hippologischen Interesses, das sich v. a. im 17. Jahrhundert in zahlreichen bebilderten Lehrbüchern zur ‚hohen Schule‘ manifestiert. Diese wurden mitunter von bekannten Schlachtenmalern wie z. B. Charles Parocell illustriert “

(Held, a. a. O., Seite 127).

Tatsächlich war „der große Zeichner Rugendas“ (Krämer) ein genereller Pferde-Schilderer schlechthin und

„ ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges, um nicht zu sagen, ein Genie. Zweifellos, unter bessere Verhältnisse gesetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler … der seine

sämmtlichen  Pferde-  und  Schlachtenconcurrenten  überflügelt  hätte “

(Wilhelm Schmidt 1889 in der ADB, Bd. XXIX, Seite 600).

Dessen Graphik-Folgen „ein wahres Lexikon für den Pferdezeichner“ bilden, so schon Meusel 1803 in seiner „Lebensgeschichte des Bataillenmalers Georg Philipp Rugendas“ (nach Held, S. 126).

Und fürs unmittelbare 18. Jahrhundert brachte der Malerkollege Ferdinand Kobell seine Wertschätzung 1771 drastisch mit seinem résumé auf den Punkt, mit dem er das Augsburger Künstlertum der Vorgeneration beispielgebend differenzierte: „nur schade, daß in einem solchen Orth ein Ridinger – und Rugendas gelebet haben“ (Decultot und andere Hrsg., Joh. Gg. Wille, Briefwechsel, Tübingen 1999, S. 486).

Für  letzteren  denn  hier + heute  zwei  zeichnerische  Pendants  von  Rang  und  Schönheit . Und  einer

für  das  zeichnerische  Œuvre  oben  belegten  absoluten  Seltenheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.181  /  Preis auf Anfrage

 

Marshall, Benjamin (?, Pferdemaler in London u. Newmarket, 1767-1835). Driver. Brauner mit Jockey in Blau-Weiß nach links. Rechts Wegestein, in der Ferne vereinzelte Anwesen. Kolor. Stahlstich. 1832. 11,5 x 12,8 cm.

Auf festem Papier, oben auf Bildkante geschnitten, doch angerändert. – Namentlich oben und rechts im oberen Bereich im Passepartoutausschnitt schwach gebräunt bzw. lichtrandig. – Farblich schönes Pferdeportrait. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.284 / EUR  75. (c. US$ 97.) + Versand

– – Longwaist. Brauner mit Jockey in Blau-Gelb nach links. Links zwei Herren mit Zylinder, der eine mit Rennzeitung, rechts Ecke des Stallgebäudes. In der Ferne Ortschaft. Kolor. Stahlstich. 1825. 12 x 14,5 cm. – Oben angerändert wie vor, doch stärker gebräunt. – Farblich schöne Pferdesportszene. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.285 / EUR  85. (c. US$ 110.) + Versand

– – Miss Craven. Apfelschimmel mit geflochtener Mähne und Jockey in Gelb-Weiß nach rechts. Rechts Brauner von hinten, dem der Stallbursche die Decke auflegt, links Stallgebäude. In der Ferne zwei weitere Reiter. Kolor. Stahlstich. 1830. 11,4 x 12,2 cm. – Im Passepartoutausschnitt namentlich im oberen Bereich etwas stärker gebräunt. – Reizvolles, auch farblich schönes Pferdeportrait. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.286 / EUR  85. (c. US$ 110.) + Versand

 

Aus  Baron  von  Eisenberg’s  berühmter  Reitschule

L’Arabe. Auf kleinem Plateau nach links. Im Hintergrund karge Hügel, rechts auf Felsen eine Burg. Kolorierter Kupferstich von Bernard Picart (Paris 1673 – Amsterdam 1733/34). (1727.) Bezeichnet: VII., ansonsten wie vor. 22 x 30,3 cm.

Tafel 7 aus Eisenbergs erstmals 1727 erschienener „Description du Manége Moderne“ und damit das letzte der einleitenden Kupfer zu den Pferderassen und solchermaßen auch mit zurückhaltendem landschaftlichen Beiwerk, wie in den Lektionen vollkommen fortgelassen. – Auf feinem, unten unbeschnittem, an den Seiten 4 cm breitrandigem Linienpapier. – Rückseits ganz schwach gebräunt, unterhalb der Hinterläufe kleine dünne Papierstelle, sonst von sehr schöner Frische.

Eisenberg , abgesehen von seiner Tätigkeit als Stallmeister 1728 in London, später in den Niederlanden, in Wien und 1753 schließlich in Pisa in seinen Lebensumständen unbekannt, wurde indes unsterblich durch seine 1727 erstmals erschienene, über die Jahrhunderte hinweg stark nachgefragte und daher immer wieder aufgelegte umfassende Reitschule, in deren „Mittelpunkt … das Bild (steht),

die  auf  äußerste  Genauigkeit  bedachte  Darstellung

der  einzelnen  Reitlektionen  …

Der Text beschränkt sich auf knappe Erläuterungen“ (Dietrich Fröba im 93er Ausstellungskatalog „Pferd und Reiter in fünf Jahrhunderten – Schätze aus der Bibliothek des Deutschen Pferdemuseums“ zu einer französischen Ausgabe von 1733, Nr. 11).

Bestechend  in  ihrer  völligen  Konzentration

auf  das  dem  Praktiker  allein  Wesentliche , nämlich  die  Lektion

sind die Darstellungen in ihrer staffagearmen Kargheit künstlerisch indes nicht ohne Vorbild, erinnernd an noch gar nicht so lange zurückliegende Arbeiten etwa Potters, Berchems oder Romeyns, die gerade deshalb als modern empfunden werden und begeistern. Weit gefaßt, können Eisenbergs Blätter somit durchaus als in der Nachwirkung der holländischen Kunst des 17. Jahrhunderts stehend gesehen werden.

Picart , der „bedeutendste und zugleich produktivste Kupferstecher im französisch-flandrischen Raum Anfang 18. Jh.“ (Fröba, a. a. O. S. 28), lebte seit etwa 1710 in Amsterdam, wo er sich 1719 auch verheiratete. Er könnte zudem ein Enkel jenes Pariser Blumenmalers und Händlers Jean Michel Picart gewesen sein, dessen Gerson, Ausbreitung und Nachwirkung der holländischen Malerei des 17. Jhdts., SS. 57 + 59, als einer Anlaufadresse für die auf den dortigen Markt drängenden Niederländer gedenkt, und mit dem namentlich Willem Kalf gut bekannt war.

Hiesiger Bernard Picart indes „gründete (in Amsterdam) seinen Ruhm, sowohl durch die Werke, welche er lieferte, als durch eine blühende Schule, in welcher er viele Künstler heranbildete“ (Nagler). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.150 / EUR  249. (c. US$ 322.) + Versand

Le Hardi. Im Sprung nach links. Kupferstich von Picart wie vor. Bezeichnet: XLIV., ansonsten wie vor. 22,2 x 30,3 cm. – Tafel 44 der Folge wie vor, hier mit oben + unten 1,3, an den Seiten 2,1-3 cm weißem Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.151 / EUR  225. (c. US$ 291.) + Versand

Le Sensible. Zwischen den Pilaren springend nach rechts. Bezeichnet: XLV., ansonsten wie vor. – Tafel 45 wie vor, hier mit 1-1,5, rechts 4 cm breitem weißen Rand. – Schwach braunstippig, zwei feine, vollkommen geglättete Längsfalten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.152 / EUR  189. (c. US$ 245.) + Versand

La bonne force. In freiem Sprung nach links. Bezeichnet: XLVI., ansonsten wie vor. – Tafel 46, hier mit 0,5-1,7, rechts 3,5 cm breitem weißen Rand. – Von großer Frische. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.153 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Ballon. In hohem Sprung nach links. Bezeichnet: XLVII., ansonsten wie vor. – Tafel 47, hier mit 1,2-1,6, rechts 3,9 cm breitem weißen Rand. – Vollkommen geglättete Diagonalfalte oberhalb von Pferdekopf + Reiter, ansonsten von großer Frische. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.154 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Dificile. In gestrecktem Sprung nach links. Bezeichnet: XLVIII., ansonsten wie vor. – Tafel 48, hier mit oben + unten 1,3-1,6, an den Seiten 2,1 bzw. 3,1 cm breitem weißen Rand. – Rückseits einzelne schwache, bildseits kaum wahrnehmbare Stockflecken. Lediglich ganz rechts außen am Bildrand drei kleinere und im weißen Rand ein etwas größerer Fleck bemerkbar. Unbeschadet dessen dynamisches Sujet von schöner Frische. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.155 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Pegase. In gestrecktem Sprung nach rechts. Bezeichnet: XLIX., ansonsten wie vor. – Tafel 49, hier mit 1,1-1,7, rechts 3,9 cm breitem weißen Rand. – Links und unten im weißen Rand schwach gebräunt, sonst von großer Frische. – Herrlich kontrastreicher Druck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.156 / EUR  225. (c. US$ 291.) + Versand

L’Aimable. In gestrecktem Galopp nach links. Bezeichnet: L., ansonsten wie vor. – Tafel 50, hier mit 0,9-2, links 3,3 cm breitem weißen Rand. – Winziger Einriß im weißen Unterrand säurefrei hinterlegt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.157 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Rubis. Im Galopp nach rechts. Bezeichnet: LI., ansonsten wie vor. – Tafel 51, hier mit oben und unten 0,7-1,6, an den Seiten 2,3 cm breitem weißen Rand. – Sehr schöner Druck und von großer Frische. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.158 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Poupon. Nach rechts. Bezeichnet: LIII., ansonsten wie vor. – Tafel 53, hier mit 1-2, links 3 cm breitem weißen Rand. – Ganz schwacher Braunfleck am linken Vorderhuf des Pferdes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.159 / EUR  189. (c. US$ 245.) + Versand

Le Grand. Nach links, auf die Hinterhand gedrückt. Bezeichnet: LIV., ansonsten wie vor. – Tafel 54, hier mit oben und unten 1,3-1,5, an den Seiten 2,3-3 cm breitem weißen Rand. – Der weiße Unterrand im Außenbereich etwas gebräunt und links mit noch knapp ins Bild reichenden schwachen Knitterspuren. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.160 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

Le Joli. Nach rechts, auf die Hinterhand gedrückt. Bezeichnet: LV., ansonsten wie vor. – Tafel 55, hier mit 1,2-1,7, rechts 3,5-4 cm breitem weißen Rand. – Vollkommen geglättete vertikale Druckspur. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.161 / EUR  198. (c. US$ 256.) + Versand

 


 

„ Eine  grosse  Menge  schöner  Pferde “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Par Force Pferde werden auf den Rendevous aufgeführet. Endloser Zug von meist in Dreiergruppen von den Reitknechten aus dem Wald auf die Lichtung geführter gesattelter Pferde. Von rechts kommen zwei Jagdwagen hinzu. Radierung und Kupferstich. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie oben. 31,2 x 47,9 cm.

Die Par Force Jagd des Hirschen III.Thienemann + Schwarz 51; Weigel, Kunstlager-Kat., 4a + 16545 („alte jetzt nur selten vorkommende Abdrücke“, 1847!); Stubbe, Johann Elias Ridinger, 1966, SS. 15 f.

„ Eine grosse Menge schöner Pferde, gewöhnlich drei gesattelte neben einander, von dem Reitknecht in der Mitte geführt, sind auf dem langen Zuge nach dem Versammlungsorte. Es ist viel Leben und Ridinger’s Meisterhand versteht es, Abwechslung in dies Leben zu bringen “

(Thienemann).

Ausführlicher 8zeiliger Untertext in Deutsch. – Leuchtender Abdruck auf an den Seiten 4,7-5, oben und unten 3-4,8 cm breitrandigem festen Linienpapier. – Im linken Seitenrand die zwei verlagsseitigen Durchstiche. Im Oberrand ein bis an die Plattenkante heranreichender Einriß wie auch einige weitere kleinere säurefrei hinterlegt.
Angebots-Nr. 15.174 / EUR  1290. / export price EUR  1226. (c. US$ 1586.) + Versand

 

Rugendas’sche  Reiter-Skizze

unerhört  fühlbarer  Bewegungs-Rasanz

aus  „ der

berühmten  Leipziger  Handzeichnungs-Sammlung  Heinrich  Campes “

Rugendas d. Ä., Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Drei Reiter. Zwei galoppierend, der linke im Schritt. Federzeichnung in Schwarz über Bleistift. Unten rechts kursiv mit schwarzer Feder bezeichnet: G. P. R. 1703. 121 x 173 mm.

