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Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie weislich hat doch Gott die Gaben ausgetheilet! Die Vögel in der Luft, die Thiere auf der Erden … . Zwei großohrige Fledermäuse (Vespertilio auritus. Linn.), ganz groß, auf halbem Blattformat, in der Luft fliegend. Die eine von vorn, die andere von hinten. Den Vordergrund bilden, à la Karl Wilhelm de Hamilton, dem „Tierstilleben-Spezialisten“ und Hofmaler des Augsburger Fürstbischofs, in dessen Werkstatt der junge Ridinger möglicherweise gearbeitet hat, schön und groß gezeichnete Disteln nebst zwei Fröschen. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: XXXV. / M. El. Ridinger, sp. et exc. A. V., ansonsten wie vor und unten. 38 x 28,3 cm.

Thienemann + Schwarz 378. – Die Fledermäuse in gleicher Stellung, wenngleich sichtlich kleiner, zudem figurierend in der Tafel Dunckles Eichorn Detto Lichtes / Fliegendes Eichorn / Ratten Rathen. Mäuse. / Fleder Mäuse des Kolorierten Thierreichs.

Blatt XXXV der 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928 ) und ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen. Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Hier also mit den Chamäleons mit Eidechse.

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