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François Boucher/Johann Elias Ridinger, Glückseeliges Schäferleben

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das glückseelige Schäferleben. / Vita pastoritia felix. Der schmachtende Schäfer-Galan zu Füßen seiner noch sehr überlegenen Schäferin liegend und auf den mitgebrachten Wein deutend. Links vor der Hütte ein auf den Rücken eines Stiers gelehnter Hirte, rundum Schafe sowie zu Füßen seines Herrn der Hund. Schabkunstblatt nach François Boucher (1703 Paris 1770). Unten rechts bezeichnet: J. E. Ridinger exc. Aug. Vind., ansonsten wie oben. 42,5 x 53,4 cm.

Th.-Stillfried + Schwarz 1400; Slg. Reich auf Biehla 286 („Etwas wasserfleckig … Mit breitem Rande. Von grösster Seltenheit“, 1894); Ridinger-Kat. Helbing (1900) 1537.

Nicht bei Thienemann (1856) , Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885) , Slg. Coppenrath (1889/90) , R.-Slg. bei Wawra (1890 , Slg. Gg. Hamminger (1895) , R.-Liste Rosenthal (1940).

Erst durch Stillfrieds 1876er dritten Nachtrag zu Thienemann bekanntgewordes großes Blatt im Gegensinn nach Claude-Augustin Duflos’ (1700 Paris 1786) Ne plaignons point le sort de ces bergers aus seiner mit nur 28 x 32 cm erheblich kleinformatigeren vierblättrigen Suite Les amours pastorales nach Boucher („Hauptmeister des Rokokos“, Jahn) und wie alle Ridinger’schen Schabblätter sehr selten. Bekannt hier neben obigen der Literatur nur noch das Exemplar Gräflich Faber-Castell (1958) sowie ein weiteres, sofern nicht dasselbe, Anfang der 1960er. Mit letzterem indes nicht identisch.

Zweiteil. typograph. Wz. – Mit Vierzeiler in dt.-lat. Paralleltext. – In leuchtendem Hell-Dunkel und von geradezu superber Breitrandigkeit von 9,7-10,3 für die Seiten und 4,5 bzw. 5,6 cm oben und unten. – Links im letzteren die Nadellöchlein der ursprünglichen Heftung, oben und unten gleich kleine weitere nebst Druckspuren von Heftzwecken. Der untere Rand zudem minimal rissig. Rückseits schwach sichtbare Mittelfalte.

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