Provenienz

Heinrich Wilhelm Campe , Leipzig ,
dessen Erbteilung 1863 ,
mit dessen ovalem Blindstempel HWC unten links (Lugt 1391)

Pauline Brockhaus, Leipzig, oder Luise Vieweg , Braunschweig , als geb. Campe

Nagler, Monogramm., III, 279: Die Cursiven findet man auf Zeichnungen. – Altmontiert. – Aufgelegt auf großen braunen Sammlungskarton (43,4 x 32,5 cm) mit weißer Einfassungslinie + breitem Prägerand mit Inschrift „Sammlung Campe“, unten „Georg Philipp Rugendas / Augsburg 27. XI 1666 - 19. V. 1742 / Schüler von I. Fischer (recte Fisches) / Berühmter Schlachtenmaler.“, alles in etwas ausgeblaßtem Weiß. – Überwiegend im weißen Feld schwach stockstippig, gänzlich überspielt von der Bildrasanz.

Diese sich unerhört mitteilende Bewegungs-Rasanz der beiden Galopper zusätzlich gesteigert von dem vergleichsweise ruhigen Linksaußen als Gegenpol. Gänzlich unprätentiös daherkommend, offenbart diese von Campe seiner Sammlung für würdig erachtete Skizze schlagartig „den großen Zeichner Rugendas“, der sich

„ seines  Könnens  auf  dem  Gebiet  der  Pferdezeichnung

unendlich  sicher  gewesen  sein  (muß) “,

so Gode Krämer im 1998er Augsburger Rugendas-Katalog angesichts einer Fülle von Detail-Studien, bei denen „niemals Pferde unter den Reitern sind“ (SS. 27 ff.).

Entstanden aus kriegerischem Erleben

in  dem  für  Augsburg  so  entscheidenden  kriegerischen  Jahr  1703

innerhalb des Spanischen Erbfolgekrieges mit namentlich seiner Belagerung + Besetzung durch die franz.-bayer. Truppen (15. 12. 1703 – 16. 8. 1704), überstand sie zahlreiche weitere Attacken gleicher Couleur und

passiert  mit  ihren  300  Jahren  nun  hier  und  heute  ein  weiteres  Mal  den  Markt

bei zwischenzeitlichem Verweilen in der alten „berühmten Leipziger Handzeichnungs-Sammlung Heinrich Campes“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.180  /  Preis auf Anfrage

 

Bereuter, Der / Was uns schwer deucht, macht Übung leicht. An zwei Pilaren mit dem Ausbilder vorn und, zurückgesetzt, einer Gruppe von Beobachtern, davon einer mit Pferd auf den eigenen Einsatz wartend. Kupferstich, wohl von Jan oder Caspar Luyken, Amsterdam, für Chr. Weigel in Nürnberg. Ca. 1700. 13 x 8,7 cm.

Aus Abraham a Santa Clara’s „Etwas für alle“ (1699 + 1713), doch möglicherweise schon für’s 1698er Ständebuch geschaffen, die beide jeweils mehrere Auflagen erlebten. – Mit 6zeil. Untertext. – Mit dem unbewaffneten Auge weniger erkennbare Papierabreibung im Brust- und Armbereich des Reiters.
Angebots-Nr. 28.615 / EUR  39. (c. US$ 50.) + Versand

 

In  heute  ungekannter  Bewegungsvielfalt

Georg Philipp Rugendas I (1666 Augsburg 1742). Reiter, -schlachten und Lagerdarstellungen aus 1693 – 1705. Folge von 48 Blatt. Clairobscurs von Johann Christian Rugendas (1708 Augsburg 1781). Ca. 1740. Qu.-2°. Hldr.-Bd. d. Zt. a. 5 Bünden m. Ldrecken. u. marmor. Deckelbezügen.

Teuscher 593-640 (von 589-652) nebst Abbildungen; Stillfried 529-576 (von 525-588). – Vgl. Nagler, J. Chr. R., 5-17. – Auf einheitlich schönem festen Papier von 24 x 36 cm. Plattengrößen 10,2-21,7 x 10,5-32,4 cm bei dominierender Mittelgröße von etwa 17 x 24 cm.

Großartiger Bestand jener Arbeiten, die Georg Philipp Rugendas als Pferdezeichner graphisch so unvergleichlich gemacht haben, einzigartig wiedergegeben in der besonderen, von zwei Platten gedruckten Manier des clairobscur mit ockerartiger Grundfarbe und darüber gedrucktem Dunkelbraun mit dem Papier für die Lichter und solchermaßen von außerordentlichem malerischen Reiz.

Die ganz wesentliche Welt des Pferdes von einst in einer heute ungekannten Bewegungsvielfalt, wie nur in Grenzsituationen und bei permanentem Miteinander zu beobachten. Und so die ganze Einzigartigkeit des Pferdes atemberaubend erschließend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.223  /  Preis auf Anfrage

 

London Horse & Carriage Repository, Gray’s Inn Road, NW + SE View of the. Reich staffierte Hofansichten. 2 Blatt. Stahlstiche von William Deeble (GB seit vor 1814) nach Thomas Hosmer Shepherd (1. H. d. 19. Jhdts.). 1828. Signiert, datiert, bezeichnet. 11 x 14,8-15,1 cm.
Angebots-Nr. 9.196 / EUR  76. (c. US$ 98.) + Versand

 

Vainqueurs des Steeple Chases de 1868. Schauspringen der 8 Sieger der Hindernisrennen von 1868. Während fünf in breitem Feld über den Erdwall hinwegsetzen, hat einer bereits klaren Vorsprung. Die anderen weit abgeschlagen nachfolgend. Lasiert kolor. getönte Lithographie bei Lemercier, Paris. (1868.) 26 x 42,3.

Auf breitrandigem festen Papier mit nur wenig störender Bugfalte. Rückseits einzelne Stockflecken. – Mit Nummernschlüssel 1-8 für die Pferde und ihre Besitzer. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.217 / EUR  399. / export price EUR  379. (c. US$ 490.) + Versand

 

In  seinen  Pferden  von  Wouwerman  beeinflußt

Hendrik Verschuring (Gorkum 1627 – bei Dordrecht 1690). Rastende Jäger, teils abgesessen, mit ihren Hunden vor der Schenke, vor der die Wirtsleute eine  zweispännige  Kutsche  willkommen heißen. Einer der Jäger hat seinen Falken auf der Rechten und eilt zu Fuß links ab in die Landschaft, freudig erregt begleitet von seinem Hund. Aber auch der rückseits gezeigte  Reiter  vorn links könnte einen Falken auf der Linken halten. Lavierte Pinselzeichnung in verschiedenen Grautönen und etwas Schwarz über Spuren von schwarzer Kreide. Unten links mit dem grauen Pinsel hs. signiert: H. verschuring. f.. 250 x 348 mm. – Siehe die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.863  /  Preis auf Anfrage

 

„ Ausgezeichneter  Darsteller

des  Pferdes  in  der  Bewegung “

Grunenberg, Arthur (Königsberg 1886 – Berlin 1927). Rossebändiger. Folge von lith. Titel und

11  (statt 12)  Kreide-Lithographien

(18-23,5 x 21,5-27 cm), davon 10 unten rechts in Bleistift bezeichnet: A. Grunenberg. (Bln., Wasmuth, 1922). Mit lith. hs. Bl. Inhalt. In Orig.-HPgt.-Mappe (33,5 x 43 cm) mit lith. illustr. Vorderdeckel nebst Titel + Autor.

Thieme-Becker XV (1922), 146; Vollmer II (1955), 325. – Ausstellungen: Kunstsalon J. Casper, Bln., Mai 1914 + Galerie Arnold, Dresden, März 1927.

Eins von 40 Exemplaren auf unbeschnittenem dünnen Japan bzw., lith. Titel und Inhaltsblatt, Japan-Velin.

1. Dioscuren (erster Entwurf) – 2. Dioscuren (zweiter Entwurf) – 3. Absalom – 4. Spähende Amazone – 5. Verwundete Amazone – 6. Hengstzähmung – 7. Rossebändiger (ersetzt, s. u., und solchermaßen unsigniert geblieben) – 8. Störrische Pferde – 9. Ausbrechende Hengste – 10. Durchgehender Hengst – 11. Der gezähmte Hengst (versehentlich unsigniert geblieben) – 12. Morgenritt .

Ohne Blatt 7, „Rossebändiger“, wofür die mutmaßlich bildgleiche Titel-Lithographie, die ihrerseits aber nicht identisch ist mit der Vorderdeckel-Illustration, unter Verlust von Verlegeradresse und wohl Numerierung – bekannt hier ein mit „XXIII/40“ numeriertes einstiges Markt-Exemplar, dem seinerseits das lith. Inhaltsblatt fehlte – auf das kleinere Format der Folge selbst beschnitten wurde. Gelegentliche leichte Stockflecken im meist weißen Feld (nur Blatt 4 generell leicht befallen). – Die Mappe stockstippig, doch kaum auf dem Vorderdeckel mit seiner schönen großen Darstellung (15,5 x 13 cm) zwischen der Kreide-Schreibschrift.

Die in tiefschwarzen Drucken vorliegende herrliche Folge

in  ihrer  unerhört  fühlbaren  Bewegungs-Rasanz

als von auflagenbedingt großer Seltenheit – so denn auch nicht in der die Spanne von 1527 bis 1930 abdeckenden und 1999 aufgelösten hippologischen Basler Sammlung Sarasin – begleitete Reverenz des künstlerisch so einzigartig bravourösen frühen deutschen 20. Jahrhunderts an jahrtausende alte Reitkultur, verdeutlicht mit den Eingangsblättern von Dioskuren („Söhne des Zeus“) + Absalom (Sohn Davids). Wie die Folge als Ganzes unmittelbar anschließt ans 1921er Öl

„ Die  Rosse  bändigenden  Dioskuren “.

„ (Grunenberg) bevorzugt als Motive den Reiter u. den Tänzer bzw. die Tänzerin. Benutzt meist den Rötelstift oder die Kreide.

Ausgezeichneter  Darsteller  des  Pferdes  in  der  Bewegung “

(Vollmer). – Letztere hier denn faszinierend bis hin zum Schlußblatt, der Rückenszenerie des Morgenrittes, dessen Reiter von zwei Läufern begleitet wird. Eine einzige Komposition körperlicher Bewegtheit. Umfangen von der Bewegung kulissenartiger Bäume. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.145 / EUR  2000. / export price EUR  1900. (c. US$ 2458.) + Versand

 

Bürde, Friedrich (Breslau 1792 – Detmold 1849). Alcides wurde im Fr: Wilh: Gestüt im Jahre 1812 von dem Allahor und der Emma gezogen, er ist hellbraun und 5 Fuss 4 Zoll hoch. Stehend nach links mit der schön gezeichneten Brandmarke. Zurückgesetzt in ganzer Bildbreite drei Staffage-Gruppen mit zusammen 25 Pferden, davon sechs bzw. fünf in der Mitte + rechts stehend, ruhend, weidend, indes linksseits ein Knäuel von 14 seine Lebensfülle austobt. Radierung, teils mit der kalten Nadel. Bezeichnet: nach dem Leben gemahlt u: radirt v: F: Bürde 1823. 3tes Heft / Berlin, bei Simon Schropp & Comp., ansonsten wie vor. 38,2 x 50,6 cm.

Thieme-Becker V, 194; Nagler II, 198. – Nicht in Sammlung Sarasin (1999). – Aus der 3. Lieferung der hier auf dem Markt complett nicht nachweisbaren Folge der „Abbildungen vorzüglicher Pferde die sich in den Königl. Preuss. Gestüten befinden … “ – Blattgrößenentsprechend (53,2 x 69,2 cm) breitrandig und hier, säurefrei versorgt, neben drei mit 3,5-4,5 cm messenden längeren Randeinrissen noch der eine und andere minimale. Kleiner Eckausriß links oben. Drei/vier feine Knitterspuren im weißen Feld oberhalb des Hengstes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.606 / EUR  964. / export price EUR  916. (c. US$ 1185.) + Versand

 

– – Bayard im Fr: Wilh: Gestüt vom Turcmainatty und der Dersagrena im J: 1802 gezogen; 5 Fuss 1 Zoll hoch, dunkelbraun. Stehend nach rechts. Mit Baum/Strauchstaffage und zurückgesetzter kleiner Architektonik mit Turm. Radierung, teils mit der kalten Nadel. Bezeichnet: nach dem Leben gemahlt u: radirt v. F. Bürde 1822. 3tes Heft / Berlin, bei Simon Schropp & Comp., ansonsten wie vor. 38,2 x 50,4 cm.

