English

Ridinger, Hirsch vor Schloß Hohenneuffen

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Disen Hirsch Haben Ihro Hochfürstl: Durchl: Carl Alexander Herzog zu Würtenberg, Anno 1735. den 22. Aug. in den Vorhalden Frickenhauser Huth Kirchheimer Forsts selbst geschoßen. Breit nach links, den schönen Kopf rückwärts gewandt. Links zurückgesetzt auf hohem Felskegel das Schloß Hohen Neuffen. Radierung mit Kupferstich. Ende der 1730er. Bezeichnet: 13. / Joh. E. Ridinger del. sculpsit et excud. A. V., ansonsten wie vor. 37,5 × 29,3 cm (14¾ × 11½ in).

Thienemann („Er trägt ein ausgezeichnetes Geweih mit stark ausgezackten Schaufeln“) + Schwarz 255. – Blatt 13 der 1768 abgeschlossenen Folge der Wundersamsten Hirsche, zu dem Thienemann per Nachtrag 1325 eine nach vermutlich nur wenigen Abdrucken aufgegebene Variante verzeichnet, deren, u. a., Hirsch kleiner gehalten, die Bergveste betitelt, vor allem aber als Abzeichner der Fürstl. Württemberg. Büchsenspanner Joh. Ernst Wagner genannt ist und Ridinger sich auf sein sculpsit beschränkt. Für diese Wagner’sche Urzeichnung zu Th. 1325 bei Weigel verweist Thienemann (1856) auf Mappe 3, n seiner Zeichnungs-Auflistung (Seite 276). Im 1869er Katalog der von Weigel hinterlassenen Ridinger-Zeichnungen ist die Zeichnung gleichwohl schon nicht mehr präsent. Dort per 129 nur die 1735 von Ridinger nach Wagner gefertigte im Stichsinn zu eben Th. 1325, die sich via Slg. Ratjen heute in Washington befindet.

Auf hiesiges Blatt Th. 255 verweist Helbing per zeichnerischem Hirsch mit monströsem Geweih in schöner Landschaft (Kat. XXXIV [1900], Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, Nr. 1553).

Sehr schöner Druck mit typograph. Wz. – Rückseits wohl alter Besitzvermerk in Bister. – Zusätzlich zum weißen Plattenrand mit feinem Rundum-Rändchen, derselbe rechts, ausgehend vom weißen Textfeldrand, schwach altersfleckig. Von einigen wenigen minimalen dünnen Stellen bildseits nur linksaußen eine bemerkbar.

Angebots-Nr. 16.165 / Preis auf Anfrage