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Johann Elias Ridinger, Figuren aus dem AltertumJohann Elias Ridinger, Dame aus dem Altertum

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Unterschiedliche Vorstellungen einiger aus dem Alterthum zur Historie dienlich Figuren invent. und verlegt. Folge von 23 (st. 24) Blatt in drei Teilen. Radierung + Kupferstich. Augsburg 1728. Bezeichnet: 10 Blatt mit variierend ligiertem Monogramm (J?)ER, davon eines mit spiegelbildlichem 1728, ansonsten wie vor unter Voranstellung von „Erster Theil“, gefolgt von „Ioh. Elias Ridinger Mahler in Augspurg 1728“, alles in Latein + Dt., im übrigen wie unten. Ca. 18,3 x 11,6-12,4 bzw., 3. Folge, 16,6-17,3 x 10,6-11 cm.

Provenienz: Gräflich Faber-Castell, deren Ridinger-Versteigerung 1958 mit deren Lot-Nr. „59 (24)“ auf den Untersatzkartons; Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004).

Thienemann per Aktualisierung Separat-Nachtrag 1, SS. 5-9: Tl. I: 836-843. – Tl. II: 844, 852-855, 1304, 1305, 1307. – Tl. III: 851, 856-859, 1306 (anstehendem Explr. fehlend), 1318, 1319. – Entsprechend Schwarz I, SS. 110-112 nebst vier Abb. (S. 110 + Taf. XXVII f.).

Weigel, Kunstlager-Catalog, 18541 (nur Tle. 1 + 2 = 16 Bll., qualifiziert als „Selten“, 1851); Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1950 („sehr selten“, 1885); Slg. Coppenrath, Abt. II, 1595 („sehr selten“, 1889); Slg. Reich auf Biehla 187-189 („selten“, doch nur 18 Blatt, davon zwei ohne Plattenrand u. einige fleckig; 1894); Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger), 1459 („Seltene Folge“, 1900); Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940), 345-355 (nur 11 Blatt); Gräflich Faber-Castell 59 (1958) unter irrtümlichem Einbezug von Th. 845, wie denn auch ein in den frühen 80ern am Markt als 30blätterig offeriertes Exemplar die großformatigere Eigenfolge 845-850 als zugehörig erachtet hatte. – Bekannt hier des weiteren ein 17blätt. Torso aus 2002.

Johann Elias Ridinger, Antiker KriegerJohann Elias Ridinger, Griechischer Krieger

Die  seltene  Folge  in Salvator Rosa’s Manier“ (S. R., Maler, Radierer, Dichter + Musiker, Neapel 1615 – Rom 1673; „Am berühmtesten wurde eine Folge von 72 kleineren Studienblättern, Soldaten u. Volkstypen darstellend, nach denen viel kopiert worden ist“, Thieme-Becker XXIX, 1), hier ohne Bl. 22 (Th. 1306). – Für Th. 837 siehe die Abbildung in schriften der ridinger handlung niemeyer XV, Seite 10 gelegentlich der nicht im Stich überlieferten 1723er Zeichnung Alexander der Große im Herbst 326 v. Chr. am Hyphasis im Pandschab — Der Zenit eines Weltreiches, eine Wendemarke der Geschichte.

Das Titelkupfer der 1. Folge mit „No. II.“, wie sowohl von Thienemann („… die ich jedoch bei einem [anderen] Exemplar vermisse) als auch Schwarz vermerkt, das des 2. Teils („Zweyter Theil der aus dem Alterthum zur Historie dienliche Figuren. Inventirt und verlegt von Ioh. El. Ridinger Cum Pr. S. C. M.“) mit „No. IV.“, wie nur von Thienemann notiert; jeweils unten Mitte. – Die Beschriftung des Titelkupfers zu Tl. III weiter verkürzt auf „Dritter Theil inventiert und verlegt von Ioh. El. Ridinger C. P. S. C. M.“ – Die jeweils erstplazierten latein. Titel-Versionen unwesentlich abweichend.

Der Seltenheit der Folge zwangsläufig Reverenz erweisendes Misch-Exemplar von mehrheitlich schönster bis extremer Breitrandigkeit, nur Bll. 3, 6, 7, 10, 14, 15, 18, 21 + 24 mit nur schmalem, doch meist noch ca. 5-15 mm Rand um die volle Platte, davon die ersten drei grundlos altaufmontiert. – Von variierend gutem Gesamtzustand bei folgenden Abweichungen: Bll. 11-13 + 16 mit ausgedehnt hellem Fleck in Rand und (11, 13, 16) Bild. Blatt 17 gleichmäßig leicht gebräunt und mit Wurmspur dicht an der rechten oberen Plattenecke.

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