Aus der 3. Lieferung wie vor. – Blattgrößenentsprechend (53,2 x 69,2 cm) breitrandig und hier einige säurefrei versorgte Kleineinrisse, nur zwei mit 2-2,5 cm etwas länger. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.607 / EUR  964. / export price EUR  916. (c. US$ 1185.) + Versand

 

Mit  Parrocel’s  berühmter  Reitschul-Suite

La Guérinière, (François Robichon de). École de Cavalerie; Contenant la Connoissance, l’Instruction, et la Conservation du Cheval. 2 Bde. Paris, Par la Compagnie (des Libraires), 1756. 8 unnum. Bll., 319 SS.; 2 unnum. Bll., 300 SS. Mit gestochenem Autoren-Porträt + Frontispiz und

33  (4 gefalteten)  Kupfern

(19 x 12 bzw. 19 x 24,5-26 cm Blattgröße) von (14, darunter die Faltkupfer) + nach Charles Parrocel (1688 Paris 1752). Frz.-Bde. d. Zt.

Mennessier de La Lance II, 28. – Vierte Oktav-Ausgabe der 1729 erstmals kleinstformatig und unillustriert erschienenen und bis ins 19. Jhdt. wiederholt aufgelegten

fundamentalen  Reitlehre  des  Kgl.  Stallmeisters .

Textgenau eingebunden, startet die Folge mit 24 halbseitigen Dressur-Scenen auf 12 Tafeln, denen sich 8 ganzseitige, zugleich porträthaft ausgeführte Arbeiten anschließen. Die vier großen Faltkupfer mit zusammenfassender Dressurübersicht sowie je ein reich nummernerschlossenes für die äußeren Teile des Pferdes, dessen Skelett und für das kranke Tier. Zugehörig zwischengebunden schließlich 9 Kupfer Zaumzeug, Hufeisen, Werkzeug und Schemata.

Die beriebenen Einbände an Ecken und Kanten leicht bestoßen sowie mit wenigen kleinen Abplatzungen und Wurmspuren. Vorderdeckelgelenk von Bd. I und das des Rückdeckels von II oben und unten jeweils 2-3,5 cm gerissen, doch allenfalls minimal nach innen durchgehend, sonst von völlig intakter Bindung, deren rotbraun marmorierter floraler Vorsatz nebst Innenspiegel eigens hervorgehoben sei. Die weißen Vorsatzrückseiten und das weiße Schlußblatt von II gebräunt, gleichmäßig schwach noch Porträt, Frontispiz und Titel von II sowie eines der Faltkupfer rückseits oben. Blatt 169/70 von I mit alter Randhinterlegung. Im übrigen praktisch fleckenfreies Exemplar mit mehrfachem interessanten alten Besitzvermerk: Beide Vorderdeckel innen mit Wappen-Exlibris von Haugk, Vorsatzrückseite von I mit (wohl 18)42er hs. Glogauer Kaufvermerk und auf beiden Titeln hs. „M. Troost. 1881. Capitaine“.

Kurz, ein bis durchaus hin zum Einband mit seiner reichen Rückenvergoldung und den roten Rückenschildchen rundweg schönes Exemplar des unverzichtbaren Werkes mit seiner künstlerisch wie hippologisch Maßstäbe setzenden Parrocel-Illustration als eines Wertes sui generis. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.149 / EUR  1730. / export price EUR  1644. (c. US$ 2127.) + Versand

 

Sportsman’s Dictionary, The; containing Instructions for various methods to be observed in riding, hunting, fowling, setting, fishing, racing, farriery, hawking, breeding  and  feeding  horses  for  the  road  and  turf; the management of dogs, game and dunghill-cocks, turkeys, geese, ducks … and the manner of curing their various diseases and accidents. Improved and enlarged by Henry James Pye. 5. Aufl. Mit  17 Kupfertafeln. London, John Stockdale, 1807. 4°. VII, 547 SS. Dunkelbrauner Hldr.-Bd. auf 5 Bünden m. bordeauxroten Deckelbezügen, breiten Ldrecken., rotem Rückenschild, Streicheisenvergold. auf dem Rücken sowie fleuralen Blindfileten und farbig geschuppten Innenspiegeln und Vorsätzen. Braunschnitt.

Souhart 389 f. – Die Tafeln mit instruktiven Detaildarstellungen zu Angelei – Vogelfang + -jagd sowie allen Arten von Netzen , Körben + Reusen für Fischerei , Niederwild- + Wolfsjagd. – Namen auf Vorsatz. – Namentlich auch einbandschönes Exemplar von überwiegend nahezu unberührter Frische. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.139 / EUR  765. / export price EUR  727. (c. US$ 941.) + Versand

 

In  seltenen  rechten  oberen  Eckrand-Vierer-Blöcken

Pferde. Nach Grafiken Alter Meister (1 farbig). Serie von 5 Briefmarken-Werten in Eckrand-Vierer-Blöcken. Hrsg. von der tschechoslowakischen Post. 21./24. April 1969. Stahlstich von Bedřich Housa (geb. Prag 1926) nebst Rastertiefdruck. 12 x 8,5 cm.

Die fünf Motive – sämtlichs blockweise – in der Reihenfolge ihrer Werte wie folgt :

Hendrik Goltzius (Mühlbrecht/Venlo 1558 – Haarlem 1617, -.30 Kcs.) – Matthäus Merian (Basel 1593 – Schwalbach 1650, -.80) – Václav Hollar (Prag 1607 – London 1677, 1.60) – Albrecht Dürer (1471 Nürnberg 1528, 1.80) – Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767, farbig, 2.40).

Der  höchste  Wert  der  Serie  und  einziger  in  Farbe  dazu

die Wiedergabe des Titelblattes von Ridinger’s majestätischer 18-Blatt-Folge „Neue Reit-Schule“, genannt auch Große oder Wiener Schule. Dem Dürer’s „Großes Pferd“ als nach Mende Alexander mit Bukephalos vorausgeht. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.370 / EUR  255. / export price EUR  242. (c. US$ 313.) + Versand

– – – Dasselbe, doch jeder der fünf Werte als Einzelmarke von 5,4 x 3,3 cm.
Angebots-Nr. 13.371 / EUR  50. (c. US$ 65.) + Versand

 

Jagdpferde, Englische. Deren berittene zwei an einem Gatter nebst Dreier-Koppel. Stahlstich von F. Hirchenheim(n?). Ca. 1835. Bezeichnet: XXXII / F. Hirchenheim (anderwärts Hirchenhein) sc, ansonsten wie vor nebst Adresse der Kunstanstalt des Bibliograph. Instituts. 16,7 x 19,7 cm.

Mit dem nicht mitgemessenem vollen Plattenrand, wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.825 / EUR  64. (c. US$ 83.) + Versand

 

Rodensteiner, De. Der Ritter mit seinem Gefolge bei wildem Pferderennen querfeldein, gefürchtet von den sich im Getreide duckenden Landleuten. Getönter Holzstich nach Gottfried Franz (Mainz 1846 – München 1905) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875-76.) Signiert, bezeichnet. 17,8 x 23,9 cm. – Aus der etwa gleichzeitigen holländ. Ausgabe.
Angebots-Nr. 9.458 / EUR  50. (c. US$ 65.) + Versand

 

An der Brücke in Interlaken. Mit Pferden in und bei der Schwemme. Getönter Holzstich nach Paul Meyerheim (Berlin 1842 – 1915) bei Adolf Cloß, Stuttgart (1875-77.) Signiert (unleserlich seitens des Holzstechers), bezeichnet. 20 x 24,8 cm.
Angebots-Nr. 9.699 / EUR  79. (c. US$ 102.) + Versand

 

Im  Erstzustand  adäquater  Provenienz

Rugendas I, Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Diversi Pensieri. Landleute zu/mit Pferde(n). Folge von 8 Blatt. Radierungen. Bezeichnet: Diversi Pensieri p(er) Georgio Filippo Rugendas Pittore. Aug: Vind: 1699. Jeremias Wolff excudit Cum Privilegio Sac: Cæsar: Maiest. 1. (Titel) bzw., variierend, I. Wolff exc(ud). (Aug. Vind.) C(um). P(riv). S(ac). C(æc bzw. æs). M(aj). 2. (bis 8.). 11,6-11,8 x 14,1-14,2 cm. Geheftet.

Provenienz

J. H. Anderhub

mit dessen 1937er Exlibris EX BIBLIOTHECA J. H. ANDERHUB
unter seiner Büsten-Silhouette

Teuscher 23-30, I (von III, recte IV) nebst Abbildungen; Stillfried 20-27; Kunstlager-Catalog Weigel IX, 1840, 10.321 + VI, 7133 (Zustand II mit der Ridinger-Adresse nebst Datum 1750 bei Fortfall des Privilegvermerks); Schwarz, Ridinger-Slg. von Gutmann, 1910, XXVIII (nur 7 Bll.), Zustand II (Titel) bzw. II, 1 (Rid.-Adresse ohne Datum).

Bll. 1, 5 + 8 mit Wz.-Torso. – Mit 2-2,5 cm breitem partiell schwach stockigem Rand, nur der Titel auch im Bild ebenso und im weißen Rand etwas stärker. – Linksseits auf Montagekarton von 1919 aufgelegt. – Die Falzstreifen der Blätter tlw., von Bl. 8 ganz, gerissen, doch säurefrei verstärkt. – In rostrotem Umschlag, (eigenhändig?) beschriftet „Rugendas / Diversi Pensieri / 8 Bl / Wolff A. V. 1699 / complett s. Stillfried S. 1 No. 20-27“.

Die  reizvolle  Folge  „bukolischen  Inhalts“

gleich den „Capricci“ von 1698 (Gode Krämer in Katalog Augsburg), erfüllt von der Poesie des intimen Rugendas jenseits von Schlachtenlärm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.608 / EUR  940. / export price EUR  893. (c. US$ 1155.) + Versand

 

Menuisier en Voitures. Werkstattansicht und zahllose Detaildarstellungen. Folge der 17 (1 dblgr.) Kupferstiche der  Kutschenschreinerei  von Robert Benard (Paris 1724 – nach 1777, recte wohl eher ca. 1786) aus der Quartausgabe der Diderot-Enzyklopädie. (1784.) Signiert, bezeichnet. Ca. 24,5 x 18,5 bzw. (1) 35,5 cm.

Instruktive  Suite. – Fast ausschließlich den weißen Rand betreffende Klein- + Kleinsteinrisse sowie vereinzelte Papierschwachstellen säurefrei hinterlegt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.111 / EUR  220. (c. US$ 285.) + Versand

 

Hippologisches  Rugendas-Rarissimum

mit  dem  literaturunbekannten  Titeltext

Rugendas, Johann Moritz (Augsburg 1802 – Weilheim/Teck 1858). Pferde / aus dem / Königlich-Baierischen Marstall. / Nach der Natur gezeichnet und radirt / von / J. Moritz Rugendas. Sohn. / AUGSBURG, 1820. / Im Verlag bei J. LORENZ RUGENDAS. Vater. Folge von 6 Blatt. Radierungen. 1819/20. Kl.-qu.-fol. (Plattengröße 16,6-18,2 x 23,2-24,4 cm). Bezeichnet im unteren weißen Plattenrand mit dem jeweiligen Namen sowie ggf. im Bildrand mit Signatur + Datum, siehe unten. In altem schweren Bütten-Umschlag mit aufmontiertem Titelausschnitt des blau-grauen Orig.-Umschlags.

Teuscher 986-991 nebst Abbildungen bei Unkenntnis des Titels („Hengste, Folge von 6 Bll.“). – Mit Ausnahme von T. 986 nicht bei Stillfried. – Je ein titelloses Exemplar in Augsburg (Staats- und Univ.-Bibliothek, kolor.) + Stuttgart (Staatsgalerie). – Das von Stillfried (1879) nachgewiesene Einzelblatt der Staatlichen Graphischen Sammlung München im Kriege verlustig gegangen. – Fehlte den importanten hippolog. Sammlungen Anderhub (1963) + Sarasin (1999).

