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Johann Elias Ridinger, Hase mit 8 Läufen

Baron  Münchhausen’s  Hase ?

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1741. Ist diser Hase mit 8. Laeufften und 2. hinder Leiberen auf denen Hoch=Freyherrl. Loblischen Gütheren bey Meisselhausen auf dem so genanten Stickelsberg im Lager bekommen worden. Auf einer Grotte vor reichem Laubwerk stehend. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: 60. / Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind. 1753., ansonsten wie vor. 33,8 x 25,5 cm.

Thienemann + Schwarz 302; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, VI.19 m. Abb. – Blatt 60 der Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere. – Die Darstellung selbst oben bogenförmig geschlossen. – Oben + unten 7,5-8,5, an den Seiten 4,4-4,9 cm breitrandig.

„ (D)ie Erfahrung lehret, daß es beym Hasengeschlecht viele Mißgeburten, oder Monstrositäten gibt, z. B.

Hasen  mit  acht  Läufen , zwey  Köpfen , vier  Löffeln  u. dergl. “

(Georg Ludwig Hartig, Lehrbuch für Jäger, I [1812], S. 171).

Breite Bekanntheit erlangte der achtläufige Hase indes durch Münchhausens Schilderung:

„ Ich jagte nämlich zwei ganzer Tage hinter einem Hasen her … Endlich kam mir aber doch der Hase so nahe … Er stürzte nieder, und was meinen Sie, was ich nun fand? – Vier Läufe hatte mein Hase unter dem Leibe und vier auf dem Rücken. Waren die zwei untern Paar müde, so warf er sich … herum, und nun ging es mit den beiden neuen wieder mit verstärkter Geschwindigkeit fort. Nie habe ich nachher einen Hasen von der Art gefunden … “

(Gottfried August Bürger – hiesiger Vorfahre mütterlicherseits – , Wunderbare Reisen … und lustige Abenteuer des Frhrn. v. Münchhausen, Lpz., Dieterich, 1954, S. 27). – Auf die Möglichkeit eines Zusammenhangs machte Mr. Heppell vom Dpt. of Natural History des Royal Scottish Museum, Edinburgh, gelegentlich eines früheren Besuchs aufmerksam.

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