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Die Rote Reihe

bildet gewissermaßen eine Insel lustvoll zu schauender Kassetten + Einbände in rotem Maroquin mit Inhalten höchster Güte , Seltenheiten , getrüffelt mit Unikatem , ja , Unikates , gepaart mit sich selbst und solchermaßen potenziert zu

Vitrinen-Stücken  von  weltweiter  Einzigartigkeit

im wahrsten Sinne des Wortes. Von Fall zu Fall auch einfach nur Rares oder besonders Schönes + Reizvolles, zusätzlich geadelt durch staunenmachende Unversehrtheit. Und folgend der Gesellschaftssprache der Ridinger-Zeit, wovon so zahlreiche parallele Graphik-Untertexte künden, immer in jenem bordeauxroten, bestes französisches bibliophiles 18. Jahrhundert zitirendem Maroquin als crème de la crème jeder Symbiose von Kunst , Geist + häuslichem Selbstverständnis bei durchaus nicht immer vermeidbarem Zug zu grandeur, welch letztere den Betrachter zuweilen selbst den Atem verhalten und die Welt um sich herum vergessen läßt.

Dabei bewußt Abstand nehmend von jeglicher, im Ergebnis nur imitierender Wiederholung der üppigen Leder-Prägung jener großen Epoche, eben auch der der Sammler des Meister’s draußen, angeführt von Frankreich + England und bezüglich seiner Öle gekrönt vom Zarenhof. Hier und heute denn also zeitnüchterne Beschränkung auf zwar übergreifende, ansonsten aber unverspielte Goldfileten als Einfassung der Kanten + Rückenschilder. Die gleichfalls 23,5karätige Titelprägung vielfach gleichwohl mit Johann Elias Ridinger als reich gestalteter Signatur-Kursive in nun in der Tat Anlehnung an einstigen Zierat. Als Reverenz an den Mann + die Zeit. Indes aus dem Œuvre je ein Hirsch + Pferd entliehen wurden, die als Vignetten – «Le dix-huitiême siècle est le siècle de la vignette», E. & J. de Goncourt – je nach Inhalt getrennt oder auch gemeinsam im Regelfall die Deckel der Kassetten + Einbände zieren. Als Reverenz gegenüber dem Œuvre. Und als Provenienz-Marke dazu. Belegend, meist gemeinsam mit „ridinger handlung niemeyer“ an Innen-Unterkante, ihre Herkunft aus sicherem Hause , eben

aus  der  ridinger  handlung  niemeyer

Oculi  ,  hier  kommen  sie  schon :

Löwen–Exemplar

der „Abbildung der jagdbaren Thiere“ als das

abweichende  HAND-EXEMPLAR  des  Meister’s

und  getrüffelt  mit  zusätzlichem  weltweiten  Unikat

 

Otter–Exemplar

der „Abbildung der jagdbaren Thiere“

getrüffelt  mit  einem  weltweiten  Unikat

 

Le  Grand  Exemplaire

der „Von verschidenen Arthen der Hunden behaezte Jagtbare Thiere“

als  ein  weltweit  unikates  Sammlungsstück

 

La  Précieuse  Suite

Th. 1314–1317  (!!)

als  der  zweitfrühesten  Jagdfolge

in  ihrem  bislang

einzigen  hier  nachweisbaren  Exemplar

 

Lappen – Exemplar

als  weltweit  unerhört  einzigartiges  Gesamtkunstwerk  sui  generis

zu Th. 17

„Das mit Flammen=Schnüren umstellte Jagen“

 

Das  Recht  des  jagdlichen  Alltags

im  Jahrhundert  Ridinger’s

Jagd-Edicte der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg 1705-1805

als

Kontinuierlich  dargestelltes  jagdrechtliches  Wollen

eines  ganzen  Jahrhunderts

 

Johann  Heinrich  Tischbein  II

Haina 1742 – Kassel 1808

„Sammlung von Einhundert und siebenzig Kupferstichen“

als  annähernd

„Gesamtausgabe  seiner  Werke“