Die  früheste  Folge  des  großen  Südamerika-Reisenden

geschaffen  als  17/18jähriger ,

bevor er, 19jährig, nach Brasilien aufbrach .

Thematisch eine Familientradition aufgreifend, für die der Urgoßvater Georg Philipp I steht, von dem 1889 Wilhelm Schmidt in der ADB schrieb „ohne Zweifel ein Talent ersten Ranges, um nicht zu sagen, ein Genie. (Der z)weifellos, unter bessere Verhältnisse gesetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler geworden sei, der seine sämmtlichen Pferde- und Schlachtenconcurrenten überflügelt hätte“. Wie Mori(t)z nach erster väterlicher Ausbildung bei Albrecht Adam in die Lehre ging, der seinerseits zum Begründer einer Künstler-Dynastie von Pferde- und Schlachtenmalern wurde. 1817 folgte die Aufnahme in die Münchner Akademie, wo er sich unter Lorenz Quaglio II dem Genre- und Landschaftsfach widmete. Aus jenen frühen Jahren verzeichnet Teuscher wohl nur elf graphische Arbeiten nach eigener Vorlage (984-993 + 1311 als dem Portrait des Vaters), auf die namentlich Nagler’s Urteil – „schöne Blätter“ – im Künstler-Lexicon (XIV, 1845, Pos. 1-2) zielt:

„ Einzelne Pferde und Gruppen, so wie auch Hunde,

gezeichnet und radirt von Moritz Rugendas, qu. und kl. folio. “

Mit der hiesigen Folge als Kernstück, die in eben der Unkenntnis des

hier  offenbar  erstmals  dokumentierten  Umschlag-Titels

1937 von Hämmerle vage wie folgt umschrieben wurde:

„ Es dürfte sich bei dieser Folge um damals bekannte Zucht- oder Rennpferde handeln, vermutlich geht die Entstehung der Folge auf eine Anregung A. Adams zurück “

(Albert H., Die letzten Maler Rugendas, in Vierteljahreshefte zur Kunst und Geschichte Augsburgs, 1937/III, SS. 1-110, Anm. 51).

Vier Blätter oben + unten 1,5-2,7 cm (eines nur 1,5-1,8) und seitlich 1-1,5 cm (eines bis 1,8) breitrandig, zwei seitlich nur 0,4-0,7 cm bei nur 1-2,5 bzw. 1 cm für oben und unten. Der weiße Plattenrand seinerseits meist ca. 1 cm breit. – Durchweg nur vereinzelte schwache Stockfleckchen nahezu ausschließlich im weißen Rand, nur ein Blatt unten etwas mehr und in drei Randecken zudem mit schwachem Wasserrand wie an einer Ecke auch bei einem weiteren. – Drei Blatt mit alt hinterlegtem 2,5-3,5 cm langen Papierausriß im unteren rechten Seitenrand, davon je einer den weißen Plattenrand ganz bzw. hälftig einbeziehend. Ein weiteres mit zwei minimalen Ausrissen außerhalb des Plattenrandes dortselbst. Die Erwerbswürdigkeit hiervon letztlich unberührt angesichts der absoluten Seltenheit der Folge an sich, deren Auftauchen

der  präsente  literaturunbekannte  originale  Umschlag-Titel

mit seinem zudem anrührenden familiären Urheber/Verleger-Text geradezu zu einem Ereignis macht. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.586 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1696.) + Versand

 

Waldkoppel (in Pommern). Stuten mit Füllen, doch auch ein Rind, auf der Weide, an der ein Zweispänner vorbeifährt. Holzstich nach Johannes Gehrts (St. Pauli/Hamburg 1855 – Düsseldorf 1921). Signiert, datiert, bezeichnet. 14,1 x 18,5 cm. – RÜCKSEITS: Schäfer mit seiner Herde. Holzstich nach G., doch mit dessen Datierung von 1880. 12,6 x 10,5 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.
Angebots-Nr. 8.387 / EUR  61. (c. US$ 79.) + Versand

 

In  apartem  alten  Marmorumschlag

Meyer, Johann (1655 Zürich 1712). Reitergefechte. Folge der 6 teils mit der kalten Nadel gearbeiteten Radierungen in Friesform nach Heinrich Werdmüller (gest. 1677, in Villingen?, Offizier) in Zürich (?) auf 3 Blatt. Bezeichnet auf Blatt 1: David Funck exc. / J. Meyer f. / 1(-6). 5,2-5,5 x 18,2-18,3 cm. Farbig marmor. Heftung d. Zt.

Nagler 6, I (von II). – „Im ersten Drucke (wie hier) mit der Adresse von David Funk (Kunsthändler in Nürnberg), im zweiten mit jener von Schmidhamer, und mit doppelten (Einfassungs-)Linien“ (Nagler). – Blatt 1 gleichförmig leicht gebräunt, Blatt 2 noch etwas weniger. Einige Altersfleckchen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.486 / EUR  765. / export price EUR  727. (c. US$ 941.) + Versand

 

Aus  dem  eigenen  Marstall  frisch  auf  den  Tisch

Cham (= Amédée Charles Henry de Noé, 1819 Paris 1879). Six heures et demie. — Les chevaux de Madame la Marquise sont sur la table. Diener, in den Salon seiner Herrin tretend und zu Tisch bittend: Pferdefleisch aus dem eigenen Marstall. Kreidelithographie. (1870-71.) Bezeichnet: CHAM / 104, ansonsten typographisch wie vor. 21,9 x 17,5 cm.

Geschaffen für den Charivari während des Krieges von 1870-71 und hier vorliegend in zeitgenösischem Abdruck ohne Rückseitentext. – Kleiner schwacher Stockfleck im weißen Feld neben der Tischlampe. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.790 / EUR  148. (c. US$ 191.) + Versand

 

Rue, F. R. de la (Paris Mitte 18. Jhdt. – nach 1780). Kopfportrait eines gezäumten Pferdes von vorn. Mit noch skizzierter Brustpartie. Radierung von August Friedrich Winkler (Geyer/Sachsen 1770 – 1807). Bezeichnet: A. F. Winkler f. nach de la Rue. 16,4 x 11 cm. – Wie vor, doch mit 1,5-12 cm Breitrandigkeit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.619 / EUR  56. (c. US$ 72.) + Versand

 

– – Schlachtpferd unter einem Offizier mit dem erhobenen Degen in der Rechten. Vorpreschend nach rechts. Radierung von August Friedrich Winkler (Geyer/Sachsen 1770 – 1807). Bezeichnet: A. F. Winkler f. / de la Rue. 20,8 x 16,9 cm. – Auf schwerem, zweiseits unbeschnittenem Papier von 1,5-9 cm Breitrandigkeit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.618 / EUR  98. (c. US$ 127.) + Versand

 

Wouwerman, Philips (1619 Haarlem 1668). Sattelpferd vor Hafertrog. Breitseits nach rechts mit Blick auf den Betrachter. Unter dem Trog der Futtersack. Radierung von August Friedrich Winkler (Geyer/Sachsen 1770 – 1807). Bezeichnet: A. F. Winkler f. / Phil. Wouwermans. 12,5 x 17,3 cm. – Wie vor, doch mit 2-8 cm Breitrandigkeit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.617 / EUR  125. (c. US$ 162.) + Versand

 

Wapen vnd Ritterspiel, (Der alten Teütshen) ihre. Reichhaltiges Szenarium mit Schwertkampf und Turnierreiten. Kupferstich bei Matthäus Merian. (1638.) Bezeichnet. 14,4 x 16,9 cm. – Frühester Abdruck. – Links und unten im Plattenrand geschnitten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.869 / EUR  65. (c. US$ 84.) + Versand

 

Das  Tigerpferd  mit  Ährenbouquet

als  das  im  Œuvre  zudem  nahezu  einzige

Niederlande–Schaustück

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Dises Junge Tyger=Pferd welches zu

Oranien=Polder

einem Dorfe nicht weit von Delfft

in  der  Provinz  Holland

gezogen hatte dises Aehren Poquet von farbe Schwartz gleich den anderen flecken u: ist 1743. von der Hochgräffl. Promnitzischen Herschafft aus Schlesien

auf  ihrer  Holländischen  Reise

als eine Raritet sehr Theuer erkaufft worden. Der in herrlich leichter Bewegung breit in schöner Hügellandschaft mit Dorf, abgesondert von fünf teils tollenden und sich wälzenden Pferden, stehende Hengst, den schönen Kopf dem Betrachter zugewandt. Radierung mit Kupferstich nach dem nach dem Leben gemalten Bilde des Liebhaberkünstlers Frhr. Christian Ludwig von Löwenstern in  Darmstadt. Bezeichnet: Lib: Baro de Löwenstern ad viv: pinx. Darmst. / J. El. Ridinger sc. et excud. 1745, ansonsten wie vor. 35 x 28,5 cm.

Blatt 38 (Thienemann + Schwarz 280, „Die sechs Pferde, welche in dieser Sammlung enthalten sind, wurden später auch gesondert verkauft“) der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ref.-Nr. 14.946 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

 

„ … my little town … New York … New York “

JEROME  PARK  NEW  YORK

The False Start Jerome Park, N(ew) Y(ork). Teils in heftig gebremstem Galopp davonjagend, teils in weiser Voraussicht am Start stehengeblieben. Vorne links turmartige Loge mit vier Herren, auf der gegenüberliegenden Seite der Rennbahn die große flaggengeschmückte Tribüne mit dem erregt gestikulierenden Publikum. Kreidelithographie

im  Ursprungs-Kolorit

bei Thomas Kelly in New York. 1868. 49,3 x 63,2 cm.

Die  nur  selten  dargestellte  Situation  des  Fehlstarts  und der damit verbundenen Verwirrung bei Pferden und Jockeys einer- und dem Ärger der meist durch Wetten zusätzlich engagierten Zuschauer andererseits in ebenso eindrucksvoller wie großformatiger Darstellung. – Auf festem Papier. – Die gewisse Zeitspurigkeit, darunter fünf professionell restaurierte, 2-6, in einem Fall auch 12 cm in das Bild hereinreichende Randeinrisse, Wasserflecke namentlich im Unterrand sowie Knitterspuren in der Himmelspartie und eine nur rückseitige leichte Bräunung angesichts der generellen Empfindlichkeit solcher Übergrößen übersehbar und hinter dem besonderen Reiz hiesiger Thematik zurücktretend. Kurz,  das  besondere  Erlebnis. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.166 / EUR  2400. / export price EUR  2280. (c. US$ 2950.) + Versand

 

251  jähriger  Medicus  Hippologicus

Winter (von Adlersflügel), Georg Simon. Wolerfahrner Pferd=Artzt, Welcher gründlich lehret, wie man der Pferde Complexion, Natur und Altrer erkennen, alle inner= und äusserliche Kranckheiten curiren, und die gesunden Pferde vor allen bevorstehenden Mängeln præserviren solle. Mit einem Anhang einiger raren,

für  junge  Fohlen  treflich  gut  befundenen  Arzeney=Mitteln

versehen, und durch und durch verbessert, und mit den bewährtesten Arcanis vermehret, durch Valentin Trichter, wolbestalten Reit=Meistern der Republic Nürnberg. Mit vielen nöthigen Kupffern ausgezieret, nämlich mit

44  Faltkupfern  auf  35  Tafeln .

Nürnberg, Joh. Andreas Endter, 1757. 20 unnum. Bll. Titel, Vorw., Inh., 838 SS., 9 unnum. Bll. Reg. Franzbd. d. Zt.

