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Johann Elias Ridinger, St. Johannes

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). S. Johannes. Der Evangelist in blattfüllender Figur vor heroischer Landschaft, aufblickend nach rechts, mit der Linken auf das von der Rechten gehaltene, auf einen Felsquader aufgestützte Buch weisend, rechts zu seinen Füßen der Adler als zugehörigem Cherub-Symbol. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Iohann Elias Ridinger sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 51 x 37,5 cm.

Provenienz: Gräflich Faber-Castell, deren Ridinger-Versteigerung 1958 mit deren Lot-Nr. 106 auf dem Untersatzkarton; Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004).

Thienemann + Schwarz 1264; Gräflich Faber-Castell (1958) 106. – Nicht bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894) , Gg. Hamminger (1895) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Erstzustand  vor  dem elliptischeren Heiligenschein und der „No. 15“ unterhalb des Blattitels als Merkmalen der überarbeiteten Platte (Schwarz 1264a) in sehr schönem Druck leuchtenden Hell-Dunkels.

Das Schlußblatt der complett äußerst seltenen 4blätt. Evangelisten-Folge, die auch bei Faber-Castell nur 3blättrig präsent war, bei Graf Radulf nur 2blättrig (dessen S. Matthäus hier aufliegend). – Mit 5 (unten) bis 10 mm partiell leicht (rückseits etwas mehr) fleckigem Rand rundum, in diesem oben rechts hs. „40“ in Bister. – Geglättete horizontale Mittelfalte und vertikale Leimspur, beide nur verso sichtbar. Vereinzelte, meist hinterlegte und retouchierte stecknadel(kopf)feine Löchlein in den Randpartien, nur ein etwas größeres links des Kopfes geringfügig bemerkbar.

DAS  SCHÖNE  MOTIV  mit dem in aktiver großer Nebenpose dargestellten Adler als einem der vier (Hesekiel) Cherubim.

Angebots-Nr. 14.957 / Preis auf Anfrage