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Pfalz-Neuburg + Ridinger

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1678. ist diser grosse und starcke Hirsch bey  Neuburg  an der Donau in der sogenanten Grü(n)en Aue: von 3. Teutschen jagt Hunden gesprenget und so lange gejaget auch endlich forciert worden, sich samt ihnen über einen Felsen in die  Donau  zu stürzen und ist derselbe darin von 2. Hunden noch lebendig gefangen und auf der anderen seite an das ufer gebracht worden. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. El. Ridinger del. sculps. et excud. 1742., ansonsten wie vor. 38 x 30 cm.

Blatt 24 (Thienemann + Schwarz 266; Kat. Marchegg, 1978, 135; Abbildung bei Veit, s. u., Nr. 4) der Folge der Wundersamsten Hirsche.

Thematisch hierzu siehe Veit, Joh. El. Ridinger und die Grünau bei Neuburg im Neuburger Kollektaneenblatt, Bd. CXLV, 1997, SS. 131-143, wonach der Lokaltreue keine absolute Größe beizumessen, das Neuburger Umfeld indes insofern besonders reizvoll sei, als zwischen der Wirkungsstätte Augsburg und Regensburg gelegen und 1722 von Ridinger nachweislich Th. 271 (Kaempffende Brunfft Hirsche Nach der Natur in der Grün Au bey Neuburg Anno 1722 gezeichnet) besucht worden. Regensburg aber bildet  den  wichtigen Meilenstein für die Werkentwicklung des Meister’s. Hier nämlich arbeitete er auf Einladung während dreier Jahre, zumindest noch 1719, für den sich auf dem Reichstag aufhaltenden Kurfürstlich brandenburgischen Comitial-Gesandten Wolf Frhr. (ADB; Kilian/Th. = Graf) von Metternich. Im übrigen, so Veit resümierend, seien

„ die ‚Grünauer Hirsche‘ auch ohne direkt dargestellten Ortsbezug für den Freund der Umgebung Neuburgs von speziellem Reiz “.

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Oben erwähnte Neuburger Brunft-Hirsch-Szene (Th. 271)
hier derzeit gleichfalls vorliegend