Titel in Rot + Schwarz. – Die für den Original-Verleger  ERSTE  VON  TRICHET  BESORGTE  AUSGABE  dieses erstmals 1678 in Folio erschienenen und bis hin zur dt. Ausgabe Philadelphia 1840 langlebigen Klassikers, dessen Kupfer, angeführt von 27,5 x 38,5 cm messender Instrumenten-Tafel, anatomischen Details, Kranken- + Behandlungsbildern gewidmet sind und hier in Anzahl und Art denen der Erstausgabe (dblgr. Instrumententafel + 45 Textkupfer) entsprechen, hier neben drei ungezählten numeriert von I-XLI und ggf. textfolgend zu größeren Tafeln vereinigt. – Die

„Reich  bebilderte  Roß-Arznei  mit  vielen  Rezepten“

(Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub, 1963, Nr. 367 [diese Ausgabe])

in  ausgesprochen  schönem  Exemplar ,

nur namentlich Vorderspiegel + Vorsatz und schon übersehbar noch der Titel stockfleckig, sonst nur gelegentliche Fleckchen. Vorspann mit abnehmender kleiner Wurmspur im unteren Innenrand wie auch an den etwas angegriffenen Kapitalen des Rückens. Die Vorderdeckelecken bestoßen.
Angebots-Nr. 15.148 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1696.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein Friesländer. Langschweifig, mit angewinkeltem rechten Hinterbein, in von Anwesen begrenzter Landschaft selbstbewußt nach rechts. Radierung von Johann Gottfried Seuter (Augsburg 1717 – 1800). Bezeichnet: 3. / a J. El. Ridinger ad vivum depict: et exc: a(t)qu(e). J. G. Seuter (Stief-)filio meo aeri incisi sowie Titel in dt.-frz.-lat. 28,3 x 34,4 cm. – Thienemann + Schwarz 578. – Blatt 3 der vier arabisch numerierten Blätter der Folge der Nationenpferde, in deren willkürlicher Ordnung es unter 17 figuriert. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.237 / EUR  476. / export price EUR  452. (c. US$ 585.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1746. Ist dises Edle Leib Pferd Sr. Hoch Fürstl: Durchl. Carl Eugenii Regirende Herzogs zu Würtenberg nach dem leben gemahlt. ./. und mir zu gesant worden ./. An farbe ware es von vornen Grau mit weis gesprengt über dem Creutz gantz Weis mit Schwarzen flecken, die schenkel dunkel grau die Mæn und Schweif Liecht. Mit geflochtener Mähne und langem Schweif vor einer Mauer in einer Reitschule nach links schreitend. Radierung und Kupferstich nach dem nach dem Leben gemalten Bild von Ermeltraut. (1746.) Bezeichnet: 46. / Ermeltraut ad vivum pinx. / J. El. Ridinger Sculp: et excud: A: V., ansonsten wie vor. 34,2 x 27,7 cm.

Thienemann + Schwarz 288. – Blatt 46 der Wundersamsten Hirsche und anderer besonderlicher Thiere. – „Die sechs Pferde, welche in dieser Sammlung enthalten sind, wurden später auch besonders verkauft.“ – Sehr schöner, jedoch etwas späterer Abdruck auf festem wolkigen Papier mit typographischem Wasserzeichen-Rest, indes wohl vor der von Thienemann gedachten Ausgabe um 1824, für die die Numerierung oben rechts vermutlich entfernt wurde. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.599 / EUR  760. / export price EUR  722. (c. US$ 934.) + Versand

– – – – Dasselbe in Abdruck auf festem Papier wohl aus dem 3. V. des 19. Jhdts.
Angebots-Nr. 15.162 / EUR  190. (c. US$ 246.) + Versand

 

Turf. Herr mit Zigarre + Zylinder in der Linken und ausgetreckter Rechten vor gestaffeltem Feld von 6 Reitern. Pinselzeichnung des Monogrammisten R. Ca. 1920. Hs. monogammiert. 130 x 207 mm.

Zigarrenkisten-Illustrationsentwurf auf Karton. – Unten rechts. hs. Reg.-Nr. C. 406. – Rückseits Montagespuren. – Stilistisch nahestehend Ludwig Hohlwein („Neben Th. Th. Heine der bedeutendste Plakatkünstler seiner Zeit“, Vollmer), dessen Mappenwerk „Turf“ von 1909 inspiriert haben könnte. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.179 / EUR  370. / export price EUR  352. (c. US$ 455.) + Versand

 

Gezeichnet  –  Zerschnitten  –  Eingeklebt  –  Gerettet

Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Beißende Pferde, vom Knecht auseinandergetrieben. Hengst in lebhafter Bewegung nach links, einen zweiten, halb verdeckten in die Mähne beißend, derweil sich dieser mit einem Biß in die Vorderhand revanchiert. Von rechts der Knecht mit Rute hinzueilend. Kreide- und Bleistiftzeichnung, der reich schraffierte angreifende Hengst zusätzlich in schwarzer Feder ausgeführt. (Vor) 1781. 268 x 387 mm. – Rückseits: I. Achtender, stehend, nach links. Bleistiftzeichnung. Bezeichnet: JW (ligiert) inv. 1781 / JGW (ligiert) inv 1781. 230 x 184 mm. – II. Zehnender, stehend von vorne links. Bleistiftzeichnung. Bezeichnet: 135 / JGW (ligiert) inv 1781 / JGW. (ligiert) inv 1781. 213 x 201 mm.

Unten links rote Sammlermarke „G“ in Quadrat (nicht bei Lugt). – Vorderseits sieben Punkte früherer Eckmontage der rückseitigen Hirschstudien, von denen vier noch Reste des blau-grauen Montagepapiers zeigen. Nur einer dieser Punkte indes mit dem Fuß des Knechtes noch unwesentlich die Zeichnung tangierend. Unten Mitte unterhalb der Schattenschraffur dünne Papierstelle von fast unbemerkbar entfernter achter Montagestelle. – Von Wintter für die zwei rückseitigen Hirschstudien etwa in der Mitte auseinandergeschnitten und offenbar proportionshalber oben bzw. unten verkürzt und in einen Sammelband eingefügt. Aus diesem nach 1783 (s. u.) wohl durch Wintter selbst wieder herausgelöst und mittels Büttenstreifen zusammengesetzt, wobei die fehlenden, indes nicht die Pferdezeichnung betreffenden Partien durch Streifen weiterer Studien ergänzt wurden. Einer der Büttenstreifen zudem mit der verdeckten Inschrift „Nach Natur gezeichnet von JGWintter den 28 august ao. 1783“.

Die unterschiedliche Anordnung der Ergänzungsstreifen – links oben, rechts unten – die Priorität der Pferdezeichnung belegend. Für Wintter als Retter seiner eigenen Zeichnung spricht die Verwendung weiterer Studienblätter bis hin zu besagtem Streifen mit der 1783er Signatur, ein Vorgehen, das kaum auf einen Sammler schließen lassen dürfte. Solchermaßen aber nicht allein

eine  temperamentvolle  Zeichnung  Wintter’s ,

sondern  zugleich  einzigartig  reizvoller  Beleg

des  Auf  und  Abs  künstlerischen  Schaffens .

Und wie wir thematisch dem Knecht in dem gleichfalls von rechts agierenden Jäger der hier früher mit Provenienz von Kühlmann und Schäfer durchgelaufenen 1785er Wisenthatz wiederbegegnen, so hat die technische Beschaffenheit des Blattes einen Vorläufer in „Mr. Blaeu makes maps with glue and scissors“. Als dieser 1635 nämlich mit Rhein- + Donaukarte dem Konkurrenten Janssonius hinterherhinkte, druckte er flugs von der auf ihn übergegangenen 1590er Deutschland-Wandkarte Rumold Mercator’s die entsprechenden Grobpassagen, um diese dann mit Schere und Kleister zurechtzuwerkeln. Nur in der Deutschland-Ausgabe des Atlasses jenes Jahres so verwendet, ist ein Paar dieser Zimelien hier in den 60ern verhandelt worden. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.552 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1205.) + Versand

 

Das  starke  1.  Drittel  allein  den  Pferden  gewidmet

John Sherer. Rural Life. Described and Illustrated, in the management of  Horses, Dogs, Cattle, Sheep, Pigs, Poultry, etc., etc.: Their Treatment in Health and Disease; with authentic information on all that relates to Modern Farming, Gardening, Schooting, Angling … and a complete system of modern veterinary practice. Mit 5 Textholzstichen und  88  Stahlstich-Illustrationen auf 64 (3 gefalt.) Tafeln. London + New York, London Printing and Publishing Comp., (ca. 1870). 4°. Gest. Titel, XVI, 1016 SS. Gold- u. blindgepr. OLdr.-Bd. auf 4 Bünden.

Einband etwas beschabt und zeitspurig, unteres Kapital mit kleinem, 1,5 cm langem Lederausriß. – 1 Lage (SS. 889-896) doppelt eingebunden. – Frontispiz – ein von einem Burschen gehaltener  Schimmel  vor dem Stall nebst Bezeichnung aller Körperpartien in 45 Nummern – + gest. Titel mit ganz schwachen Wasserrändern, ansonsten bei nur überaus vereinzelten kleinen Stockfleckchen von gesamthaft schöner Frische

Die Tafeln meist mit bildlicher Szenerie – darunter Rennen und Jagden -, aber auch anatomischen und technischen Details. – Inhaltliche Schwerpunkte: Jagd (121 SS.) – Hunde (125 SS.) + als starkes 1. Drittel mit  364 Seiten  Pferde, nämlich :

The Horse, and Modern Veterinary Practice / Of Horses in General / Races / Economy of the Stable / Diseases, Fractures, Wounds, etc. / Surgical Operations / Veterinary Department, or Medicines and their Uses.

Daneben Rinder, Schafe, Schweine + Geflügel (zusammen 273 SS.), Bienen (9 SS.), Prinzipien + Maschinen moderner Landwirtschaft (42 SS.), Gartenbau (68 SS.), Angeln (14 SS.) sowie 4seitiger Index.
Angebots-Nr. 13.131 / EUR  765. / export price EUR  727. (c. US$ 941.) + Versand

 

Pony, Englischer. Nach Rückkehr von der Jagd von seinem Herrn am Haus festgemacht, wo der Begleithund schon seinen Durst stillt, indes ein zweiter freudig heranspringt. Zur Rechten die Silhouette einer langgestreckten Ortschaft zu Füßen einer verfallenen Burganlage. Stahlstich. Ca. 1835. Bezeichnet als Nr. XXVI, ansonsten wie vor nebst Adresse der Kunstanstalt des Bibliograph. Instituts. 16,3 x 20 cm.

Liebes, als Pony-Darstellung zudem selteneres Motiv mit dem schönen, klugen Tier als Mittelpunkt. – Mit dem nicht mitgemessenem vollen Plattenrand, wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.826 / EUR  75. (c. US$ 97.) + Versand

 

Nach jahrzehntelanger Augenweide in großzügigem Ambiente

an  der  Wand  eines  Connaisseurs  von  Graden

erstmals  wieder  auf  dem  Markt:

Immens  seltene  Reitschulblätter

aus  den  größten  der

Augsburger  Dressuren  +  Schulen

Georg Philipp Rugendas I (1666 Augsburg 1742). Führt erst der Reuter recht Leib, Schenkel, Verse, Hand, So wird ein edles Pferd bald Schul=recht und gewandt … Das es vorn hoch hebt auff und gut  Courbetten macht. Offener Reitplatz rückseits von Ställen mit verschiedenfältigen Aktionen. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Georg Philipp Rugendas invent. del. fec. et excudit sowie Vierzeiler. 48,5 x 65,5 cm.

Teuscher 68 + Abb. (druckfehlerhaft 40,5 cm, ohne Nummer); Stillfried 347. – Blatt 1 der 8blätterigen Reitschule T. 68-75 + Nagler, Künstler-Lexicon, 44, hier im wohl nachzuordnenden Zustand  mit der Nummer 1 in kleinem Halbkreis am unteren Bildrand, wie auch das Exemplar der ETH Zürich.

Mit umlaufend 1-1,7 cm breitem Rand. – Gleichmäßiger Druck mit gutem Hell-Dunkel, doch von der gesamthaft schon etwas abgenutzten Platte, wie bei der nur ca. 50-60 wirklich gute Abdrucke – so der zeitgenössische Praktiker Sandrart – zulassenden Schabkunst durchaus hinnehmbar.

Immens  selten, fehlten die Blätter dieser Folge u. a. innerhalb der ca. 27600 Positionen des Weigelschen Kunstlager-Catalogs, Abt. I-XXVIII, 1838-57, in der 1963 aufgelösten Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub mit so Seltenheiten wie etwa Ridinger’s Reitschule in Groß-quer-Imperial und in der Sarasin Collection (1999). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.160 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1696.) + Versand

– – – Nun mus das muntre Pferd in vielen Lectionen …. Auf offener Reitbahn ein Schimmel im  Galopp  mit an den Pilar gebundener Kappzaumlonge mit in Reserve gehaltenen Spießruten. Schabkunstblatt wie vor.

