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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Dramatische  Szenerie – knisternde  Atmosphäre

Schönstes  vom  Schönen

unter  den  Ridinger’schen  Handzeichnungen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Schlag=baum vor einen Luchs aufgestelt. Mondhelle Felsengrotte mit dem soeben zum Sprung auf den auf der Schnur hängenden toten Vogel ansetzenden Luchs. Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung über Bleistift. 213 x 346 mm.

Auf dünnem Bütten mit typographischem Wasserzeichen. – Rückseits an den Rändern Spuren früherer Montage. – Drei hinterlegte kleine Randeinrisse, sonst von makelloser Frische.

Johann Elias Ridinger, Schlagbaum vor einen Luchs aufgestellt

Die  voll  durchgeführte  Ursprungszeichnung

vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für Blatt 14 – Th. + Schwarz 82; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, V.15 nebst Abb. – der 1750 erschienenen Radier-Folge (in Mischtechnik mit Kupferstich) der „Fangarten der wilden Thiere“. Und solchermaßen

ein  ganz  herausragend  elitäres  Sammlungsstück .

Denn Thienemann (1856, Seite 274, c) waren aus dieser von Ridinger nach dem Leben gezeichneten und bis auf acht auch selbst ins Kupfer übertragenen, „schöne und merkwürdige Blätter [enthaltenden] … höchst interessanten“ (Nagler 1843) 30blätt. Folge nur 3 in Weigel’schem Besitz befindliche andere Vorzeichnungen bekannt. Belegt ferner neben anstehender und einer weiteren hier noch verfügbaren (Selbst=Geschoß auf einen Bähren zu Th. 76) sieben weitere, von denen vier hier bereits jeweils paarweise in international glanzvolle Privat- und importante deutsche Ridinger-Sammlung weitergereicht werden konnten.

Dieser qualitätvolle 9blätterige Fangarten-Block, davon 7 oder 8 im Stichsinn, entstammt der „Gruppe der Malerischen“ jener hochkarätigen westfälischen Sammlung, mit deren in den 70ern peu à peu erfolgten Auflösung neben u. a. Skizzen und Probedrucken auch eine Reihe ganz außerordentlicher zeichnerischer Unikate auf den Markt zurückfand, deren ungemeiner Reiz von ihrer Lavierung bestimmt wird. Deren Technik der Meister die ganze Fülle malerischer Lichtwirkung und Kontrastierung der Formen abzugewinnen verstand. Anstehende des

ambientereichen  Luchs-Geschehens

denn auch als ausgearbeitete Arbeit in Verbindung mit einer Graphik auch innerhalb des Ridinger-Œuvre heute von größter Seltenheit.
Angebots-Nr. 14.974  /  Preis auf Anfrage

 


 

“ Thank you so much for The Fashion Etchings by Hollar. I am very nicely surprised and very very impressed … The presentation is very professional and everything look very good … and if you have some more interesting etchings by Hollar … please let me know ”

(Mrs. P. P., July 8, 2004)