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Johann Elias Ridinger, Maria mit dem Kinde an der ionischen Säule

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Maria mit dem Kinde an der ionischen Säule. Kniestück. Aufblickend in von schönem Hell-Dunkel unterstützter reicher Gewandung mit dem aus dem Bild herausblickenden Kinde im rechten Arm unter Beteiligung des linken. Darunter ornamentierte Kartusche in breitem Textrand mit lediglich der Signatur. Schabkunstblatt von wohl Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger excud. Aug. Vind. 64,6 x 48 cm.

Provenienz: Gräflich Faber-Castell, deren Ridinger-Versteigerung 1958 mit deren Lot-Nr. 170 auf dem Untersatzkarton; Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004).

Vgl. Schwarz 1521; Gräflich Faber-Castell (1958) 170 ohne Erkennen als Variante zu Schwarz; Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940), Nr. 441.

Nicht  bei  Thienemann (1856) , Stillfried (1876) , Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894) , Gg. Hamminger (1895) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) .

Hier  erstmals  beschriebene  Variante  zum kleineren Schwarz-Exemplar (62,4 x 44,3 cm), das zusätzlich im Unterrand links die Stecher-Signatur Johann Jacob’s trägt. Die Johann Elias’, übereinstimmend rechtsaußen plaziert, unter Abweichung der ersten Vornamenkürzung, die bei Schwarz auf das „I.“ beschränkt ist. Ob und ggf. welcher dieser beiden Versionen das Rosenthal’sche Exemplar entspricht, muß mangels dortiger über ein „Imp.-Fol.“ hinausgehender Angaben offenbleiben.

Mit wohl von Buchstaben (p?) begleitetem figürlichen Wz. – Mit umlaufend knapp 1 bis 1,5 cm breitem Rand. – Partieller, mit unbewaffnetem Auge nur stellenweise wahrnehmbarer und den optischen Gesamteindruck kaum beeinträchtigender Abreibungen halber auf Leinen kaschiert, wie für die 1958er Versteigerung noch nicht vermerkt, was im überwiegend unwesentlichen unteren Bildfeld leichte Quetschungen bewirkte. – Rückseits von Hand mutmaßlich Graf Radulf’s in Bleistift „Für die seltensten Ridingerblätter“.

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