Teuscher 69 + Abb. (ohne Nr.); Stillfried 348; Schoenbeck, Das Pferd und seine Darstellung in der bildenden Kunst, Tafel 33 (Ausschnitt). – Blatt 2 der Folge  mit  der Nummer wie oben und auch beim Exemplar der ETH. – Vier (davon eine kaum bemerkbar) Quetschfalten vom Druck her. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.161 / EUR  1460. / export price EUR  1387. (c. US$ 1795.) + Versand

– – – Mit eiserrem (sic!) Gebiss darf man es nicht gleich wagen … Auflegen und Gewöhnung an Schulsattel ohne Bügel, Arbeit mit hölzernem Gebiß und Kappzaum. Zurückgesetzt weiteres Übungsszenarium. Schabkunstblatt wie vor.

Teuscher 122 + Abb.; Stillfried 359. – Blatt 5 der 12blätterigen (bzw. 3 à 4 Blatt) Pferdedressur T. 118-129. – Nicht bei Nagler. – Lat.-deutscher Vierzeiler. – Kaum bemerkbar hier auch im Textrand unten rechts eine größere Rißhinterlegung mit minimalem, durch Retuche geheiltem Buchstabenausfall. – Immens selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.163 / EUR  1995. / export price EUR  1895. (c. US$ 2452.) + Versand

– – – So lehrt das lange Seil ein junges Pferd Trottieren … Und werffe … den Kopff als Füss Heroisch in die Höh. Vor weiterer reicher Pferdeszenerie berittenes Jungpferd an Wischzaum und langer, um einen Pilar gewickelten Kappzaumlonge, vorsorglich gefolgt von Reiter mit der Chambrière. Schabkunstblatt wie vor. – Teuscher 124 + Abb.; Stillfried 361. – Blatt 7 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.164 / EUR  1995. / export price EUR  1895. (c. US$ 2452.) + Versand

– – – Hier lernt das junge Pferd auch Schulrecht galoppiren, Und in gewissem Lauff fortsezen seine Reiss …. Jungpferd mit am Gurt ausgebundenen Wischzaumzügeln in vollem  Galopp  an einer Kappzaumlonge. Nicht zuletzt dank drohender Chambrière. Eingebettet und vor weiteren Aktionen. Schabkunstblatt wie vor.

Teuscher 125 + Abb.; Stillfried 362. – Blatt 8 der Folge. – Von schönem, von leuchtendem Hell-Dunkel bestimmtem Gesamteindruck, wie für die Schabkunst besonders erwähnenswert. – Ganz rechts unten durch Retouchenhinterlegung erledigte Fehlstelle. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.162 / EUR  1995. / export price EUR  1895. (c. US$ 2452.) + Versand

 

Landseer, Thomas (1795 London 1880). What ho! does the Devil arrive! then we needs must get on. Zwei auf einem Esel dahingaloppierende Affen. Bezeichnet: Drawn & Etched by Tho Landseer 1827, sonst wie vor. 20,6 x 16,4 cm.

Aus der Monkeyana-Suite, einem der nur wenigen frühen und somit typischen Werke Landseers. – Auf besonders breitrandigem, schwerem Papier. – Im weißen Rand ganz schwach stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 10.826 / EUR  197. (c. US$ 255.) + Versand

 

Von  nun  an  „Henri  ohne  Pferd“

Cham (= Amédée Charles Henry de Noé, 1819 Paris 1879). Ce pauvre Henri IV voyant emmener son cheval chez le boucher. Auf seinem Denkmalsockel stehend und betreten seinem Pferd nachschauend, das auf dem Handkarren zur gegenüberliegenden Schlachterei gebracht wird. Einzig der Lorberkranz ist dem König geblieben. Kreidelithographie. (1870-71.) Bezeichnet: CHAM / 130, ansonsten typographisch wie vor. 22,6 x 18,4 cm.

Geschaffen für den Charivari während des Krieges von 1870-71 und hier vorliegend in zeitgenösischem Abdruck ohne Rückseitentext. – Kleiner Stockfleck im weißen Feld oberhalb der Bäume in Henris Rücken. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.785 / EUR  138. (c. US$ 179.) + Versand

 

Antoine Charles Horace Vernet, gen. Carle V. (Bordeaux 1758 – Paris 1836). (La chasse au cerf.) Folge von 24 Blatt. Kupferstiche von Gamble (21,2-22,8 x 30,2-30,0 cm). Ca. 1804-14. Hldr.-Bd. d. Zt. m. Rückenverg. und braun marmor. Deckelbezügen.

Vernet’s  ausserordentlich  seltene  Folge  der  Par  Force  Jagd  des  Hirschen  als der großartige  Akkord von Instruktivität, Vielfalt und Bildreichtum, dominiert von einem  unvergleichlich  herrlichen  Pferdeaspekt  gemäß der Natur des Künstlers. Vernet war ein Pferdenarr. So sind denn auch die hiesigen Parforcepferde von einer Rasse, die den Betrachter kribbelig macht, nicht gleich aufsitzen zu können. – Die einheitlich schöne Druckqualität nicht zuletzt bestimmt von der feinen Behandlung des Lichtes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.049  /  Preis auf Anfrage

 

Bildmäßige  Reitschulzeichnungen = allergrößte  Ridinger-Rarissima

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Redop an der Wand rechts. Weiträumiger Platz mit einer Gruppe von vier Reitern, deren einer vorn rechts unter Mitwirkung je eines Lehrers und Stallknechtes redoppiert. In der Mitte bringt ein anderer Lehrer einen jungen Burschen am Schlafittchen vor den aus dem Ruinenportal tretenden Stallmeister. Mit liegendem Saurüden und stehendem anderen. Grau lavierte originale Bister-Federzeichnung mit leichter Bleistift-Skizzierung oben links. (1722.) 210 x 336 mm.

Die Ursprungszeichnung

vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung zu Blatt 15 – Thienemann 620 – der ältesten, vom erst 24jähr. Ridinger noch nicht selbst gestochenen wundervollen 23blätterigen Reitschule des Meisters als herrlicher Beleg dessen in frühesten Jahren bereits vollkommenen Stils. Bildmäßige Reitschulzeichnungen sind allergrößte Ridinger-Rarissima. Die beiden hiesigen – siehe die Folgenummer – entstammen freiherrlichem, zuletzt gräflichem Vorbesitz.

Als ein „Blick über die Schulter des Künstlers“ auf seine Arbeitsweise interessant

eine nur bei Nichterkennen des Zusammenhangs etwas störende, von schwachem Wasserrand begleitete größere Wischspur links von der Ruine, die trotz hineinspielender grüner Färbung vom Künstler selbst herrühren dürfte, da darunter eine Pferdeskizzierung hervortritt. – Unter säurefreiem, rahmungsfertigem Passepartout mit den 23karätig goldgeprägten Künstler-Daten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.072  /  Preis auf Anfrage

 

Der  Ridinger , der  den  „Blauen  Reiter“  inspirierte

– – – Das Trottiren. Weiträumiger Platz vor der Ruine eines stattlichen Anwesens mit einer Gruppe von vier Pferden und sechs Bereitern unter Aufsicht des Stallmeisters. Wie vor. 214 x 340 mm. – Die  Ursprungszeichnung zu Blatt 3Thienemann 608 – der Folge, doch ohne einen „Blick über die Schulter“.
Hier nun in dominierender Zeichnung vorn rechts das an der Longe geführte trottierende Tier, im Stich unterschrieben mit „In vilem stimmt der Schritt …“.

Während zur Linken ein Reiter sein vom Burschen gehaltenes Pferd erst noch besteigt, trainiert bei gutem Durchblick im Mittelgrund jenseits der Longe der einzige aufsitzende schon das seine. Und eben dessen Detail-Ausschnitt

diente  dem  33jährigen  Franz  Marc

für  seinen  Holzschnitt

„Reitschule  nach  Ridinger“

von 1913 (Lankheit 839, 27 x 29,3 cm).

Von Marc geschaffen im Jahr des „Turms der Blauen Pferde“ als einer der Ikonen der Moderne, „das reichste (Jahr seines) Schaffen(s)“ (Christian von Holst). Und zusammen mit dem gleichzeitigen Holzschnitt „Löwenjagd nach Delacroix“ steht die Arbeit für jenen Zeitpunkt, von dem „wohl von einem buchstäblichen Einzug des Reiters in das Œuvre von Marc (zu) sprechen (ist) … Die … (von) Marc durch eine abstrahierende Einfühlung in das Pferd und die übrige Tierwelt (immer wieder angestrebte) Animalisierung der Kunst … kippt nun mehrfach um

in  die  Wiederbelebung  der  Einheit  von  Ross  und  Reiter

… Er selbst präsentierte sich in einer Postkarte an Else Lasker-Schüler 1912 als ‚Blauer Reiter‘, der neben beziehungsweise hinter seinem Pferd steht und farblich mit ihm zu einer Einheit verschmilzt (aus hiesiger Sicht ein Vorgriff auf die „kraftvoll rhythmisierte Darstellung“ der „Reitszene nach Ridinger“) … Der Hund unten rechts (auf letzterer), der den Betrachter eher an eine Jagdszene erinnern mag, verdankt sich … ebenfalls der ‚Reit-Kunst‘ Ridingers (vgl. entsprechende Hunde auf den Blättern 5, 18 und 22). Er blickt zurück, als wolle er schauen, wo sein Herr, der Reiter, bleibt. Eine spannungsvolle Aufbruchsstimmung prägt das Geschehen,

das  aus  Ridingers  Hintergrundfigur  des  Reiters  den  eigentlichen  Protagonisten  macht .

Der Reiter und das Pferd bilden in ihrem extremen Bewegungsimpuls eine Einheit. Obgleich

Marc  mit  Ridinger  einen  Spezialisten  des  dressierten  Pferdes  rezipiert ,

geht es ihm nicht um eine artifizielle Mensch-Tier-Symbiose, die sich besonders in der Schulung des Pferdes in den künstlichen Gangarten artikuliert“ (Andreas Schalhorn). Und

„ Aufschlussreich , dass Marc bei seiner sehr vertrauten Kenntnis der Kunstgeschichte

sich gerade diesen Meistern der Pferdedarstellung (Delacroix und Ridinger)

des 19. beziehungsweise 18. Jahrhunderts als Vorbildern zuwendet “

(von Holst). Die Par force Szenerie auf dem ein Jahr später entstandenen Aquarell „Schloss Ried“ – Holst, Abb. 11 – steht für ein weiteres Beispiel der Beschäftigung mit Ridinger. – Die Zitate aus Christian von Holst (Hrsg.), Franz Marc – Pferde. Katalog der 2000er Ausstellung der Staatsgalerie Stuttgart – Sonderausgabe 2003 – , SS. 122, 250 f. + 165 f. nebst Abbildungen 151 f., 208 + 9. – Siehe u. a. auch Franz (Hrsg.), Franz Marc – Kräfte der Natur, Werke 1912-1915. Katalog der Ausstellung in München + Münster, 1993, Nrn. 138 f. nebst Abbildungen Seiten 300 f.

Die bei Ridinger an südliche Vorbilder erinnernde Ruine im übrigen sicher auch eine Reverenz gegenüber Italien, wohin es den in seiner Ulmer Lehre so unglücklichen einst hoffnungslos gezogen hatte. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.071  /  Preis auf Anfrage

 

Fürstensohn

Kuntz, Rudolf (Mannheim 1797 – Karlsruhe 1848). Mirza. Kastanienbraun. / Bai chatâin. Portrait nach rechts vor zarter Küstenkulisse mit Palast, Booten und Palmen. Mit blaßbrauner Tonplatte gedruckte Kreidelithographie von Lorenz Ekeman Allesson (Schweden 1791 – Stuttgart 1828). (1824.) Signiert: Nach d. Leben gez. von Rud. Kuntz. / Lithogr. v. L. Ekeman Allesson., bezeichnet wie oben. 37,5 x 42 cm.

Winkler, Die Frühzeit der dt. Lithographie, 180, 57, 6; Boetticher, Kuntz, II, 2; Grafische Arbeiten der Pferdemaler 17.-19. Jhdt. – Ausstellungskatalog Dt. Pferdemuseum, Verden 1996 – Nr. 45/46 (W. 180, 57, 16 f.).

Blatt 6 der vom Königlich. lith. Institut in Stuttgart hrsg. 18blätterigen

„ Abbildungen  Kgl.  Württembergischer  Gestütts  Pferde

von  orientalischen  Racen “

erschienen 1823/24 (Boetticher’s 1823/32 schon mit Ekeman’s Todesjahr nicht harmonierend). – „ Die aus der Leidenschaft des Königs Wilhelm von Württemberg („König der Landwirtschaft“, ADB) entsprungene

erstmalige  Reinzucht  arabischer  Pferde  außerhalb  des  Orients

wird in großformatigen Pferdeportraits des Karlsruher Hofmalers Rudolf Kuntz dargestellt “

(Dietrich Fröba, Ausstellungskatalog Verden, Seite 23). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.244 / EUR  635. / export price EUR  603. (c. US$ 780.) + Versand

 

John Thomas Smith (1766 London 1833). Hackney Coachman. Mietskutscher um 1687 und somit gleich einem Postillion mit nur kurzer Peitsche und Rad-Sporen. Radierung. Ca. 1819. Bezeichnet. 18,8 x 11,4 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 8.797 / EUR  69. (c. US$ 89.) + Versand

 

Henry Bernard Chalon (1770/1 London 1849). Orville 1799. Der fein geäderte goldbraune Champion mit seinem Herrn in angedeuteter weiter Landschaft mit einem Gehöft im Hintergrund. Lithographie bei H. Delius. (1837.) Signiert, bezeichnet. 15 x 28 cm. – Ausführlich über Orville’s Siege siehe Mellon Coll., Print Catalogue, 8. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.158 / EUR  189. (c. US$ 245.) + Versand

 

Richard Schoenbeck. Das Pferd und seine Darstellung in der bildenden Kunst vom  hippologischen  Standpunkt aus. Mit Frontispiz + 44 (5 gefalt.) Tafeln + 328 Abbildungen. Leipzig, Engelmann. 1908. 4°. X, 203 SS. Illustr. roter OLwd.-Bd. mit goldgepr. Rücken + Vorderdeckel und rotem Vorsatz. Kopfgoldschnitt.

Standardwerk  hinsichtlich des  reichen  Bildmaterials  und ggf. der einführenden Kapitel „Skizze und Geschichte des Pferdes“ (SS. 31-66) + „Das Pferd“ (67-143). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.582 / EUR  353. / export price EUR  335. (c. US$ 433.) + Versand

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Adolphvs Fridericvs Hæres Norvegiæ Dux Holsatiæ, Slesvici, & Episc. Lvbecensis Sveciæ Regis declaratvs Svccessor. Auf munter fürbaßtrabendem Rapphengst aus dem Walde kommend, den Marschallstab in der Rechten und begleitet von einem Helmträger zu Pferde sowie zwei Läufern, auf dem Wege zum Zusammentreffen mit der am Meerufer ziehenden Truppe. Auf dem Wasser selbst Flotte in überwiegend Linie. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et excud., ansonsten wie vor. Blattgröße 32,7 x 24,3 cm.

Thienemann + Schwarz 832. – Aus der 16blätt. Stammfolge – bekannt mit Th. 835 + Th.-St. 1378 zwei weitere größeren Formats, letzteres hier aufliegend per 14.850 – der Fürstlichen Personen zu Pferde, fehlend dem Exemplar der 1958 versteigerten opulenten Ridinger-Sammlung Gräflich Faber-Castell und hier vorliegend aus der nunmehr zur Auflösung gelangten reichen Ridinger-Sammlung von Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen. – Dreiseits innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten, unten bis dicht an die letzte Schriftzeile unter minimalem Anschnitt des „G“-Unterbogens von Regis. – Aufmontiert auf sammlungsspezifischem großen Untersatzbogen bei feiner schwarzer Linieneinfassung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.851 / EUR  435. / export price EUR  413. (c. US$ 534.) + Versand

 

„ … ein  Kunstsammler  bezahlte  aber …

100 fl.  für  dieses  Blatt “

Duck, Jacob A. (um 1600 Utrecht 1667) oder Jan le Ducq (1629/30 Den Haag 1676). Die Flußlandschaft mit dem wartenden Reiter. Dieser dominant ganz vorn in Erwartung eines durch den Fluß kommenden zweiten. Kleinfigurig hinter diesem ein knietief watender Mann mit einem Stab (Lanze?) in der Rechten, indes die Linke auf eine schwimmende oder flößende kleine Figur weist. Auf links im Bild hart zum Ufer abfallendem Felsen des jenseitigen Ufers ein Gebäude mit schwerem Rundturm. Ein weiteres Gebäude unten am Ufer ganz linksaußen. Und zum rechten Bildrand hin ein Gebäude-Ensemble mit hohem Turm mit Zwiebelspitze, dahinter der Fluß eine Biegung nach links macht, in der Ferne auf Höhe eines diesseitigen Höhenzuges befahren von einem Segler. Radierung. Blattgröße 18 x 23,3 cm.

Hollstein, Duck, 9; Nagler, Monogramm., III, Ducq, 2184, Nr. 8; Wurzbach, Duck, 8; Katalog Davidsohn I, Ducq („Zweifelhaftes Blatt … Sehr selten“), 1378. – Schlußblatt einer 4blätt. Folge – das 3. siehe unten – , deren erste beide von Roman de Hooghe (1645-1708) stammen, der auch schon mit der Gesamtfolge in Verbindung gebracht wurde. – Mit nahezu complettem großen Wz. Aufgerichteter Löwe in doppelt eingefaßtem Kreis unter Lilie mit Schwert in der Rechten und Pfeilen in der Linken als Variante zu Heawood 3140-3145 (1651 bis ca. 1689) einschließlich der Kreisfüllsel, doch ohne deren Wappenschild. – Unten rechts kleiner ovaler Sammler-Stempel A (? Aretin? siehe unten).

Der brillante Druck der Sammlung J. H. Anderhub. – Dreiseits bei 2-4 mm umlaufendem Rändchen auf Plattenkante geschnitten, oben eher auf Bildeinfassung bei indes viel weißem Plattenfeld. Dieses linksaußen und Mitte mit bemerkbarem ganz schwachen Bräunungsanflug. Zwei durchgehende feine vertikale Quetschfältchen bildseits nur oberhalb von Pferd + Reiter erwähnenswert. So auch eine leichte diagonale Faltspur im rechtsseitigen weißen Bildfeld.

Nagler qualifiziert Ducq’s Kupfer im Monogrammisten-Lexikon wiederholt als Kostbarkeiten und hier ist es vor allem die „berühmte Hundefolge“ von 1661, die in Weigel’s Kunstlager-Catalog, Abt. VIII, 1840, per 9135 als „Von grösster Seltenheit“ zu hohem Preise von 80 Thlrn. figuriert. Im Katalog Davidsohn (I, 1376) wurden die 8 Blatt 1920 im nur zweiten Zustand auf 600 RM. taxiert. Der hier anstehende „Reiter am Flußufer“ als Einzelblatt aber – bei jeweils brillanter Druckqualität mit Rand – auf die Hälfte, nämlich 300 RM!

Dies zur Verdeutlichung dessen Kostbarkeit. Und in Harmonie zur Überlieferung Nagler’s von 1863 :

„ Dieses geistreich radirte Blatt beschreibt Brulliot im Catalog Aretin No. 4401 mit der Bemerkung, dass es in le Ducq’s Manier radirt sei. Er übersah die (Signatur-)Buchstaben,

ein  Kunstsammler  bezahlte  aber  bei  der  Auktion

100  fl.  für  dieses  Blatt .“

Angebots-Nr. 28.613 / EUR  498. / export price EUR  473. (c. US$ 612.) + Versand
Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

 

– – – – Der Reiter am Pilar. Nach links, kontrolliert dortselbst vom Ausbilder mit Peitsche in der angehobenen Rechten. Am linken Bildrand kleines Anwesen, am rechten bewachsene große Ruine, davor zwei die Übung beobachtende Männer mit Hund. Radierung. Blattgröße 18,6 x 23,3 cm.

Hollstein, Duck, 8. – Blatt 3 der 4blätt. Folge wie oben und mit der Nr. 3 unten rechtsaußen im weißen Rand.

Der herrliche Druck der Sammlung J. H. Anderhub. – Bei dreiseits 2-4 mm umlaufendem Rändchen und oben viel weißem Plattenfeld auf Plattenkante geschnitten. Durchgehendes feines vertikales Quetschfältchen nur ober- bzw. unterhalb von Reiter + Pferd bemerkbar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.614 / EUR  448. / export price EUR  426. (c. US$ 551.) + Versand

 

Das  Pferd  in  alten ,

rahmenswürdigen  Verordnungen

Circulare des k.k. Kreisamtes Kornneuburg des. V.U.M.B., Die Pferdstellungs-Vergütungen für die Jahre 1812 und 1813 betreffend. 8. Januar 1814. Kl.-2°. 1 Bl. Mit 2 gedruckten Unterschriften. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.245 / EUR  46. (c. US$ 60.) + Versand

– des k.k. n. ö. Kreisamtes St. Pölten, ein verfaßtes Werk über die  Landespferdezucht  ankündigend. 21. Nov. 1807. Kl.-2°. 1 Bl. Mit gedr. Unterschrift Kreishauptmann Anton Leopolds v. Roschmann. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.242 / EUR  86. (c. US$ 111.) + Versand

– desselben, die Versteigerung ausgemusterter Pferde betreffend. 4. September 1809. Kl.-2°. 1 Bl. Mit gedr. Unterschrift des Kreiskommissärs A. v. Portenschlag. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.243 / EUR  60. (c. US$ 78.) + Versand

– des k.k Kreisamtes Klagenfurt wegen Verscharrung der auf der Straße gefallenen milit. Pferde. 10. März 1810. Kl.-2°. 1 Bl. Mit gedr. Unterschriften der Franz Xaver v. Fradeneck + Wolfgang Edler v. Wolf. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 10.749 / EUR  60. (c. US$ 78.) + Versand

 

Ridinger’s  Kleine  Reitschule

in  selten  vorzüglichem  Sammler-Exemplar

Ridinger, Johann Elias. Vorstellung und Beschreibung derer Schul und Campagne Pferden nach ihren Lectionen, In was vor gelegenheiten solche können gebraucht werden. – Anmerkungen von dem Carousel. 2 Tle. in 1 Bd. Augsburg, Selbstvlg., 1760(.61). Kl.-2°. Gest. Titel, 35, 1 SS.; 8 SS. Mit großer Titelvignette „Ad Pugnam Luidumque paratus.“ (Zu Kampf + Spiel gerecht), mehr. Holzschn.-Vignetten + -Bordüren sowie

62  Kupfertafeln

(ca. 19-20 x 14-16 cm bzw., Karussel-Plan, 28 x 15,7. Herrlicher, reich blindgepr. brauner Kalbldr.-Bd. im Stil der alten Holzdeckel-Einbände a. 5 besonders breiten imit. Bünden mit Rückenvergoldung incl. Prägung

„ BESCHREIB. CAMPAGNE PFERDEN LECTIONEN  /  ANNO 1760 “

und zwei Messing-Schließen. Zeitgenöss. farb.-marmor. Schnitt.

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Taf. XXI) 646-707 + 1301; Weigel 36 A + 37 A (jeweils von A-B); Coppenrath (1889) 1561 (ohne die Karussel-Suite) + 1562 (ohne Titel, Text + Plankupfer) bzw. (1890) 2000 (ohne Titel + Karussel-Suite, mängelbehaftet); Helbing XXXIV, 1252; Schwerdt III, 142; Menessier de la Lance II, 429.

Ridinger’s  bewunderungswürdige , umfangreichste  Schule

in  ihrer  ersten  Ausgabe,

in absolut vollständiger Verfassung bis hin zum 16. Kupfer des Karussels, dem Plan, dessen Fehlen für Weigel (1857) Merkmal neuerer Ausgabe. Entsprechend Thienemann (1856) :

„ Die Hinweglassung dieser Tafel (welche eine schematische Darstellung der sämmtlichen Caroussel-Kunststücke in Linien, kleinen Figuren, Buchstaben etc. enthält) … ist sehr störend, da man ohne sie die beigefügte Erklärung ja gar nicht versteht. “

Er fand sie „In einem ganz alten, sehr schön erhaltenen Exemplar … aus England“ , dem auch die SS. 1-4 des Carrousels beigebunden waren, die dem ihm zunächst vorgelegenen Exemplar, s. S. 136, gleichfalls ebenso fehlten, wie die ihm ebenfalls erst mittels besagten englischen Exemplars bekanntgewordenen SS. 17-35 der Reitschule selbst (s. S. 295), nämlich dem

„ Schreiben eines sehr wohlerfahrnen Bereuters
von einem Hochfürstl. Hofe an einen Cavalier, enthaltend:
Nothwendige Anmerkungen für diejenige, welche sich eine Zeitlang
in der Reut=Kunst unter einem Meister geübet,
was sie in acht nehmen sollen wann sie von demselbigen weg kommen. “

Das alles in anstehendem Exemplar einschränkungslos enthalten. Mit Ausnahme des nur von Schwarz erwähnten „3zeilige(n) französische(n) ‚Avis‘ (a)uf der nicht paginierten (und ansonsten auch bei ihm freien) S. 36“ des Textvorspanns zum Hauptteil. – Titel + Texte durchgängig in dt.-franz. Paralleltext.

Die vielfach in schöner Umgebungsstaffage angesiedelten Kupfer von 1-46 + unter Beiseitelassung des Plankupfers von 1-15 numeriert, davon das erste voll bezeichnet mit „Joh. El. Ridinger inv. del. sc. et excud. A. V.“, die übrigen mit dem Monogramm „J. E. R.“. Vorliegend

in  einheitlich  ganz  herrlicher  Druckqualität

auf festem bis schwerem Bütten mit verschiedenen Wasserzeichen, namentlich mit der großen Wappen-Marke nebst 2zeil. Anhänger „FAI / WANGEN“ (nicht bei Heawood), wie von Ridinger gern verwandt. Bei zwangsläufiger Ausnahme des großformatigeren Plankupfers zudem von schöner Breitrandigkeit von 4-7,5 cm für oben + unten bzw. 3,5-4,5 cm für die Seiten. Blattgröße somit 31 x 22 cm). Einhergehend hiermit

die  praktisch  durchgängig  blütenweiße  Frische ,

der gegenüber vereinzelte kleine Abweichungen keiner Erwähnung bedürfen. Wohl aber, obgleich kaum auffallend, der professionell geheilte größere Ausriß im weißen Oberrand des ein klein wenig kürzeren Titelblattes, auf dem ein kurzer Vorbesitzername zudem kaum störend ausgeblaßt ist. Ebenso beigelegt des weiteren ein ganz kleiner Einriß im weißen Oberrand von Kupfer 22 und der bis zum Bildrand reichende, 4 cm lange Riß im linken Seitenrand von Kupfer 23.

Die reiche Deckelprägung des Einbandes bestimmt von einem aus Streicheisenlinien + Fleuronstempeln gebildetem 19,5 x 11 cm großen Mittelfeld, eingefaßt von 6zeiligem Bordürenfeld, das seinerseits per Streicheisenlinien nach außen begrenzt wird. Der 3malige Zierstempel des Rückens analog zur Schrift in Goldprägung. – Kurz, rundum ein

Vitrinen–Exemplar.

Angebots-Nr. 28.418 – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Einzelblätter  aus  der  Folge  siehe  unten

 

John Frederic Herring Sen. (Surrey 1795 – Meopham Park 1865). Evening. Nach der Tagesarbeit zur Tränke an den Dorfweiher gerittene Pferde. Kolor. Aquatinta v. J. Harris (John H. II, ca. 1791-1873?). 1849. 55,8 x 72,5 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.164 / EUR  700. / export price EUR  665. (c. US$ 860.) + Versand

 

„ Sollte  …  die  Krankheit  …  gar  der  Rotz  sey  … “

Verordnung Carl’s I., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1713-1780, Reg.-Antr. 1735, Neffe Kaiser Karl’s VI. und Schwager Friedrich’s des Großen, Stifter des Collegium Carolinum) den Pferde-Rotz der Meldepflicht unterwerfend. Gegeben Braunschweig 4. April 1771. 34,7 x 41,4 cm. 1 Seite. Mit reizvoll verzierter großer Holzschnitt-Initiale mit freispringendem Niedersachsen-Roß unter dem Fürstenhut. Mit der nebst dem „L(oco) S(igilli)“-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des H. B. von Schliestedt.

Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsgrossartiger  Einblattdruck,  wie solchermaßen pferdebezogen ausgesprochen selten. Schon gar von solch  thematischem  Range  wie hier und von so besonders schöner Optik rücksichtlich großzügiger Typographie , gänzlich unbeschnittener Breitrandigkeit und makelloser Erhaltung. Ein unbenutzt gebliebenes Archiv-Exemplar! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.004 / EUR  373. / export price EUR  354. (c. US$ 458.) + Versand

 

Antoine Charles Horace Vernet, gen. Carle V. (Bordeaux 1758 – Paris 1836). La Chasse. In hügeliger Landschaft dahinsprengende große Jagdgesellschaft. Aquatinta in Braundruck von Louis Philibert Debucourt (1755 Paris 1832). 48,1 x 66,8 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.292 / EUR  1508. / export price EUR  1433. (c. US$ 1854.) + Versand

 

Krüger – Osborn, Max. Franz Krüger. Mit Vorwort hrsg. v. Kerstin Englert. 1997. 4°. 32 SS., 1 Bl., SS. 33-112. Text. Mit 115 (8 – 4 ganzseitigen – farb.) überwiegend ganzseitigen Abbildungen. OLwd.

Unveränderte Neuauflage von Osborn’s ebenso kenntnis- wie faktenreicher Monographie des  „Pferde-Krügers“  von 1910.

„ Thematisch konzentriert auf Franz Krüger als Porträtmaler, richtet Osborn sein Augenmerk insbesondere auf die … (großformatigen) Parade- und Gruppenbilder (der Jahre 1829, 1839, 1844, 1849) “.

Angebots-Nr. 28.191 / EUR  115. (c. US$ 149.) + Versand

 

Henry William Herbert. Frank Forester’s Horse and Horsemanship of the United States and British Provinces of North America. 2 Bde. New York + London 1857. 4°. 552, 576 SS. sowie Errata-Slip. Mit einschließlich der beiden illustr. Titel  16 Stahlstich–Tafeln  verschiedener Künstler + Stecher auf aufgewalztem China, 10 dblgr. Stammbaum-Tafeln (Bindung in uneinheitlicher Reihenfolge), + zahlreichen Holzstich-Illustrationen. Mit Pferdemotiven reich gold- und blindgeprägt illustr. OLwd.-Bde. Braunschnitt.

Sabin 31465. – Erste  Ausgabe. – Vereinzelt mit schwachbraunen Pflanzenabdrucken sowie, meist nur den überaus breiten weißen Rand betreffend, schwacher Stockigkeit auf den die Tafeln einschließenden Seiten. Erstere überwiegend nur rückseits bzw. im weißen Rand des Unterkartons befallen. Deckblätter tlw. knitterig und stockig. – Einband unter Erneuerung von Spiegel und Vorsatz praktisch unsichtbar restauriert.

Die  Tafeln  mit den berühmten Rennpferden, aber auch Rennszenen, die Textillustrationen sowohl mit Pferdedarstellungen als auch einer Fülle technischer Details von Stallanlagen bis Beschlägen und ähnlichem. Textlich neben der allgemeinen Geschichte englischer und amerikanischer Pferde Beschreibungen einzelner herausragender Tiere und Rennen sowie Pferderassen bietend.

Darüberhinaus umfangreiche Kapitel zu Zucht, Auswahl, Training, Krankheiten, Pflege etc. (249 SS.). Ferner Tabellen und Auflistungen der seit der Revolution aus England importierten Hengste, Stuten und Füllen (67 SS.); der siegreichen Hengste – getrennt nach Abstammung von eingeborenen oder importierten Vätern – von August 1829 bis 1855 nebst Zusammenfassung (45 SS.); den besten Zeiten der Traber auf 1, 2 + 3-Meilen-Strecken von 1827-56 sowie einer Siegerliste der Trabrennen des Jahres 1856 (16 SS.); Regeln der bedeutenden Jockey Clubs, darunter New York, South Carolina, Maryland, Fashion Club, N. Y., English Laws of Racing (Newmarket), Union Course, Long Island, und Pioneer Club, San Francisco (57 SS.) sowie 12seit. Index. Kurz, nicht nur ein schönes Werk für den Bücherschrank des Pferdeliebhabers und des Freundes der Neuen Welt, sondern auch – und vor allem –  DAS  KOMPENDIUM. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 11.909 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1696.) + Versand

 


 

Unsterblicher  Prinz  Eugen

Rugendas, Georg Philipp I (1666 Augsburg 1742). Serenissimus Princeps Eugenius Franciscus, Dux Sabaudiae et Pedemontij, Marchio de Saluzzo, Sac. Caes. Maj. Consiliar. Int. Concilij Aulico-Bellici Praeses, Copiarum Caesarear. Dux Supremus et Locumtenens Generalis: S. R. I. Campi Mareschall., aurei Velleris Eques. Franz Eugen Prinz von Savoyen (1663-1736) mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten auf Schimmel in nur staffageweise angedeuteter Landschaft nach rechts sprengend. Rechts seitlich im Mittelgrund teils nur schemenhaft vorgetragene Gefechtsszenerie. Schabkunstblatt. (1713/14.) Bezeichnet: Georg Philipp Rugendas inv. et fecit Aug. Vind., ansonsten wie vor. 46,9 x 36,2 cm.

Teuscher 55 – Nicht bei Stillfried + Nagler, die beide nur die nicht zugehörende Version T. 59 kennen. – Knapp bis an Plattenkante, stellenweise auf dieser selbst und rechts 3,5 cm auf Bildkante geschnitten. – Alt auf Bütten montiert, dessen Ränder recto rahmenmäßig mit blau-grauem Papier kaschiert sind. Das Bild selbst dann mit schwarzer Einfassungslinie paspeliert.

Der sehr schöne, nuancenreiche Druck von kontrastreichem Hell-Dunkel und adäquater Erhaltung (leicht berieben, zwei winzige bzw. ganz kleine Abschabungen rechts im Rand, nur minimal bemerkbare Vertikalfalte von unten bis unter den Bauch des Pferdes) der auf Anfang des 19. Jhdts. zurückgehenden Portrait-Sammlung von Vater + Sohn  von Roemer , die 1871 auf das heutige Museum der Bildenden Künste Leipzig überging und von diesem 1924 offenbar als Ganzes (nicht nur in Doubletten, wie Lugt vermerkt; siehe Versteigerung Boerner 142) veräußert wurde. Recto unten rechts dessen Bestandsstempel „Staedtisches Museum zu Leipzig“ (Lugt 1669a), verso der Ausscheidungsstempel „Abgegeben v. Museum d.b. K. Leipzig“ (L. 1669f).
Angebots-Nr. 14.364  /  Preis auf Anfrage

Der  große  Marlborough

– – – Serenissimus Princeps, Iohannes, S. R. I. Princeps Mindelheimensis, Dux et Comes de Marlborough, Marchio de Blanfort, Baro de Churchille, de Aymond et Sandridge, Ordinis Periscelidis, etc. John Churchill Herzog von Marlborough (1650-1722) mit Marschallstab in der ausgestreckten Rechten und Degen zur Linken auf Schimmel in karger Landschaft nach links sprengend. Links seitlich im Mittelgrund kleine Staffage fechtender Reiter, noch weiter zurückgesetzt Bauwerk. Schabkunstblatt wie vor. – Teuscher 58; Stillfried 282; Nagler 10. – Lavierte gleichseitige Federzeichnung, 428 x 370 mm, in der Witt Collection der Courtauld Institute Galleries in London.
Angebots-Nr. 14.363  /  Preis auf Anfrage

Prinz  Eugen  von  Savoyen  +  der  Herzog  von  Marlborough

Die beiden Obigen zusammen als denn nicht nur immerhin gleich zweien der superb seltenen, von Ridinger als Anregung für seine eigenen „Fürstliche(n) Personen zu Pferde“ genutzten sechs Blatt der complett literaturmäßig hier nicht mehr belegbaren großen Rugendas’schen

Folge  der  Fürsten  zu  Pferde

auf  galoppierenden  Schimmeln  mit  dem  Marschallstab  in  der  Rechten

von , ganz  brandfrisch,  (1713/1714

als nichtsdestotrotz ungemein reizvolle, ganz persönliche Versuchung + Verlockung, die peu à peu-Complettierung eines Tages dennoch als vielleicht dann einmalig und einzigartig überdies zu erreichen, sondern auch in bildlicher Hinsicht, indem rahmensmäßig

die  beiden  Reiter  pendantartig  auf  sich  zu  galoppieren .

Und, mehr noch, diese beiden Erlauchten zu Lebzeiten

in  engstem  persönlichen  Konnex  zueinander  standen :

„ …  fa